ALLIGATOR MALANS

Solide Leistung bringt drei Punkte gegen Ad Astra

Gegen das Tabellenschlusslicht aus dem Kanton Obwalden gelang den Alligatoren ein klarer, aber kein geschenkter Sieg. Im Verlauf des zweiten Drittels konnte eine Differenz geschaffen werden, die bis zum Spielende ausreichen sollte. Je vier Tore erzielten die beiden eingespielten Linien, die ihren Gegnern deutlich überlegen waren.

von Thomas Rentsch

Dennoch liess sich im ersten und letzten Drittel erahnen, wie die progressiven Aufsteiger gegen etablierte Teams bisher Punkte einheimsen konnten: mit starkem Zweikampfverhalten und hoher Qualität im Abschluss. Die Alligatoren waren trotz später Anreise aber gut auf die Sarner Gegenwehr eingestellt und liessen sich während des gesamten Spiels nicht aus der Ruhe bringen. Im ersten Drittel gingen die Aufsteiger zwar mittels Sonntags- und Distanzschuss mit 2:1 in Führung, die rasche Korrektur gelang Joshua Schnell nach feiner Vorarbeit durch Joel Friolet in der 14. Minute. Als vier Minuten später Claudio Flütsch das 2:3 erzielte, war das Fundament für ein produktives Mitteldrittel gelegt.

Malans hielt das Tempo hoch, hatte viel Ballbesitz und setzte in der Defensive das gewohnt hohe Pressing ein. Während sich Sarnen im ersten Abschnitt mit cleveren Auslösungen noch öfters aus der Umklammerung lösen konnte, gelang dies nun nicht mehr. Gleich mit vier Treffern durch Eriksson Elfsberg, Camenisch und zweimal den ständig lauernden Schnell (erneuter Hattrick), wurden die Obwaldner im Mitteldrittel überfahren. Sarnen hatte in dieser Phase eigentlich nur in Unterzahl gute Torchancen, da dem Bündner Powerplay Fokus und Konsequenz fehlten. Ansonsten warteten die Zuschauer in der Sarner Halle aber vergeblich auf Einbrüche im Bündner Spiel.

In der 44. Spielminute wurde je ein Spieler beider Teams auf die Strafbank geschickt, worauf erst Christoph Camenisch und eine Zeigerumdrehung später auch Kevin Berry den zusätzlichen Raum in zwei weitere Tore ummünzten. Somit stand es 13 Minuten vor Spielende 9:3 zu Gunsten der Alligatoren, was zu einer gewissen Kehraus-Stimmung in beiden Mannschaften führte. Konter über Konter wurde gefahren und dem Spiel fehlte die Ordnung. Die Tore vier und fünf für Ad Astra Sarnen waren schön anzusehen und dem aufstrebenden Verein zum 30-jährigen Jubiläum zu gönnen. Die drei Punkte gehörten aber verdientermassen ins Bündnerland.

Die erste Mannschaft hat sich nach den drei Spielen gegen Wiler und GC gut auf den Gang zum Schlusslicht eingestellt. Bereits am kommenden Mittwoch wartet auswärts mit Waldkirch St. Gallen der nächste Gegner.

Das sagt Headcoach Oscar Lundin zum Spiel: „Wir wollten heute ein paar neue Formationen ausprobieren und auch an unseren Transitions, wenn wir den Ball gewinnen, arbeiten. Das sah ganz ok aus. Im Spiel ohne Ball lagen unsere Positionen etwas zu weit auseinander, so hatte Sarnen zu viel Zeit und Raum. Aber über 60 Minuten haben wir ein gutes Auswärtsspiel gezeigt.“

 

Ad Astra Sarnen – UHC Alligator Malans 5:9 (2:3, 1:4, 2:2)
Dreifachhalle, Sarnen. 503 Zuschauer. SR Geissbühler/Schmocker.

Tore: 9. K. Nylund (C. Camenisch) 0:1. 10. M. Schöni (J. von Wyl) 1:1. 14. C. von Wyl 2:1. 14. J. Schnell (J. Friolet) 2:2. 18. C. Flütsch (N. Obrecht) 2:3. 21. J. Schnell (F. Tromm) 2:4. 23. C. Camenisch (S. Nett) 2:5. 33. J. Schnell 2:6. 39. O. Eriksson-Elfsberg (K. Nylund) 2:7. 40. R. Schöni (M. Schöni) 3:7. 45. C. Camenisch (N. Obrecht) 3:8. 46. K. Berry (J. Schnell) 3:9. 50. K. Savinainen (B. von Wyl) 4:9. 56. C. von Wyl (B. von Wyl) 5:9.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ad Astra Sarnen. 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Tromm; Obrecht, Flütsch; Veltsmid, Camenisch; Friolet, Nurmela, Schnell; Buchli, Tarnutzer, Vetsch; Eriksson-Elfsberg, Nylund, Nett.

