ALLIGATOR MALANS

Beherzter Malanser Sieg in St. Gallen

Alligator Malans gewinnt auswärts gegen Waldkirch-St. Gallen dank guter Disziplin und enormen Kampfgeist mit 7:4 und festigt vor der Natipause ihre Tabellenposition auf Rang 4. Zur Schüsselstelle über den Ausgang dieser Partie zählt sicher die intakte, konzentrierte Defensivleistung, als die Malanser während mehr als acht Minuten in Unterzahl agierend keinen einzigen Gegentreffer hinnehmen mussten.

Die Malanser begannen diese Partie engagiert und konzentriert. Sie übernahmen denn auch postwendend das Spieldiktat. Die Matchuhr musste bereits nach 87 Sekunden erstmals nach dem Treffer von Lukas Veltsmid auf Simon Nett gestoppt werden. Zuvor bekamen die 329 Zuschauer an diesem Mittwochabend eine herrliche Ballstafette über mehrere Stationen seitens des Gastteams zu sehen. Dieser frühe Malanser Führung war dann auch zugleich ein Weckruf für die St. Galler. Das Spiel entwickelte sich in den ersten 10 Minuten beiderseitig äusserst engagiert, wobei beide Teams jeweils zu gefährlichen Abschlüssen kamen. Doch weitere Tore wollten zunächst noch keine folgen. Es lief bereits die 11. Spielminute, als die erste Strafe des Abends ausgesprochen wurde. David Gross wurde ein Stockschlag geahndet, was den Malansern ein erstes Powerplay ermöglichte. Dieses dauerte nur gerade mal 16 Sekunden, bis Gross wieder aufs Spielfeld zurückdurfte. Daniel Karlander vollendete das Zuspiel von Kevin Berry gekonnt mit dem 0-2. In der Folge kontrollierten die Alligatoren das Spiel weitgehend, doch die Platzherren kämpften beherzt gegen weitere Gegentreffer und kamen nun auch zunehmend besser ins Spiel. Luca Holenstein (Zwillingsbruder des Malansers Markus Holenstein) traf nach Zuspiel von Manuel Büsser zum 1-2 Anschlusstreffer. Dem Treffer ging eine grössere Druckphase der Wasaner im gegnerischen Slot voraus. In der 18. Spielminute musste Christoph Camenisch einen Schiedsrichterpfiff wohl überhört haben und spielte eine Auslösung. Diese musste mit zwei Strafminuten wegen vermeintlicher Spielverzögerung geahndet werden. Das folgende Powerplay der St. Galler wurde dann eine Zeigerumdrehung später erfolgreich mit dem Treffer zum 2-2 durch Tino von Pritzbuer auf Zuspiel des Topskorers Michael Schiess abgeschlossen. Dies war zugleich die letzte nennenswerte Aktion des Startdrittels und mit dem Gleichstand gings zum ersten Pausentee.

