ALLIGATOR MALANS

Wichtiger «Dreier» gegen Waldkirch-St. Gallen vor WM-Pause

Alligator Malans gewinnt verdient mit 8:2 gegen ein aufsässiges Waldkirch-St. Gallen und holt sich wichtige drei Punkte vor der dreiwöchigen WM-Pause. Damit können die Malanser den Anschluss an die Tabellenspitze weiterhin wahren.

Zum ersten Spiel der Qualifikations-Rückrunde empfing Alligator Malans gestern Abend Waldkirch-St. Gallen. Wochenspiele sind nicht wirklich ein Zuschauermagnet, denn es fanden lediglich 310 Zuschauer den Weg in die Sporthalle Lust Maienfeld. Ihr Kommen musste zumindest aus Sicht der Alligatoren-Fans jedoch nicht bereut werden. Zum Spiel selbst gesellt sich noch die spezielle Affiche, dass mit Markus (Malans) und Luca Holenstein (Wasa) zwei Zwillingsbrüder auf dem Feld direkt gegenüberstanden.

Die Startminuten boten den Zuschauern noch eher magere Unihockeykost. Beide Teams wirkten nervös und unsicher in der Ballannahme sowie ein Grossteil der Pässe fanden ihr geplantes Ziel nicht. In der vierten Spielminute gingen die Malanser aber dennoch in Führung, als Topskorer Dan Hartmann dem in Slot freistehenden Joel Friolet zuspielte, welcher den Ball direkt ins Tor ablenken konnte. Dieser Treffer wirkte positiv auf das Spielgeschehen aus, denn das Heimteam fand nun merklich besser ins Spiel. Es lief bereits die 7. Minute als Youngster Harry Braillard – heute als Verteidiger eingesetzt –  zur zwei Tore-Führung traf. Dies ausgehend nach einem herrlichen Zuspiel von Ursin Thöny. Malans in der Folge nun klar die spielbestimmende Mannschaft, welche die St. Galler faktisch nur zur unbeliebten Defensivarbeit zwang. Es dauerte beinahe 12 Minuten bis Jonas Wittwer im Malanser Tor erstmals überhaupt ernsthaft geprüft worden ist. Das Spiel wurde immer gefälliger und auch die WaSa’ner kamen nun zu ihren Chancen. In der 16. Minute aber patzte die St. Galler Verteidigung sträflich, denn nach einer erneut guten und direkten Auslösung durch Hartmann, konnte Friolet alleine vor Dominic Jud den dritten Malanser Treffer erzielen. Dieser vermeintlich komfortable Vorsprung im aktuellen Skore hielt jedoch nur gerade eine Minute stand, ehe Waldkirch- St. Gallen wieder auf 3-1 verkürzte. Moreno Sonderegger der St. Galler Torschütze auf das Zuspiel von Joel Conzett. Kurz vor Drittelsende wurde der «alte» Abstand aber wiederhergestellt. Daniel Karlander nutzte einen Abpraller von Jud und traf unhaltbar zum 4-1 Pausenstand.

Wasa zu Beginn des Mittelabschnittes nun bedeutend stärker agierend, traten auch aggressiver in die Zweikämpfe und haben plötzlich auch Spielanteile, welche die Malanser Abwehr immer wieder herausforderte. Das spielerische Niveau aber beiderseitig zu diesem Zeitpunkt eher dürftig und für die Zuschauer wenig spektakulär. Viele Unkonzentriertheiten, Fehlzuspiele oder schlechte Ballannahmen prägten das Spielgeschehen weitgehend und die Malanser Feldüberlegenheit, wie noch in den ersten 20 Minuten, war wie weggewischt. Waldkirch roch nun die Lunte und kämpfte beherzt, liess das gewohnte Spielsystem der Alligatoren nicht wirklich aufkommen. Im Gegenteil, das Spieldiktat wechselte zunehmend die Seite und Wittwer musste mehrmals in höchster Not retten um das zwischenzeitliche Skore bei zu behalten. Die erhoffte Befreiung aus der WaSa’ner Umklammerung folgte aber aus Alligatorensicht doch noch, als Simon Nett auf Zuspiel von Oscar Eriksson-Elfsberg in der 37. Minute auf 5-1 erhöhen konnte. Wermutstropfen zum Gezeigten der Platzherren in diesem Abschnitt bleibt, dass sie durch die St. Galler Druckphase keine Gegentore hinnehmen mussten. So endete dieses «verkorkste» Mitteldrittel mit der 5-1 Führung für das Heimteam.

