ALLIGATOR MALANS

Vorverkauf fürs erste Heimspiel eröffnet

Die Daten der  Playoff-Viertelfinals stehen fest! Unser erstes Heimspiel findet am Samstag 2.März in der Turnhalle Lust in Maienfeld statt. Ab 16.30 werden die beiden Bündner Klubs ein erstes Mal die Klingen kreuzen. Der Vorverkauf für diese Partie ist bereits eröffnet.

Etwas ganz spezielles wird auch die vierte Playoff-Partie. Diese im Thomas Domenig Hallenstadion in Chur ausgetragen und von SRF live übertragen!

Alle Daten des Derby:
02.03.19: Malans – Chur, 16.30 Uhr, Heimspiel
03.03.19: Chur – Malans, 18.00 Uhr,
09.03.19: Malans – Chur, 17.00 Uhr, Heimspiel
16.03.19: Chur – Malans, 17.00 Uhr
17.03.19: Malans – Chur, 17.00 Uhr (evtl.), Heimspiel
22.03.19: Chur – Malans, 20.00 Uhr (evtl.)
24.03.19: Malans – Chur, 17.00 Uhr (evtl.), Heimspiel

Malans bereit für die Playoffs

Im letzten Spiel der Qualifikation zeigte sich Alligator Malans bereits in Playoff-Form. Mit einem 8:4-Sieg gegen Floorball Köniz schlossen die Herrschäftler die Vorrunde auf dem vierten Rang ab.

Nachdem die Alligatoren gestern auswärts bei Wiler in extremis verloren hatten (das 3:2 für Wiler fiel mit der Schlusssirene) mussten Malans heute gegen den Tabellendritten aus Köniz im Heimspiel dringend gewinnen, um nicht Gefahr zu laufen, das Heimrecht in der letzten Runde noch an Chur oder Uster zu verlieren.

Doch die Malanser liessen in dieser Partie nichts anbrennen. Anders als am Samstag geriet der Sieg gegen die Berner nie in Gefahr. Das Fundament für den Sieg legte Alligator bereits im Startdrittel. Die Herrschäftler spielten mutig nach vorne und kamen auch immer wieder zu guten Abschlüssen. Mit einem beruhigenden 3:0-Vorsprung konnte man in die erste Pause gehen. Getroffen hatten Camenisch, Veltsmid (wie so häufig mit einem platzierten Handgelenkschuss) und Eriksson-Elfsberg mit einem satten Schuss in der 17. Minute. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, war Malans doch das aktivere Team mit mehr gefährlichen Torszenen. Die Könizer taten sich im ersten Abschnitt vor allem auch schwer mit dem Malanser Pressing und fanden noch nicht wirklich ins Spiel. Ab dem Mitteldrittel gestaltete sich die Partie dann ausgeglichener. Nach einem Holperball in der 23. Minute verkürzte Iiskola Volley auf 3:1. Doch in der 34. Minute fasste sich der tschechische Internationale Lukas Veltsmid ein Herz und stellte mit einem platzierten Handgelenkschuss den drei-Tore-Vorsprung wieder her. Veltsmid sorgte mit einem tiefen Schuss in Richtung Tor in Überzahl dann auch gleich dafür, dass die Malanser ihren Vorsprung in der 45. Minute weiter ausbauen konnten. Buchli lenkte vor dem Tor sehenswert ab. Danach verkürzte Köniz zwar noch bis zur 56. Minute noch auf 6:3 und erhöhte in der Schlussphase den Druck auf Jonas Wittwer im Malanser Tor. Am Ende sicherten sich die Alligatoren aber mit einem 8:4 doch deutlich das Heimrecht.

Alligator Malans vs. Floorball Köniz 8:4 (3:0, 1:1, 4:3)
Turnhalle Lust Maienfeld, 490 Zuschauer. SR Preisig/Schädler.
Tore: 4. C. Camenisch 1:0. 9. L. Veltmid (D. Karlander) 2:0. 17. O. Eriksson-Elfsberg 3:0. 23. T. Iiskola 3:1. 34. L.Veltsmid (D. Karlander) 4:1. 45. R. Buchli (L. Veltsmid) 5:1. 50. S. Bolliger (J. Junkkarinen) 5:2 50. R. Buchli (C. Camenisch) 6:2. 56. J. Junkarinen (P. Doza) 6:3. 58. L. Veltsmid 7:3 59. Y. Pillychody (P. Doza) 7:4 60. D. Karlander 8:4
Strafen:  2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 3mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Veltsmid, Tromm, Camenisch; Obrecht, Gartmann; Karlander, Elfsberg, Nett; Hartmann, Buchli, Braillard ; Holenstein, Thöny, Bärtschi; Ersatz: Vogt, Vetsch Verletzt: Friolet, Bebi, Tarnutzer

Beste Spieler: L. Veltsmid (Malans), S. Bolliger (Köniz)

Malanser stolpern kurz vor dem Ziel

Alligator unterliegt auswärts gegen Wiler-Ersigen mit 2:3. Eine abgeklärte Leistung über grosse Teile des Spiels genügte nicht für Punkte.