Das Mitteldrittel begann dann weiter mit äusserst aufsässigen Wasanern, doch die Alligatoren erhöhten nochmals den Druck und gewannen das Spieldiktat wieder in ihre Hände zurück. Der Lohn dieser Bemühungen folgte dann bereits in der 24. Minute, als Berry das schöne Zuspiel von Joel Friolet direkt in die St. Galler Maschen zum 2-3 abfeuerte. Waldkirch davon sichtlich geschockt, denn nur 25 Sekunden später war der zwei Toreabstand mit einer weiteren Direktabnahme von Ursin Thöny nach Zuspiel von Remo Buchli wieder Tatsache. Dennoch gab sich das Heimteam noch nicht auf und kämpfte unangenehm aus Sicht der Malanser Hintermannschaft, welche nun immer mehr gefordert wurde. Der erneute Anschlusstreffer liess denn auch nicht lange auf sich warten. In der 30. Minute traf Nicolas Jordan zum 3-4 Anschlusstreffer. Was nach diesem Treffer folgte waren vorneweg starke Emotionen auch unter den zahlreich angereisten Malanser-Fans. Die beiden Schiedsrichter zogen gestern Abend definitiv einen schlechten Tag ein. Ab der 32. Minute hagelte es zum Teil äusserts kleinlich und fraglich gepfiffene Strafen gegen die Alligatoren. Nino Vetsch (33. Minute), Friolet (35. Minute), Dan Hartmann (37. Minute) und Camenisch (38. Minute) wurden alle wegen vermeintlichen Stockschlägen zur Kühlbox beordert! Waldkirch konnte also während mehr als 8 Minuten stets in Überzahl agieren, davon während 72 Sekunden sogar in doppelter Überzahl. Auf der Gegenseite wurde hingegen alle fragwürdigen Aktionen von den Unparteiischen toleriert. Diese Auszeiten dürften klar zur Schlüsselstelle dieses Abends gezählt werden. Die Alligatoren liessen über die ganzen Unterzahl-Minuten keinen einzigen Gegentreffer zu. Die defensive und kräfteraubende Leistung der Malanser wurde mit der knappen 3-4 Führung zum Drittelsende belohnt.

Dank der neuen 15-Minuten Pausenzeit konnten die Batterien aber wieder aufgeladen werden. Die Alligatoren nahmen nun das Spiel völlig in ihre Hände. Nur 69 Sekunden nach Wiederanpfiff erhöhte Karlander auf Zuspiel von Oscar Elfsberg zum 3-5. St. Gallen hatte bis zu diesem Treffer im Schlussabschnitt noch keinen einzigen Ball berührt. Die Alligatoren liessen in der Folge den Ball gekonnt in ihren Reihen zirkulieren. St. Gallen kam nur nach Fehlern seitens der Malanser zu gefährlichen Aktionen, welche aber stets von Goalie Jonas Wittwer zunichte gemacht wurden.  Die Bemühungen der Alligatoren zahlten sich in der 48. Minute aus, als Elfsberg vorentscheidend zum 3-6 einnetzte. In der 53. Minute war die Hand der Schiedsrichter erneut wegen eines Stockschlags gegen die Malanser oben. Diesmal traf es Karlander, welcher zur Strafbank wandern musste. Er musste jedoch nicht die vollen zwei Minuten verharren. Von Pritzbuer verkürzte im Powerplay auf 4-6 und brachte Waldkirch wieder ins Spiel zurück. Dieser Treffer verlieh dem Heimteam nochmals Aufwind und das Spielgeschehen glich sich in der Folge wieder aus. Es lief bereits die 57. Minute als nun auch ein St. Galler auf die Strafbank geschickt wurde. Michael Sutter musste wegen eines Handspiels bestraft werden. Auch das zweite Malanser Überzahlspiel wurde von Erfolg gekrönt. Veltsmid traf nach Zuspiel von Camenisch zum 4-7 und stellte den drei-Tore Vorsprung somit wieder her. Die St. Galler Coaching-Staff hatte genug gesehen und sie nahmen nun das Timeout. Die restliche Spielzeit wurde danach Torhüter Raphael Schmied mehrheitlich durch einen weiteren Feldspieler ersetzt. Die St. Galler gaben aber den nummerischen Vorteil in der 59. Minute gleich wieder aus der Hand. Schiess wurde wegen eines überharten Vergehens auf die Strafbank geschickt. Am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr. Die Alligatoren gewinnen dieses Spiel letzten Endes verdient. Dies dank einer grossen gezeigten Disziplin vorab während der Strafenflut im Mitteldrittel, als sie konzentriert und ruhig geblieben sind.
Mit 5 Siegen und 14 Punkten nach 7 Spielen im Gepäck können die Malanser nun in die zweieinhalb wöchige Natipause gehen. Am 27. Oktober geht’s mit dem Bündner-Derby gegen Chur Unihockey (19:00 Uhr, Lust Maienfeld) weiter.