Die WaSa’ner blieben auch zu Beginn des dritten Drittels äussert unbequem und sie liessen den Alligatoren kaum Räume um ihr eigenes Spiel aufzuziehen. Die Tore fielen denn auch eher aus Fehlern seitens des Gegners. So auch in der 44. Minute, als Karlander nach einem St. Galler Ballverlust in der Defensivzone und dem Zuspiel von Eriksson-Elfsberg auf ein vorentscheidendes 6-1 erhöhen konnte. Das Spiel entwickelte sich in der Folge wieder etwas besser und auch die Alligatoren nahmen nun wieder mehr Fahrt auf. Die Zweikämpfe wurden jedoch härter und etwas emotionaler geführt, doch bislang duldeten die Schiedsrichter das Geschehen und pfiffen keine Strafen. Es lief bereits die 56. Spielminute bis Jud ein weiteres Mal hinter sich den Ball aus den Maschen holen musste. Topskorer Hartmann verwandelte einen gut getimten Flippass von Friolet direkt ins St. Galler Tor. Immer noch lief dieselbe Minute als auch die erste Strafe des Abends ausgesprochen werden musste. Es traf Yannick Angehrn wegen übertriebener Härte. Das Malanser Powerplay dauerte nur ein paar wenige Sekunden, ehe Friolet mit seinem Hattrick-Treffer (3 Tore / 1 Assist an diesem Abend!) das 8-1 besiegelte. Wiederum nur Bruchteile an Spielzeit später traf es auch Nino Vetsch, welcher dem Gastteam wegen einem Stossen ein zweiminütiges Powerplay ermöglichte. Auch die Gäste waren erfolgreich. Kurz vor Ende dieser Strafzeit, traf Chris Eschbach zum 8-2 Endresultat. Eine nochmalige Auszeit gegen Angehrn in der allerletzten Spielminute änderte am Skore aber nichts mehr. Die Alligatoren besiegen die Gäste aus St. Gallen letzten Endes klar und deutlich mit 8:2 und kumulieren somit drei wichtige Punkte, vor der dreiwöchigen WM Pause auf ihr Konto.

UHC Alligator Malans – UHC Waldkirch-St. Gallen 8:2 (4:1, 1:0, 3:1)
Meisterschaft Runde 12, Sporthalle Lust Maienfeld. 310 Zuschauer.
SR Gasser/Britschgi
Tore: 4. J. Friolet (D. Hartmann) 1:0. 7. H. Braillard (U. Thöny) 2:0. 16. J. Friolet (D. Hartmann) 3:0. 18. M. Sonderegger (J. Conzett) 3:1. 20. M. Karlander (S. Nett) 4:1. 37. S. Nett (O. Eriksson-Elfsberg) 5:1. 44. M. Karlander (O. Eriksson-Elfsberg) 6:1. 56. D. Hartmann (J. Friolet) 7:1. 57. J. Friolet (L. Veltsmid, Ausschluss Y. Angehrn) 8:1. 59. C. Eschbach 8:2.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Malans, 2mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen
Alligator Malans: Wittwer; Camenisch, Veltsmid; Gartmann, Obrecht; H. Braillard, Tromm; Eriksson-Elfsberg, Karlander, Nett; M. Holenstein, Vetsch, Buchli; Hartmann, Thöny, Friolet; Ersatz: Vogt, Tarnutzer, Bebi, Bärtschi.
Waldkirch-St. Gallen: Jud; Büsser, Meier; T. Mittelholzer, J. Eschbach; Sonderegger, Conzett; Jordan, R. Mittelholzer, Schiess; Conzett, von Pritzbuer, C. Eschbach; L. Holenstein, Angehrn, Rüegg; Ersatz; Schmied, Sutter, Possag, Büchel, Untersander, Gross.
Bemerkungen: Alligator Malans ohne Berry; Waldkirch-St. Gallen ohne Brunner, Wolf, Flüeler.
Beste Spieler: Jonas Wittwer für Malans, Tino von Pritzbuer für Waldkirch-St. Gallen

Text: Heinz Grass
Bild: Erwin Keller (Archiv)

Alligator Malans steht mit einer Galavorstellung im Cup-Halbfinal!

