ALLIGATOR MALANS

Malanser Offensive erneut gnadenlos

Das 5. Liga-Team bleibt weiterhin ohne Punktverlust. Auch in der 6. Runde am 21. Januar 2017 in Widnau gab es zwei klare Siege für die Alligatoren. Nun ist das Team nicht mehr weit von einem möglichen Aufstieg in die 4. Liga entfernt.

Es ist seit Beginn der Saison offensichtlich. Das neue Kleinfeld-Team von Alligator Malans ist in der Gruppe 13 beinahe überlegen. Die, mit viel Talent und Erfahrung gespickte Mannschaft, trat bisher in jedem Spiel souverän auf. Begründen lässt sich dies anhand jeglicher Statistik. So treffen die Malanser durchschnittlich 13 mal während 40 Minuten. Ausserdem weisen die Alligatoren eine 100%-Quote beim Power- und Boxplay auf.

Dennoch ist nicht jeder Sieg selbstverständlich. Jeder Sportler (oder Hobbysportler) weiss wie schwierig es ist in einer solchen Erfolgssituation dem eigenen Niveau gerecht zu werden. Schnell passt man sich den Gegnern an. Auch das Kleinfeldteam muss sich immer wieder an der Nase nehmen, die Spiele nicht zu locker anzugehen.

Mit gerade mal 6 Feldspieler und 2 Goalies reisten die Alligatoren am vergangenen Sonntag nach Widnau. Nicht alle konnten dabei auf einen genügen vollen Energietank zählen. Der eine hatte am Vorabend eine beschwerliche Heimreise aus dem Berner Seeland, ein anderer war frühmorgens noch mit einem Schlitten spazieren und wieder ein anderer hatte kein Schlaf, weil er mitten in der Nacht im TV labbern musste. Ausgeruht ist anders und so gerieten die Malanser dann auch früh mit 0:2 in Rückstand gegen den Kantonsrivalen Cazis. Die Blau-Gelben standen zu Beginn sehr gut, ja sie dominierten den Tabellenführer fast schon mit viel Ballbesitz. Erst in der 14. Minute konnten die Alligatoren ein erstes Mal in Führung gehen, nachdem man Schritt für Schritt das Zepter übernehmen konnte. Es brauchte unsererseits ein bisschen mehr Körper und weniger Stockeinsatz. Der Unparteiische pfiff eine, harte aber auf beide Seiten faire, Linie. Kompliment an dieser Stelle. Nach dem Führungstreffer von Captain Flury sechs Minuten vor dem Pausentee drehte Malans auf und erhöhte bis zur 35. Minute auf 10:2. Cazis biss sich an Goalie Burtschi die Zähne aus. Der Mann im Kasten trumpfe so richtig auf und verhinderte gleich mehrere blau-gelbe Grosschancen. Eine tolle Mannschaftsleistung auch wenn der Gegner gegen Ende noch dreimal traf.

Blau-Gelb Cazis III – UHC Alligator Malans 5:13 (2:6)

Turnhalle Wyden, Widnau, SR Schmid

  1. (1:33) 1:0, 2. (1:50) 2:0, 4. Frepp (Zingg) 2:1, 12. Zingg (Flury) 2:2, 14. Flury (F. Pleisch) 2:3, 15. Nay (F. Pleisch) 2:4, 18. Zingg (Frepp) 2:5, 19. Flury (Zingg) 2:6; 21. (20:30) Nay (F. Pleisch) 2:7, 22. Flury (Frepp) 2:8, 34. Frepp (Flury, Ausschluss Cazis) 2:9, 35. M. Pleisch (Nay) 2:10, 36. (35:10) 3:10,
  2. (35:35) Flury 3:11, 38. (37:01) 4:11, 38. (37:10) 5:11, 39. Flury (Zingg, Ausschluss F. Pleisch!) 5:12, 40. (39:50) Flury (Frepp) 5:13