UHC Waldkirch-St. Gallen – UHC Alligator Malans 4:7 (2:2, 1:2, 1:3)
Sporthalle Tal der Demut, St. Gallen. 329 Zuschauer. SR Gasser/Britschgi.
Tore: 2. Veltsmid (Nett) 0:1. 11. Karlander (Berry, Ausschluss Gross) 0:2. 17. L. Holenstein (Büsser) 1:2. 19. von Pritzbuer (Jordan, Ausschluss Camenisch) 2:2. 24. Berry (Friolet) 2:3. 25. Thöny (Buchli) 2:4. 30. Jordan (Schiess) 3:4. 42. Karlander (Eriksson-Elfsberg) 3:5. 48. Eriksson-Elfsberg (Veltsmid) 3:6. 54. von Pritzbuer (Schiess, Ausschluss Karlander) 4:6. 58. Veltsmid (Camenisch, Ausschluss Sutter) 4:7.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen. 6mal 2 Minuten gegen Alligator Malans.
Waldkirch-St. Gallen: Schmied; T. Mittelholzer, Meier; Sutter, J. Eschbach, J. Conzett, Büsser; Jordan, von Pritzbuer, Schiess; N. Conzett, R. Mittelholzer, C. Eschbach; Angehrn, L. Holenstein, Gross; Bischofberger; Soderegger, Büchel; Flüeler, Untersander, Possag.
Alligator Malans: Wittwer; H. Braillard, Obrecht; Camenisch, Veltsmid; Berry, Tromm; M. Holenstein, Thöny, Buchli; Eriksson-Elfsberg, Karlander, Nett; Hartmann, Friolet, Vetsch; Vogt, Gartmann, Tarnutzer, Bebi, Bärtschi.
Bemerkungen: Waldkirch-St.Gallen ohne Jud, Wolf, Rüegg, Brunner; 58. Timeout Waldkirch-St.Gallen. Ab 58. Waldkirch-St.Gallen mehrheitlich ohne Torhüter.
Beste Spieler: Tino von Pritzbuer für Waldkirch-St. Gallen, Kevin Berry für Alligator Malans

Ungefährdete drei Punkte gegen Thun

Alligator Malans kehrt nach zwei Niederlagen auf die Siegerstrasse zurück. Gegen den UHC Thun war bereits früh klar, dass die drei Punkte in Maienfeld bleiben.

Die Alligatoren nahmen das Spiel gegen den UHC Thun von Beginn weg in die eigenen Hände. Dies zahlte sich bereits früh aus. In der dritten Minute eroberte Markus Holenstein in der offensiven Zone den Ball von einem Thuner, legte quer auf Ursin Thöny und dieser liess sich nicht zwei Mal bitten und traf zum 1:0. Doch nur 40 Sekunden später zeigten die Berner Oberländer eine Reaktion. David Simek, der Thuner Topskorer wurde im Slot angespielt und glich zum 1:1 aus. Die Alligatoren waren je länger das Drittel dauerte desto überlegener. Wenn die erste Formation rund um Topskorer Dan Hartmann auf dem Feld stand, waren die Alligatoren fast zu 100 Prozent im Ballbesitz und liessen den Ball gut laufen. In der 12. Minute gingen die Malanser aufgrund der Spielanteile nicht unverdient mit 2:1 in Führung. Nino Vetsch reagierte nach einem hohen Ball am schnellsten, brachte den Ball in die Mitte und dort schob Hartmann ein. Kurz darauf ein Schreckmoment: Lukas Veltsmid bleibt nach einem Zusammenprall liegen und schien sich – so sah es zumindest im ersten Moment aus – schwerer verletzt zu haben. Doch scheinbar war dem nicht so, denn bereits im nächsten Einsatz seiner Formation stand er wieder auf dem Feld. Auch spielerisch lief im ersten Drittel aber noch einiges. Nach einem ganz starken Auswurf von Malans-Torhüter Jonas Wittwer entstand eine zwei gegen eins Situation, die Oscar Eriksson-Elfsberg nach Vorarbeit von Simon Nett zum 3:1 nutzte. Kurz darauf musste Elfsberg dann noch auf der Strafbank Platz nehmen, da er einen Thuner unsanft zu Fall brachte.