Alligator Malans zieht dank einer souveränen Leistung gegen den UHC Thun verdient in den Cup-Halbfinal ein. Sie besiegen müde und in allen Belangen stark überforderte Thuner vor 294 Zuschauern gleich mit einem «Stängeli» 10:4.

Für diesen Cup-Fight liessen sich die Thuner einiges einfallen. Einerseits übernachteten die Berner Oberländer nach ihrem Meisterschaftsspiel gegen Chur Unihockey (4:5) vom Vortag in einem Hotel in der Region und konnten sich dadurch der langen Anreisezeit entziehen und besser regenerieren. Andererseits fand in der eigenen MUR Sporthalle in Thun für die daheimgebliebenen Fans eine kleine Fanmeile «üsesbeizli – CupCombo» statt, bei welchem dieser Cup-Viertelfinal gemeinsam live mitverfolgt werden konnte.

Das Spiel begann wie es von den anwesenden Zuschauern auch erwartet wurde, mit spielerischen Vorteilen fürs Heimteam, wenn auch das Tempo zu Beginn noch eher gemächlich war. Nach drei Spielminuten tankte sich erstmals Topskorer Dan Hartmann durch die Thuner Verteidigung, scheiterte aber an Hüter Sven Körner. Doch bereits der nächste Angriff seitens der Bündner wurde dem Thuner Hüter dennoch zum Verhängnis. Malans-Söldner Daniel Karlander traf nach Zuspiel von Simon Nett zum 1-0. Das Heimteam blieb weiterhin spielbestimmend, erhöhte zunehmend den Druck und nur zwei Zeigerumdrehungen später, reüssierte Karlander mit dem zweiten Treffer gleich nochmals. Zuvor konnte Lukas Veltsmid auf einfachste Weise durch die Thuner Hintermannschaft marschieren und mit einem Blindpass zurück Karlander bedienen, welcher sich nicht zweimal bitten liess. Es lief erst die 9. Spielminute und schon hiess es 3-0 aus Sicht des Heimteams. Veltsmid feuerte einen seiner berüchtigt gezogenen Handgelenkschüsse ab und Körner wurde zum dritten Mal bezwungen. Doch damit nicht genug. Das Malanser-Schützenfest ging gnadenlos weiter. Erst traf Remo Buchli zum 4-0 welche die geschockte Thuner Coaching-Staff zum frühen Timeout veranlasste. Dann kurz darauf Riccardo Tarnutzer mit dem Doppelschlag zum 5-0! Gespielt waren zu diesem Zeitpunkt erst knappe 10 Spielminuten. Für Torhüter Körner war dies ein Treffer zuviel. Er liess sich durch Sven Wüthrich auswechseln. Das Malanser Power-Unihockey blieb weiterhin bestehen. Die Thuner Gäste kreuzten in der Folge nur sporadisch und gefährlich vor dem Gehäuse von Jonas Wittwer auf. Es lief bereits die 18. Minute und die Thuner verkürzten wie aus heiterem Himmel den Spielstand innert 6 (!) Sekunden mit zwei Toren durch Reto Graber und Florian Witschi zum zwischenzeitlichen 5-2. Das Gastteam hätte nach einem Fehlpass von Buchli kurz vor Drittelsende gar noch einen dritten Treffer erzielen können. Wittwer rettete aber in Extremis und verhinderte weiteres Ungemach. Mit dem komfortablen 3-Torevorsprung gings in die erste Pause.