UHC Alligator Malans: Burtschi; Zingg, Frepp, Flury; M. Pleisch, F. Pleisch, Nay

Strafen: Je 1×2 Minuten


Im zweiten Spiel des Tages traf man erneut auf die Flyers Widnau. Bereits in der letzten Runde konnte man die St. Galler mit einem beachtlichen 19:4 in die Schranken weisen. Was die Malanser vor dem Spiel nicht wussten, war die Tatsache dass sich das Heimteam ziemlich verstärkt hat im Hinblick auf das Rückspiel. Zumindest machte es den Anschein. Die Flyers traten disziplinierter auf als noch im Hinspiel und die neun Spieler verteilt auf drei Linien waren eigentlich ganz gut eingestellt auf die geballte Ladung Offensivpower von Malans. Ausserdem konnte sich der Widnauer Keeper einige Male mit tollen Paraden auszeichnen. Es brauchte ein bisschen mehr Einsatz als noch im Spiel vor ein paar Wochen und so erkämpfte sich Malans dennoch eine 6:1 Führung zur Pause. Zu einem Schockmoment kam es in der 17. Minute als sich Zingg (ohne Gegnereinwirkung) hinter dem gegnerischen Tor unglücklich das Knie verdrehte. Für den Industrieverteidiger und Volleygott ging es nicht mehr weiter – zu gross waren die Schmerzen und das Risiko von einer gröberen Verletzung. Alligator musste die zweite Halbzeit mit fünf Feldspielern über die Runden bringen. Die Widnauer, die mit neun Spieler agierten wussten dies auszunützen. Mit zwei schnellen Toren kamen die St. Galler in der 26. Minute wieder an die Malanser heran. Die Kräfte schwanden langsam bei den Alligatoren (wie gesagt: ausgeruht ist anders). Widnau versuchte bis zur 30. Minute diverse Auslösungen von hinter dem Tor aus. Jedoch konnten die St. Galler nie wirklich Druck auf Malans-Goalie Rosengren ausüben. Die ersatzgeschwächten Alligatoren überstanden diese Phase in der Manier eines würdigen Tabellenführers und erhöhten das Score bis zum Ende des Spiel auf 13:3. Sieben Tore in den letzten zehn Minuten mit fünf Mann ist definitiv eine starke Leistung.
UHC Alligator Malans – UHC Flyers Widnau II 13:3 (6:1)

Turnhalle Wyden, Widnau, SR Wegmüller

  1. M. Pleisch (Nay) 1:0, 6. 1:1, 11. (10:22) Frepp (Flury) 2:1, 11. (10:40) M. Pleisch (F. Pleisch) 3:1,
  2. F. Pleisch (Nay) 4:1, 18. Nay 5:1, 20. (19:30) M. Pleisch (Frepp) 6:1; 24. 6:2, 26. 6:3, 30. M. Pleisch 7:3, 33. (32:30) Frepp (Flury) 8:3, 33. (32:49) Flury 9:3, 34. Nay (M. Pleisch) 10:3, 35. Frepp (Nay) 11:3, 37. Flury (F. Pleisch) 12:3, 40. (39:30) M. Pleisch 13:3

UHC Alligator Malans: Rosengren; Zingg, Frepp, Flury; M. Pleisch, F. Pleisch, Nay

Strafen: Keine

Bemerkungen: 17. Zingg verletzt ausgeschieden


Das war’s dann auch von der 6. Runde in Widnau. Jetzt ist erstmal Erholung und im Fall von Zingg Genesung angesagt. Wir wünschen auf diesem Weg gute Besserung!

Die nächste Runde findet am 18. Februar in Schiers statt. Alligator hat bei der Heimrunde die Möglichkeit den frühzeitigen Aufstieg in die 4. Liga klar zu machen. Dann nämlich, wenn Malans das Direktduell gegen den Verfolger Buffalo Rheintal gewinnt und diese dann auch gegen Appenzell nicht über ein Unentschieden hinauskommen. Wir wären also über Schützenhilfe aus dem Appenzell nicht abgeneigt. Was gäbe es schöneres als vor eigenem Publikum aufzusteigen. Wir hoffen natürlich auf eine tolle Zuschauerkulisse. #allinoberhof am 18. Februar!

Berichte/Bilder: Lars Nay