Ersatz: Vogt, Meiler, Schmid, Gartmann.  Verletzt: Thöny, Holenstein, Capatt, Hartmann.

Wiler gelingt Cup-Revanche

Nachdem der SV Wiler-Ersigen vor zwei Wochen beim Cup-Viertelfinal gegen Alligator noch als Verlierer vom Feld musste, konnte der Meister die Malanser nun in der Meisterschaft mit 5:2 bezwingen.

Von UHC Alligator Malans, Bild: Erwin Keller

Die Malanser wirkten gegen den SV Wiler-Ersigen von Beginn weg konzentriert. Es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel mit zwei Teams, die sich der Stärke der Offensive des Gegenübers bewusst schienen und dementsprechend massiert standen. Die Alligatoren hielten in den ersten 20 Minuten gut mit dem Berner Spitzenteam mit. Wirklich gute Chancen waren auf beiden Seiten nur knapp eine Hand voll zu verzeichnen, wobei sich die Alligatoren dabei auch auf einen starken Jonas Wittwer verlassen konnten. So resultierte dank einem Treffer von Joel Friolet ein 1:0 nach 20 Minuten. Vorangegangen war dem Treffer ein toller Querpass von Simon Nett, der mit einem Seitenwechsel auf Nino Vetsch das Tor einleitete. Vetsch fand in der Folge den Stock von Friolet. Das Resultat nach 20 Minuten ging in Ordnung, ein 1:1 wäre wohl aber zu diesem Zeitpunkt das gerechte Resultat gewesen. Das Schussverhältnis nach 20 Minuten lautete 7:6 (nur Schüsse aufs Tor). Gar 11:6 lautete das Verdikt zugunsten der Malanser bei der Anzahl an geblockten Schüssen.

Leider konnte Alligator diese Werte aber im Mittelabschnitt nicht bestätigen. Wie schon im Cup vor zwei Wochen wurde man in diesem von den Berner schlicht überfahren. Bereits nach zehn Sekunden war der Ausgleich Tatsache. Joonas Pylsy nutzte eine Unordnung in der Malanser Hintermannschaft aus. Zwar wurde Wiler in der Folge nicht im Minutentakt gefährlich, doch die Berner drückten die Alligatoren je länger das Drittel dauerte desto mehr in die Defensivzone. Und so durften sich die Malanser auch nicht beklagen, als nach 28 Minuten das zweite Tor für Wiler Tatsache wurde. Das Tor kam aber trotz Dominanz etwas aus dem Nichts. Marco Louis erwischte Wittwer mit einem schönplatzierten Sonntagsschuss. Die Malanser machten sich das Leben dann auch selbst etwas schwer. So führte ein Auslösungsfehler zu einem schnellen Konter und einer Wiler-Überzahl. Der Meister liess sich nicht zwei Mal bitten und erhöhte in der 32. Minute auf 3:1. Ein Powerplaytreffer von Pylsy noch vor Drittelsende für eine drei-Tore-Führung für die Gäste.

Die Hoffnungen auf Punkte erloschen bei den Malanser Fans aber trotz klarem Verdikt im Mitteldrittel noch nicht. Auch im Cup lag man schliesslich nach 40 Minuten zurück. Und tatsächlich, die Umstellung auf zwei Formationen zeigte Wirkung. Allligator war nun wieder deutlich öfter in der Vorwärtsbewegung und kam auch zur einen oder anderen gefährlichen Chance und schliesslich im Powerplay auch zu einem zweiten Treffer. Jarkko Nurmela bediente in der 45. Minute mit einem geschickten halbhohen Pass im Slot Topskorer Oscar Eriksson-Elfsberg. Doch mehr lag für die Alligatoren am Sonntagabend nicht mehr drin. Wiler agierte zu abgeklärt und machte die Schotten dicht. Ausserdem nutzten die Berner die sich aufgrund der offensiven Bemühungen der Malanser vermehrt bietenden Räume bereits in der 50. Minute zum 5:2. Matthias Hofbauer traf. Diese Führung liess sich Wiler nicht mehr nehmen und gewann so aufgrund des Mitteldrittels nicht unverdient mit 5:2.