Die Malanser waren auch zu Beginn des Mittelabschnittes die spielbestimmende Mannschaft. Sie drückten die Berner Oberländer stark in ihre eigene Zone zurück. Doch gefährlich für Wüthrich wurde es während den ersten Minuten in diesem Mitteldrittel nicht. Die Thuner haben ihre Defensivaufgaben gegenüber dem Startdrittel sichtlich verbessert und gesteigert. Die aufsässige Abwehrarbeit zahlte sich aus, den Malanser gelang vorerst weiterhin kein Treffer obschon das Geschehen beinahe einer Powerplay-Situation bei fünf gegen fünf Spielern ähnelte. Im Gegenteil, denn in der 29. Spielminute erzielte Nicolas Ammann auf Zuspiel von Michael Fankhauser vollends entgegen dem Spielverlauf gar den dritten Thuner Treffer. Die Alligatoren schalteten ab diesem Gegentreffer sichtlich wieder einen Gang höher und belagerten die Thuner Spielhälfte. Die Berner nur noch mit Abwehraufgaben beschäftigt und der sechste Malanser-Treffer war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Wüthrich im Thuner Tor konnte sich nach Abschlussversuchen der Malanser gleich mehrmals mit seinem Können auszeichnen. Der längst fällige und ersehnte Treffer fiel aber doch noch, wenn auch erst in der 38. Spielminute. Oscar Eriksson-Elfsberg netzte nach Zuspiel von Buchli direkt zum 6-3 ein. Trotz der sichtlichen Feldüberlegenheit gelang dem Heimteam nur gerade ein Treffer in diesem Spielabschnitt.

Das Einbahn-Unihockey nahm auch im dritten Drittel seinen gewohnten Fortgang. Thun im Grundsatz nur gefährlich nach Fehlern seitens der Malanser. Buchli erhöhte das Skore mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend in der 46. Minute auf ein vorentscheidendes 7-3. Und als derselbe Akteur nur zwei Zeigerumdrehungen später mit dem wohl schönsten Tor des Abends gar auf 8-3 erhöhen konnte, fiel die definitive Entscheidung über den Ausgang in diesem Viertelfinal. Tarnutzer mit einem herrlichen und präzisen Lobpass praktisch quer übers ganze Feld, welcher Buchli aus der Luft direkt und unhaltbar in die Maschen weiterleiten konnte. Danach schalteten die Platzherren wieder einen Gang zurück. Spielen und spielen lassen lautete das Motto der restlichen Spielzeit. Erst verkürzte in der 55. Minute Ammann mit seinem zweiten Treffer das Skore auf 8-4, ehe Nico Obrecht mit dem 9-4 den alten Spielabstand nur Sekunden später gleich wiederherstellte. Das Spiel zu diesem Zeitpunkt war längst entschieden. Es blieb nur noch die Frage, ob es den Alligatoren noch zu einem «Stängeli» reichen wird. Diese Frage wurde genau zwei Sekunden vor Spielende beantwortet. Markus Holenstein hämmerte backhand zum 10-4 in die Thuner Maschen und ist somit seinem Teamkollegen noch was schuldig. Die Alligatoren ziehen dank einer souveränen Leistung verdient in den Cup-Halbfinal ein.

Kommenden Dienstag, 20. November 2018, werden bereits die Halbfinal-Paarungen im Schweizer Cup sowie ausgelost. Die Ziehung erfolgt um 11.30 Uhr auf der Geschäftsstelle von swissunihockey in Ittigen/BE. Die Veranstaltung ist öffentlich und ohne Anmeldung zugänglich. Das Heimrecht geht jeweils an das erstgezogene Team. Der Halbfinal wird am Sonntag 13. Januar 2019 ausgetragen.