Alligator Malans gegen Wiler-Ersigen ist immer eine ganz spezielle Affiche. Die Partie ist einer der grossen Klassiker im Schweizer Unihockey. Dies aufgrund zahlreicher hochklassiger Duelle in den Playoffs im letzten Jahrzehnt. Ein ideales Spiel also, um so richtig in Playoff-Stimmung zu kommen. Und die beiden Teams zeigten über 60 Minuten, wie dieses Playoff-Unihockey aussehen könnte, wenn es zu einem Duell mit zwei taktisch sehr versierten Mannschaften kommen sollte. Die Malanser standen in der Abwehr äusserst massiert. Sie bewiesen in dieser Partie eindrücklich, dass sie längst nicht mehr nur mit Spektakel-Unihockey Erfolg haben können. Dieses Fazit liess sich zumindest für die ersten 53. Minuten ziehen. Doch die letzten sieben genügten, damit am Ende trotzdem wieder die Berner jubelten und eher die Floskel «Ein Spiel dauert immer 60 Minuten» ihre Berechtigung hat. Aber der Reihe nach.

Wenig Tore – viel Geduld

Wie häufig bei diesem Duell bekamen die Zuschauer nicht viele zu sehen. In den ersten 40 Minuten gerade einmal zwei. Beide erzielt von der Gastmannschaft aus Graubünden und beide von Lukas Veltsmid. Bei 5 gegen 5-Spieler gab es in den ersten zwei Drittel kein einziges Tor zu vermelden. Der Tscheche traf nämlich zwei Mal in Überzahl. Er eröffnete das Skore in der achten Minute nach einem Freistoss aus der Ecke mit einem Handgelenkschuss aus halbrechter Position und erhöhte das Verdikt in der 38. Minute in typischer Manier mit einem Bogenlauf in die Mitte. Wiler hatte durchaus auch seine gefährlichen Momente, biss sich aber immer wieder an einem überragenden Jonas Wittwer im Malanser Tor die Zähne aus. Malans hingegen spielte mit einer beeindruckenden Geduld im Aufbauspiel und hatte so in dieser Partie über weite Strecken das Spieldiktat.

Der Anschlusstreffer als Türöffner

Im dritten Drittel verschärfte sich die Gangart noch einmal. Beide Teams schenkten sich nichts. Tore blieben aber weiterhin Mangelware. Malans verpasste es in Überzahl nach 50. Minuten das Spiel zu entscheiden. Wiler präsentierte sich auch im dritten Abschnitt lange zu ineffizient. Bis zur 54. Minute. Dann fasste sich der Berner Captain Tatu Väänänen ein Herz und traf mit einem Hammer aus fast identischer Position wie im zweiten Drittel Veltsmid ins Lattenkreuz. Dieses Tor änderte alles. Wiler bewies nämlich in der Folge, wieso die Berner immer ein absolutes Spitzenteam sind. Nun schöpfte die Heimmannschaft neuen Mut und Malans wirkte etwas verunsichert. So fand der elffache Schweizermeister plötzlich Räume vor, die zuvor während der ganzen Partie nie vorhanden waren. So kam Matthias Hofbauer in der 57. Minute im Slot unbedrängt zum Abschluss. Eine Chance, die sich ein Mann mit einer solchen Routine nicht entgehen lässt. Auch in der Folge spielte nur noch ein Team. Doch Wiler liess eine 2:1-Situation und einen sehr hart gepfiffenen Penalty ungenutzt und es schien, als würde in diesem Spiel eine Zusatzschlaufe notwendig. Doch dann startete Marco Louis in den letzten Sekunden einen letzten Angriff vor der Verlängerung. Und tatsächlich: Mit der Schlusssirene netzte der Berner von der linken Seite ein. Der Treffer zählte, angespielt wurde nicht mehr.

So verlor Malans ein Spiel, dass es während mehr als zwei Dritteln kontrolliert hat und ist nun am Sonntag gegen Köniz dringend auf Punkte angewiesen, wollen die Herrschäftler nicht noch das Heimrecht an den Kantonsrivalen Chur Unihockey abtreten.

SV Wiler-Ersigen – Alligator Malans 3:2 (0:1, 0:1, 3:0)
Sportzentrum Zuchwil, 391 Zuschauer. SR Schuler/Sprecher.
Tore: 8. L. Veltmid (D. Hartmann) 0:1. 38. L. Veltsmid (C. Camenisch) 0:2. 54. T. Väännänen 1:2. 57. M.Hofbauer  (M. Louis) 60. (59.59) M. Louis (D. Wittwer) 3:2
Strafen:  4mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans

Alligator Malans: Wittwer; Tromm, Braillard; Berry, Gartmann; Camenisch, Veltsmid; Thöny, Hartmann, Friolet ; Holenstein, Buchli, Vetsch; Bärtschi (Karlander 40.), Elfsberg, Nett; Ersatz: Vogt, Obrecht

Bemerkungen: 41. Pfostenschuss Thöny, 58. Johnsson verschiesst Penalty, 60. Timeout Malans

Beste Spieler: T. Väänänen (Wiler), L. Veltsmid (Malans)

Bild: Erwin Keller

Malans bezwingt Kloten-Dietlikon

Gegen die Kloten-Dietlikon-Jets setzen sich die Alligatoren erst nach einer markanten Steigerung im Schlussdrittel durch. Dan Hartmann und Kevin Berry steuerten je drei Skorerpunkte zum wichtigen Sieg im Kampf um das Heimrecht in den Playoffs bei.