So begannen die Malanser das Mitteldrittel in Unterzahl. Es folgte aber nicht etwa der Anschlusstreffer, sondern die Malanser konnten kontern und erzielten durch Hartmann ihren vierten Treffer. Die beiden Teams boten den Zuschauer einiges. Die Alligatoren kombinierten sich immer wieder schön durch die Thuner Abwehr, die Thuner sorgten mit ihren schnellen Kontern und ihrer kämpferischen Einstellung ebenfalls für Spektakel. Ausserdem suchten die Gäste stets schnörkellos den Weg zum Tor. So auch in der 25. Minute, als Stulz nach einem Bogenlauf von hinter dem Malanser Tor den Ball Richtung Tor brachte, wo Wettstein ihn zum 4:2 einschob. In der 30. Minute übertrieb es ein Thuner dann etwas mit kämpferischem Einsatz. Er brachte Remo Buchli mit einem Stossen zu Fall und erhielt dafür zwei Strafminuten. Allerdings konnten die Alligatoren in ihrem Überzahlspiel nicht wirklich glänzen, sodass es beim Spielstand von 4:2 blieb. In der 33. Minute gelang es Alligator aber dennoch die drei-Tore-Führung wieder herzustellen, Buchli traf aus kurzer Distanz.

Im dritten Abschnitt geriet der Malanser Sieg nie mehr in Gefahr. Zu souverän spielte das Heimteam. Alligator kam auch im dritten Drittel zu den besseren Torchancen und war weiterhin das spielbestimmende Team. Tore gab es aber lange Zeit keine mehr zu bestaunen. So stand es auch nach 50 Minuten noch 5:2. In der 52. Minute fiel der sechste Malanser Treffer dann doch noch. Torschütze war aus relativ kurzer Distanz Daniel Karlander, der sich somit nach seiner Verletzungspause gleich mit einem Tor zurückmeldete. Erneut die Formation um Karlander war dann in der 55. Minute auch für den siebten und letzten Malanser Treffer besorgt. Simon Nett traf mit einem satten Schuss nach Vorarbeit von Karlander.

UHC Alligator Malans – UHC Thun 7:2 (3:1, 2:1, 2:0)
MZH Lust Maienfeld, 348 Zuschauer. SR Preisig/Schädler
Tore: 3. Thöny (Holenstein) 1:0, 4. Simek (Zimmermann) 1:1, 12. Hartmann (Vetsch) 2:1, 12. Eriksson-Elfsberg (Nett) 3:1, 21. Hartmann (Tromm) 4:1, 25. Wettstein (Stulz) 4:2, 33. Buchli (Obrecht) 5:2, 52. Karlander (Eriksson-Elfsberg) 6:2, 55. Nett (Karlander) 7:2
Strafen: 2×2 gegen Alligator, 1×2 gegen Thun
Alligator Malans: Vogt; Gartmann, Veltsmid; Berry, Tromm; Braillard, Obrecht; Vetsch, Hartmann, Friolet ; Bärtschi (ab 33. Karlander), Eriksson-Elfsberg, Nett; Holenstein, Thöny, Buchli
Ersatz: Vogt, Tarnutzer, Bebi Abwesend: Camenisch (Schule)
UHC Thun: Körner; Meier, Stulz,; Bärtschi, Siegrist; Fankhauser, Feiner; Zimmermann, Wettstein, Simek; Witschi, Graber, Aebersold; Scheuner, Kummer, Garbely.
Ersatz: Wanzenried, Gött, Graber, Cebulla, Stöckli
Bemerkungen: 55. Timeout Thun.
Beste Spieler: Veltsmid für Alligator Malans, Wettstein für UHC Thun

Alligator verliert Abwehrschlacht

GC gewinnt eine äusserst taktisch geprägte Partie gegen Alligator mit 4:1. Die Malanser scheiterten immer wieder an der starken Zürcher Hintermannschaft oder am eigenen offensiven Unvermögen.