UHC Alligator Malans – UHC Thun 10:4 (5:2, 1:1, 4:1)
Schweizer Cup Viertelfinal, Sporthalle Lust Maienfeld. 294 Zuschauer.
SR Wehinger/Zurbuchen
Tore: 4. M. Karlander (S. Nett) 1:0. 6. M. Karlander (L. Veltsmid) 2:0. 9. L. Veltsmid (O. Eriksson-Elfsberg) 3:0. 10. R. Buchli 4:0. 10. R. Tarnutzer (D. Hartmann) 5:0. 18. Ret. Graber (L. Feiner) 5:1. 18. F. Witschi (T. Aebersold) 5:2. 29. N. Ammann (M. Fankhauser) 5:3. 38. O. Eriksson-Elfsberg (R. Buchli) 6:3. 46. R. Buchli (O. Eriksson-Elfsberg) 7:3. 48. R. Buchli (R. Tarnutzer) 8:3. 55. N. Ammann (M. Fankhauser) 8:4. 55. N. Obrecht (N. Vetsch) 9:4. 60. M. Holenstein (K. Bebi) 10:4
Strafen: Keine gegen Malans. Keine gegen Thun
Malans: Wittwer; Tarnutzer, Tromm; Camenisch, Veltsmid; Gartmann, Obrecht; Hartmann, Thöny, Friolet; Erikson-Elfsberg, Karlander, Nett; Holenstein, Bärtschi, Buchli. Ersatz: Vogt, Bebi, Vetsch.
Thun: Körner (ab 10. Wüthrich); Stulz, Feiner; Meier, Sigrist; Fankhauser, Bärtschi; Wettstein, Kropf, Reto Graber; Witschi, Scheuner, Aebersold; Zimmermann, Kummer, Simek; Ersatz: Remo Graber, Cebulla, Garbely, Ammann, Stöckli.
Bemerkungen: Malans ohne Berry, H.Braillard; Thun ohne Thomas, Obi, Beaud, Götti; 10. Timeout Thun; 10. Thun mit Torhüterwechsel;
Beste Spieler: Remo Buchli für Malans, Sven Wüthrich für Thun

Bericht: Heinz Grass
Bilder:  Erwin Keller

Beherzter Malanser Sieg in St. Gallen

Alligator Malans gewinnt auswärts gegen Waldkirch-St. Gallen dank guter Disziplin und enormen Kampfgeist mit 7:4 und festigt vor der Natipause ihre Tabellenposition auf Rang 4. Zur Schüsselstelle über den Ausgang dieser Partie zählt sicher die intakte, konzentrierte Defensivleistung, als die Malanser während mehr als acht Minuten in Unterzahl agierend keinen einzigen Gegentreffer hinnehmen mussten.

Die Malanser begannen diese Partie engagiert und konzentriert. Sie übernahmen denn auch postwendend das Spieldiktat. Die Matchuhr musste bereits nach 87 Sekunden erstmals nach dem Treffer von Lukas Veltsmid auf Simon Nett gestoppt werden. Zuvor bekamen die 329 Zuschauer an diesem Mittwochabend eine herrliche Ballstafette über mehrere Stationen seitens des Gastteams zu sehen. Dieser frühe Malanser Führung war dann auch zugleich ein Weckruf für die St. Galler. Das Spiel entwickelte sich in den ersten 10 Minuten beiderseitig äusserst engagiert, wobei beide Teams jeweils zu gefährlichen Abschlüssen kamen. Doch weitere Tore wollten zunächst noch keine folgen. Es lief bereits die 11. Spielminute, als die erste Strafe des Abends ausgesprochen wurde. David Gross wurde ein Stockschlag geahndet, was den Malansern ein erstes Powerplay ermöglichte. Dieses dauerte nur gerade mal 16 Sekunden, bis Gross wieder aufs Spielfeld zurückdurfte. Daniel Karlander vollendete das Zuspiel von Kevin Berry gekonnt mit dem 0-2. In der Folge kontrollierten die Alligatoren das Spiel weitgehend, doch die Platzherren kämpften beherzt gegen weitere Gegentreffer und kamen nun auch zunehmend besser ins Spiel. Luca Holenstein (Zwillingsbruder des Malansers Markus Holenstein) traf nach Zuspiel von Manuel Büsser zum 1-2 Anschlusstreffer. Dem Treffer ging eine grössere Druckphase der Wasaner im gegnerischen Slot voraus. In der 18. Spielminute musste Christoph Camenisch einen Schiedsrichterpfiff wohl überhört haben und spielte eine Auslösung. Diese musste mit zwei Strafminuten wegen vermeintlicher Spielverzögerung geahndet werden. Das folgende Powerplay der St. Galler wurde dann eine Zeigerumdrehung später erfolgreich mit dem Treffer zum 2-2 durch Tino von Pritzbuer auf Zuspiel des Topskorers Michael Schiess abgeschlossen. Dies war zugleich die letzte nennenswerte Aktion des Startdrittels und mit dem Gleichstand gings zum ersten Pausentee.