Am Ursprung der Wende zum Guten im Bündner Spiel stand eine unglückliche Aktion in der 40. Spielminute: der Klotener Jokinen traf erst den Pfosten und im Nachschuss Verteidiger Christian Gartmann, der ins eigene Tor ablenkte. Der Ausgleich zum 4:4 fiel in einer Phase, in der sich Malans nach harzigem Start aufraffte und das freche Zürcher Konterspiel etwas besser unterbinden konnte. Und nun ging es trotzdem mit ausgeglichenem Spielstand in die zweite Pause. Die Frust konnte dort wohl richtig kanalisiert werden und der Trainerstaff sorgte mit personellen Anpassungen für die entscheidenden Impulse. Nun gab es für die 310 Zuschauer endlich Tempo-Unihockey zu sehen, die Alligatoren starteten ein offensives Feuerwerk, dem die Jets nichts mehr entgegensetzen konnten. Da brannte es vor Torhüter Dürst bisweilen im Sekundentakt; Pfostenschüsse, viele vergebene Malanser Chancen und Überhand in den Zweikämpfen standen für den gefundenen Fokus. Herauszuheben sind die Tore durch Buchli nach einem feurigen Solo in typischer Manier (44.), sowie Kevin Berrys Traumpass zum alles entscheidenden 8:4 durch Joel Friolet (54.).

Bis weit ins zweite Drittel war im Malanser Spiel kaum ein roter Faden ersichtlich, die Linienpartner schienen sich nicht zu finden und vieles blieb Stückwerk. In einem sehr bescheidenen ersten Drittel gerieten die Alligatoren zweimal in Rückstand, Kloten kam dagegen zu ziemlich einfachen Toren. Es fehlte an Durchsetzungsvermögen und Ideen, wie das Zürcher Defensivbollwerk überwunden werden könnte. Wo war die Malanser Form geblieben, das druckvolle und kreative Spiel? Ein erster Lichtblick war das Tor zum 3:3 durch Markus Holenstein, dem ein flüssiges Zusammenspiel vorausging. Als dann auch das Überzahlspiel funktionierte (Camenisch zur Führung) und Karlander am Pfosten scheiterte, schien das Blatt gewendet – aber dazu brauchte es an diesem Abend wohl den nochmaligen Ausgleich in der besagten 40. Spielminute.

Auf Malans warten in den beiden letzten Qualifikationsspielen mit Wiler-Ersigen und Floorball Köniz (17.2. um 17.00 Uhr in Maienfeld) anspruchsvolle Gegner. Der Elan des letzten Spieldrittels und die Erfahrung des Aufbäumens können aus dem Spiel gegen Kloten in die Playoffvorbereitung mitgenommen werden.

UHC Alligator Malans – Kloten-Dietlikon Jets 8:5 (2:3, 2:1, 4:1)
Turnhalle Lust, Maienfeld. 310 Zuschauer. SR Hohler/Koch.
Tore: 2. O. Eriksson-Elfsberg (M. Karlander) 1:0. 7. D. Rhyner (M. Kulmala) 1:1. 12. F. Zolliker 1:2. 13. K. Berry (N. Vetsch) 2:2. 19. D. Dürst (F. Zolliker) 2:3. 25. M. Holenstein (C. Gartmann) 3:3. 31. C. Camenisch (D. Hartmann) 4:3. 40. D. Rhyner (J. Jokinen) 4:4. 41. D. Hartmann (M. Karlander) 5:4. 44. R. Buchli 6:4. 46. D. Hartmann (K. Berry) 7:4. 54. J. Friolet (K. Berry) 8:4. 56. J. Jokinen (Y. Kindler) 8:5.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 2mal 2 Minuten gegen Kloten-Dietlikon Jets.
Alligator Malans: Vogt; Berry, Gartmann; Camenisch, Veltsmid; Tromm, Braillard; Holenstein, Buchli, Vetsch; Karlander, Elfsberg, Nett; Thöny, Hartmann, Friolet;

Ersatz: Wittwer, Obrecht, Bärtschi
Kloten-Dietlikon Jets: Dürst; Dürst, Kapp; Kindler, Kaiser; Wüst, Graf; Zolliker, Tahmasebi, Jaunin; Rhyner, Kulmala, Jokinen; Diem, Hotinger, Bregenzer.

Ersatz: Steffen, Keller.

Text: Thomas Rentsch

 

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