UHC Alligator Malans – SV Wiler-Ersigen 2:5 (1:0, 0:4, 1:1)
Sporthalle Lust, Maienfeld. 614 Zuschauer. SR Wehinger/Zurbuchen.
Tore:
19. J. Friolet (N. Vetsch) 1:0. 21. J. Pylsy 1:1. 28. M. Louis (M. Hofbauer) 1:2. 32. R. Sikora (M. Rentsch) 1:3. 36. J. Pylsy (M. Hofbauer) 1:4. 45. O. Eriksson-Elfsberg (J. Nurmela) 2:4. 50. M. Hofbauer (M. Louis) 2:5.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 4mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen.

Alligator Malans: Wittwer; Tromm, Gartmann; Veltsmid, Camenisch; Berry, Obrecht; Nurmela Schmid, Schnell; Nylund, Eriksson-Elfsberg, Buchli; Friolet, Nett, Vetsch.

Ersatz: Vogt, Flütsch, Meiler, Tarnutzer, Schubiger

Verletzt: Thöny, Hartmann, Capatt, Holenstein

Malans fügt GC die erste Niederlage in der Meisterschaft zu

Es wurde die erwartet hochstehende Partie gegen einen Gegner, der in der laufenden Saison noch nie verloren hatte. Der Tabellenleader reiste mit einer grossen Portion Selbstvertrauen nach Maienfeld, doch auch Alligator Malans hatte aus der letzten Saison noch eine Rechnung offen und hielt spielstark dagegen.

von Jörg Rutz

Beide Mannschaften begannen äusserst diszipliniert und hielten sich an die taktischen Vorgaben ihrer Trainer. Durch das abwartende Pressing auf beiden Seiten entwickelte sich ein erstes Drittel, das geprägt war mit dem Ziel, möglichst keine Fehler zu machen. Es dauerte dann auch bis zur vierten Spielminute, ehe Joshua Schnell auf Pass von Christian Gartmann vor dem Zürcher Tor auftauchte und gleich die erste Top-Chance zum 1:0 verwerten konnte. GC übernahm ab dann das Spieldiktat, konnte sich aber wegen der gutstehenden Hintermannschaft von Alligator keine zwingenden Torchancen herausspielen. Dem 1:1 in der zehnten Minute ging eine kurze Druckphase der Zürcher voraus. Paolo Riedi wurde vor dem Malanser Tor vergessen und konnte auf Pass von Christoph Meier ausgleichen. In der zwölften Minute setzte Kevin Berry den Ball an das Lattenkreuz und in der fünfzehnten Minute verzog der bis dahin auffälligste Spieler von Alligator, Joel Friolet in aussichtsreicher Position. In der neunzehnten Minute luchste Remo Buchli einem Zürcher Verteidiger den Ball ab und zog darauf allein vors Tor, doch Pascal Meier verhinderte mit einer Parade das 2:1.

Das zweite Drittel begann GC mit viel Druck und die Zürcher standen nun auch höher in der Verteidigungszone der Malanser. Diese Umstellung brachte sofort mehr Härte ins Spiel, was in der 23. Spielminute die erste Strafe gegen GC zur Folge hatte. Daniel Johnsson musste für ein Stockschlag auf die Strafbank. Das Powerplay war erst ein paar Sekunden alt, da fasste sich Kevin Berry ein Herz und schlenzte den Ball aus der Distanz zwischen Freund und Feind zum 2:1 in die Maschen. In der 25. Minute wanderte Gian-Andrin Meiler von Alligator für zwei Minuten auf die Strafbank, doch Jonas Wittwer hielt hinten dicht und musste sich dann doch in der 29. Minute durch einen blitzschnell ausgetragenen Konter der Zürcher zum 2:2 geschlagen geben. Kevin Nylund verpasste in der Spielhälfte den erneuerten Führungstreffer und beim schnell ausgeführten Konter traf Joel Rüegger von GC nur den Innenpfosten. Nun war Pfeffer Spiel und nachdem Fabrice Göldi den Malanser Nino Vetsch gefoult hatte, gab es ein grosses Gerangel vor der Spielerbank der Zürcher. Die drauf folgende zwei Minutenstrafe nutze Kevin Nylund in der 34. Minute auf Querpass von Lukas Veltsmid zur erneuten 3:2 Führung. Diese Führung verwaltete Alligator bis zur Drittelspause routiniert und hätte gar höher ausfallen können, da Florian Tromm in der 36. Minute nur die Latte traf.