Das Mitteldrittel begann dann weiter mit äusserst aufsässigen Wasanern, doch die Alligatoren erhöhten nochmals den Druck und gewannen das Spieldiktat wieder in ihre Hände zurück. Der Lohn dieser Bemühungen folgte dann bereits in der 24. Minute, als Berry das schöne Zuspiel von Joel Friolet direkt in die St. Galler Maschen zum 2-3 abfeuerte. Waldkirch davon sichtlich geschockt, denn nur 25 Sekunden später war der zwei Toreabstand mit einer weiteren Direktabnahme von Ursin Thöny nach Zuspiel von Remo Buchli wieder Tatsache. Dennoch gab sich das Heimteam noch nicht auf und kämpfte unangenehm aus Sicht der Malanser Hintermannschaft, welche nun immer mehr gefordert wurde. Der erneute Anschlusstreffer liess denn auch nicht lange auf sich warten. In der 30. Minute traf Nicolas Jordan zum 3-4 Anschlusstreffer. Was nach diesem Treffer folgte waren vorneweg starke Emotionen auch unter den zahlreich angereisten Malanser-Fans. Die beiden Schiedsrichter zogen gestern Abend definitiv einen schlechten Tag ein. Ab der 32. Minute hagelte es zum Teil äusserts kleinlich und fraglich gepfiffene Strafen gegen die Alligatoren. Nino Vetsch (33. Minute), Friolet (35. Minute), Dan Hartmann (37. Minute) und Camenisch (38. Minute) wurden alle wegen vermeintlichen Stockschlägen zur Kühlbox beordert! Waldkirch konnte also während mehr als 8 Minuten stets in Überzahl agieren, davon während 72 Sekunden sogar in doppelter Überzahl. Auf der Gegenseite wurde hingegen alle fragwürdigen Aktionen von den Unparteiischen toleriert. Diese Auszeiten dürften klar zur Schlüsselstelle dieses Abends gezählt werden. Die Alligatoren liessen über die ganzen Unterzahl-Minuten keinen einzigen Gegentreffer zu. Die defensive und kräfteraubende Leistung der Malanser wurde mit der knappen 3-4 Führung zum Drittelsende belohnt.