Es war nicht das ganz grosse Offensivspektakel, dass GC und Alligator im ersten Abschnitt dieser Partie ablieferten. Das Spiel war in der Startphase enorm taktisch geprägt und erinnerte zeitenweise mehr an ein Schach- denn an ein Unihockeyspiel. Ein erster Schachzug offenbarte sich bereits bei der Aufstellung der beiden Trainer. Malans auf der einen Seite trat mit veränderten Offensiv-Formationen im Vergleich zu den letzten Spielen an. Simon Nett und Oscar Eriksson-Elfsberg spielten in der ersten Formation zusammen mit Remo Buchli, während Harry Braillard in die zweite Linie aufrückte und dort mit Dan Hartmann und Joel Friolet spielte. Die dritte Linie bildete Ursin Thöny zusammen mit Nino Vetsch und Markus Holenstein. GC auf der anderen Seite trat zu Beginn nur mit zwei Formationen an, bevor dann ab der zehnten Minute auch die Zürcher mit drei Linien agierten. Beide Teams spielten äusserst diszipliniert. Und wenn bei einem der beiden Teams dann doch einmal das vorhandene Offensiv-Potential aufblitze, waren die beiden Torhüter Pascal Meier und Jonas Wittwer zur Stelle. Für Malans-Torhüter Wittwer war die Partie übrigens eine ganz spezielle, spielte er doch lange Zeit für den Gegner. Nach 20 Minuten hatten die Zuschauer in der Hardau noch keine Tore zu Gesicht bekommen. Den Trainern dürfte das Spiel allerdings nicht schlecht gefallen haben. Apropos Trainer: Vor Ort war auch der Schweizer Nati-Trainer David Jansson, der wohl ein Auge auf die zahlreichen Nationalspieler der beiden Teams warf.

Ein ähnliches Bild wie im ersten Drittel bot sich den Zuschauern auch im zweiten Abschnitt. Mit dem Unterschied, dass die Alligatoren nun nicht mehr zu allzu vielen Grosschancen kam. Zwar trugen die Malanser einige schöne Kombination vor, aber häufig übernahm schliesslich keiner die Verantwortung für den Abschluss. Dies wäre nicht weiter tragisch gewesen, wenn GC auf der anderen Seite nicht in der 24. Minute das Skore eröffnet hätte. Tobias Heller erhielt auf der linken Angriffsseite zu viel Platz und nutzte diesen für einen gut platzierten Handgelenkschuss. In der 30. Minute verschärfte sich die Situation für die Alligatoren weiter. Christoph Meier mit dem Auge für den in den Slot laufenden Joel Rüegger. Dieser liess sich nicht zwei Mal bitten und erhöhte das Verdikt auf 2:0. In der 37. Minute erhielten die Malanser dann die Chance, wieder Anschluss in dieser Partie zu finden. Meier musste wegen eines Bodenspiels während zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen. Das Powerplay der Alligatoren allerdings äusserst harmlos. Kein einziger Abschluss fand den Weg auf das Tor von Pascal Meier im GC-Tor. Stattdessen lagen die Malanser kurz vor Ende des zweiten Drittels plötzlich mit drei Längen hinten. Emil Julkunen hat im Slot die Zeit auf den auf der linken Seite völlig freistehenden Roberto Vizzini zu spielen. Dieser hatte keine Mühe, den Ball im Malanser Tor unterzubringen.