Dank der neuen 15-Minuten Pausenzeit konnten die Batterien aber wieder aufgeladen werden. Die Alligatoren nahmen nun das Spiel völlig in ihre Hände. Nur 69 Sekunden nach Wiederanpfiff erhöhte Karlander auf Zuspiel von Oscar Elfsberg zum 3-5. St. Gallen hatte bis zu diesem Treffer im Schlussabschnitt noch keinen einzigen Ball berührt. Die Alligatoren liessen in der Folge den Ball gekonnt in ihren Reihen zirkulieren. St. Gallen kam nur nach Fehlern seitens der Malanser zu gefährlichen Aktionen, welche aber stets von Goalie Jonas Wittwer zunichte gemacht wurden.  Die Bemühungen der Alligatoren zahlten sich in der 48. Minute aus, als Elfsberg vorentscheidend zum 3-6 einnetzte. In der 53. Minute war die Hand der Schiedsrichter erneut wegen eines Stockschlags gegen die Malanser oben. Diesmal traf es Karlander, welcher zur Strafbank wandern musste. Er musste jedoch nicht die vollen zwei Minuten verharren. Von Pritzbuer verkürzte im Powerplay auf 4-6 und brachte Waldkirch wieder ins Spiel zurück. Dieser Treffer verlieh dem Heimteam nochmals Aufwind und das Spielgeschehen glich sich in der Folge wieder aus. Es lief bereits die 57. Minute als nun auch ein St. Galler auf die Strafbank geschickt wurde. Michael Sutter musste wegen eines Handspiels bestraft werden. Auch das zweite Malanser Überzahlspiel wurde von Erfolg gekrönt. Veltsmid traf nach Zuspiel von Camenisch zum 4-7 und stellte den drei-Tore Vorsprung somit wieder her. Die St. Galler Coaching-Staff hatte genug gesehen und sie nahmen nun das Timeout. Die restliche Spielzeit wurde danach Torhüter Raphael Schmied mehrheitlich durch einen weiteren Feldspieler ersetzt. Die St. Galler gaben aber den nummerischen Vorteil in der 59. Minute gleich wieder aus der Hand. Schiess wurde wegen eines überharten Vergehens auf die Strafbank geschickt. Am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr. Die Alligatoren gewinnen dieses Spiel letzten Endes verdient. Dies dank einer grossen gezeigten Disziplin vorab während der Strafenflut im Mitteldrittel, als sie konzentriert und ruhig geblieben sind.
Mit 5 Siegen und 14 Punkten nach 7 Spielen im Gepäck können die Malanser nun in die zweieinhalb wöchige Natipause gehen. Am 27. Oktober geht’s mit dem Bündner-Derby gegen Chur Unihockey (19:00 Uhr, Lust Maienfeld) weiter.

UHC Waldkirch-St. Gallen – UHC Alligator Malans 4:7 (2:2, 1:2, 1:3)
Sporthalle Tal der Demut, St. Gallen. 329 Zuschauer. SR Gasser/Britschgi.
Tore: 2. Veltsmid (Nett) 0:1. 11. Karlander (Berry, Ausschluss Gross) 0:2. 17. L. Holenstein (Büsser) 1:2. 19. von Pritzbuer (Jordan, Ausschluss Camenisch) 2:2. 24. Berry (Friolet) 2:3. 25. Thöny (Buchli) 2:4. 30. Jordan (Schiess) 3:4. 42. Karlander (Eriksson-Elfsberg) 3:5. 48. Eriksson-Elfsberg (Veltsmid) 3:6. 54. von Pritzbuer (Schiess, Ausschluss Karlander) 4:6. 58. Veltsmid (Camenisch, Ausschluss Sutter) 4:7.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen. 6mal 2 Minuten gegen Alligator Malans.
Waldkirch-St. Gallen: Schmied; T. Mittelholzer, Meier; Sutter, J. Eschbach, J. Conzett, Büsser; Jordan, von Pritzbuer, Schiess; N. Conzett, R. Mittelholzer, C. Eschbach; Angehrn, L. Holenstein, Gross; Bischofberger; Soderegger, Büchel; Flüeler, Untersander, Possag.
Alligator Malans: Wittwer; H. Braillard, Obrecht; Camenisch, Veltsmid; Berry, Tromm; M. Holenstein, Thöny, Buchli; Eriksson-Elfsberg, Karlander, Nett; Hartmann, Friolet, Vetsch; Vogt, Gartmann, Tarnutzer, Bebi, Bärtschi.
Bemerkungen: Waldkirch-St.Gallen ohne Jud, Wolf, Rüegg, Brunner; 58. Timeout Waldkirch-St.Gallen. Ab 58. Waldkirch-St.Gallen mehrheitlich ohne Torhüter.
Beste Spieler: Tino von Pritzbuer für Waldkirch-St. Gallen, Kevin Berry für Alligator Malans

Geschäftsstellen Alligator Malans geschlossen.

Infolge Ferienabwesenheit bleibt die Geschäftsstelle von Alligator Malans zwischen dem Sonntag 08. Juli 2018, bis und mit Sonntag 15. Juli 2018 geschlossen.

Während dieser Zeit werden keine Telefonate entgegen genommen oder Emails beantwortet.

Ab Montag 16. Juli 2018 sind wir wieder für Sie da.

Wir danken für Ihre Kenntnisnahme und das Verständnis.

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