Die Alligatoren starteten mit zwei Formationen in den Schlussabschnitt. Wirklich gefährlich waren die Malanser aber auch zu Beginn des letzten Drittels nicht. GC agierte defensiv weiterhin äusserst souverän. In der 45. Minute erhielten die Alligatoren zum zweiten Mal in diesem Spiel etwas mehr Platz auf dem Feld. Michael Zürcher musste für zwei Minuten auf die Strafbank. Erneut war das Powerplay der Alligatoren aber harmlos. Und so hatte das 3:0 auch nach 50 gespielten Minuten noch Bestand. Die Malanser mussten in der Folge zunehmend mehr riskieren und versuchten mit einem deutlich aggressiveren Pressing Fehler in der Zürcher Hintermannschaft zu provozieren. Die Alligatoren suchten zudem deutlich häufiger den Abschluss. Gefährlich wurde es weiterhin selten. Und so verstrich Minute für Minute, ohne dass sich am Ergebnis auf der Anzeigetafel etwas änderte. In der 57. Minute war die Partie dann endgültig entschieden, da Nett auf der Strafbank Platz nehmen musste. Die Alligatoren riskierten zwar noch alles und nahmen bereits in Unterzahl den Torhüter raus. Bereits nach wenigen Sekunden bei fünf gegen fünf erzielte Rüegger auf Pass von Meier aber das 4:0. Kurz vor Schluss gelang den Malanser durch Joel Friolet dann doch noch der Ehrentreffer.

GC Zürich – UHC Alligator Malans 4:1 (0:0, 3:0, 1:1)
Sporthalle Hardau Zürich, SR Wehinger/Zurbuchen.
Tore: 24. T. Heller (C. Meier) 1:0. 30. J. Rüegger (C. Meier) 2:0. 40. R. Vizzini (E. Julkunen) 3:0. 58. J. Rüegger (C. Meier) 4:0. 60. J. Friolet (R. Buchli) 4:1

Strafen: 2×2 Minuten gegen GC Zürich, 1×2 Minuten gegen UHC Alligator Malans
GC Zürich: Meier; Heller, Graf; Vizzini, Zürcher; Bier, Mock; Laely, C.Meier, Rüegger; Zolliker, Laubscher, Julkunen; Pedolin, Göldi, Wenk, Ersatz/Abwesend: Lemke, Steiger, Stocker Unternährer, Reusser, Scalvinoni, Berlinger

Alligator Malans: Wittwer; Camenisch, Veltsmid; Berry, Tromm; Gartmann, Obrecht; Buchli, Elfsberg, Nett; D. Hartmann, H. Braillard, Friolet; Holenstein, Thöny, Vetsch; Ersatz: Vogt, Tarnutzer, Bebi, Bärtschi Verletzt: Karlander,
Beste Spieler: Lukas Veltsmid für Alligator Malans, Pascal Meier für GC Zürich

Das Spiel aus den Händen gegeben

Trotz einem überzeugenden Beginn mit deutlicher Überlegenheit geht Alligator als Verlierer aus dem Spiel gegen die Unihockey Tigers Langnau. Zwei Tore im Powerplay und eine markante Steigerung brachten die Tigers nach Spielhälfte zurück ins Spiel, worauf Malans die sicher geglaubten Punkte plötzlich entglitten.

Das Endergebnis von 4:6 war nach den ersten 40 Minuten nicht so zu erwarten. Im ersten Drittel waren die Malanser drückend überlegen und dominierten die Gäste. Die Bündner liessen den Gegner dank überzeugendem Zweikampfverhalten nicht ins Spiel kommen. Die Malanser Vorteile waren aber auch spielerischer Natur: Nachdem das 1:0 durch Hartmann, das nach einem rasch ausgeführten Freistoss fiel, entstanden die anderen beiden Tore des Startdrittels aus dem Spiel heraus. Der Torschütze war aber jeweils derselbe. Dan Hartmann gelang ein lupenreiner Hattrick: Einen Penalty nach einem Foul an Braillard verwandelte er souverän, den dritten Treffer erzielte Hartmann nach einer raschen Balleroberung und einem mustergültigen Konter der zweiten Sturmreihe.

Das zweite Drittel begann mit einer Strafe gegen Alligator. Das Powerplay der Tigers war erst fehlerhaft, kurz vor Ende der Strafe aber erfolgreich. Malans liess sich davon aber nicht beirren und suchte weiterhin aus einer kontrollierten Defensive und einer kreativen Offensive sein Glück. In der 30. Spielminute profitierte Hartmann von einem Fauxpas von Tigers-Torhüter Siegenthaler, der den Ball hektisch ausspielte und ihm den vierten persönlichen Treffer auf dem Silbertablett servierte. Nun wurde das Spiel offensiv etwas ausgeglichener, es gab Chancen auf beiden Seiten. Malans hätte sich in dieser Phase mit einer besseren Chancenauswertung eine gute Ausgangslage schaffen können. Aber es kam anders, die Tigers fanden nach der zweiten Strafe gegen Malans (Camenisch mit überhartem Körpereinsatz) zurück ins Spiel. 12 Sekunden später stand es aus Malanser Sicht nur noch 4:2. Nach diesem Tor und einigen personellen Anpassungen wurden die Tigers nun deutlich gefährlicher und boten den Alligatoren nun die Stirn. Das Spiel wurde attraktiv und war hart umkämpft. Die Wende im Spiel kam in der 45. Minute durch einen Malanser Ballverlust in der Mittelzone und einem routinierten Abschluss von Flühmann. Plötzlich war der Mut der zuvor höchst verunsicherten Emmentaler in der Halle spürbar. Denn obwohl Eriksson-Elfsberg noch den Pfosten traf und der Emmentaler Topskorer Gfeller eine kleine Strafe verbüssen musste – das Spiel lief jetzt für die Tigers: Eine einstudierte Freistossvariante führte zum 4:4. Vor allem der erste Block der Emmentaler spielte sich in einen Rausch und sorgte für Druck und Tore. Nach einem Timeout bündelte und fokussierte Malans nochmals seine Kräfte für die Schlussphase. Nach einem hohen Stock und einem daraus resultierenden Penalty der Gäste war das Spiel für Malans aber gelaufen.

Die Malanser mussten somit eine vermeidbare erste Saisonniederlage einstecken. Vermeidbar deshalb, weil der Faden nach einem spielerisch und kämpferisch derart dominanten Startdrittel verloren ging. Highlights

Text: Thomas Rentsch

UHC Alligator Malans – Unihockey Tigers Langnau 4:6 (3:0, 1:2, 0:4)
MZH Lust Maienfeld, 315 Zuschauer. SR Preisig/Schädler
Tore: 5. Hartmann (Berry) 1:0, 15. Hartman (Penalty) 2:0, 17. Hartmann (Friolet) 3:0, 24. Glauser (Gfeller, Ausschluss Thöny) 3:1, 30. Hartmann 4:1, 33. Flühmann (Glauser, Ausschluss Camenisch) 4:2, 45. Flühmann (Gfeller) 4:3, 53. Gfeller (Flühmann) 4:4, 57. Kropf (Flühmann) 4:5, 60. Kisugite (Penalty) 4:6.

Strafen: je 2 mal 2 Minuten
Unihockey Tigers Langnau: Jürg Siegenthaler; Stefan Siegenthaler, Meister; Beer Mosimann; Langenegger, Schlegel; Guggisberg, Steiner, Kropf; Aeschlimann, Ruch, Kisugite; Engel, Mayer, Gfeller.

Ersatz: Stern, Jakob, Strohl, Glauser, Flühmann.
Alligator Malans: Vogt; Camenisch, Veltsmid; Berry, Tromm; Gartmann, Obrecht; Buchli, Erikson-Elfsberg, Nett; Thöny, Hartmann, Friolet; Holenstein, H.Braillard, Vetsch;

Ersatz: Wittwer, Tarnutzer, Bebi, Bärtschi Verletzt: Karlander
Bemerkungen: 58. Timeout Malans. Pfostenschüsse: 13. Camenisch, 14. Buchli, 46. Eriksson-Elfsberg. Malans ab 58. ohne Torhüter.

Beste Spieler:  Hartmann für Alligator Malans, Gfeller für Unihockey Tigers Langnau

 

 

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