GC drückte nun im letzten Drittel vehement auf den Ausgleich, doch Alligator stand hinten in der Verteidigung weiterhin sehr sicher und liess keine gefährlichen Abschlüsse der Zürcher zu. Es wurde ein Nervenspiel und bis auf einen Lattenschuss von GC in der 46. Minute liess Alligator den Gegner Mal für Mal auflaufen. Joshua Schnell setzte in der 48. Minute mit einem Abschluss endlich mal wieder ein Lebenszeichen für Alligator und läutete damit die hektische Schlussphase ein. Erneut war es Kevin Nylund, der durch ein starkes Zuspiel vors Tor von Eriksson-Elfsberg in der 49. Minute auf 4:2 erhöhen konnte. Eine kleinlich gepfiffene Zweiminuten Strafe gegen Kevin Berry nutzte Roger Graf in der 56. Minute zum Anschlusstreffer und nun schien der Ausgleich wieder möglich. Jarrko Nurmela konnte eine Minute später nach einem Konter auf 5:3 erhöhen und nachdem GC sein Time-Out genommen hatte, verkürzte Claudio Lealy und das mittlerweile ohne Torhüter, erneut auf 5:4. Nach einem Foul in der 59. Minute reagierte Kevin Berry am schnellsten und hob den Ball von hinter der Mittelinie in das verwaiste GC-Tor zum 6:4. Das war zu viel für den Zürcher Trainer Luan Misini. Dieser beschwerte sich lauthals über den Schiedsrichter, was ihm wiederum viele Pfiffe vom Heimpublikum einbrachte. Das viel umjubelte 7:4 von Jarrko Nurmela in der 60. Minute war dann der Schlusspunkt. Aus Sicht der Malanser resultierte schlussendlich ein hoch verdienter Sieg, welchen sie sich durch eine geschlossene und starke Mannschaftsleitung erkämpften.

Das sagt Oscar Lunin zum Spiel: „Wir haben in diesem Spiel einen guten Charakter gezeigt. Unsere Qualität war nicht top, aber wie haben es geschafft, zusammen mit unseren grossartigen Fans einen Weg zu finden, um zu gewinnen. Schön zu sehen, dass unsere neuen Jungs zum Sieg beitragen – und die Spieler mit Erfahrung, um ihnen zu helfen. Nun geht es weiter, Wiler kommt nächstes Wochenende. Ein weiterer guter Test für uns.“

 

UHC Alligator Malans vs. Grasshopper Club Zürich 7:4

Sporthalle Lust Maienfeld. 592 Zuschauer SR Pascal Koch / Benjamin Hohler

Tore: 4.Josuha Schnell (Christian Gartmann) 1:0, 10. Paolo Riedi (Christoph Meier) 1:1, 24. Kevin Berry (Kevin Nylund) 2.1, 29. Christoph Meier (Joel Rüegger) 2:2, 34 Kevin Nylund (Lukas Veltsmid) 3:2, 49. Kevin Nylund (Eriksson-Elfsberg) 4:2, 56. Roger Graf (Paolo Riedi) 4:3, 57. Jarrko Nurmela (Joshua Schnell) 5:3, 58. Claudio Lealy (Paolo Riedi) 5:4, 59. Kevin Berry 6:4, 60. Jarrko Nurmela (Florian Tromm) 7:4

Strafen: UHC Alligator Malans 2x4Min / Grasshopper Club Zürich 2x4Min

UHC Alligator Malans: Wittwer, Tromm (C), Nurmela, Camenisch, Veltsmid, Eriksson-Elfsberg (Topscorer), Nylund, Nett, Berry, Vetsch, Buchli, Obrecht, Schnell, Tarnutzer, Meiler, Friolet, Gartmann, Schmid, Flütsch, Schubiger

Ersatz: Vogt

Grasshopper Club Zürich: Pa. Meier, Bier, Kindler, Dürler, Zürcher, Graf (C), Laely, Johnsson, Zolliker, Laubscher, Steiger, Riedi (Topscorer), Göldi, Chr. Meier, Wenk, Rüegger, Nussle, Odermatt, Volkart

Bemerkungen: Alligator ohne Hartmann, Thöny, Capatt, Holenstein (alle verletzt), 12. Lattenschuss Alligator, 30. Pfostenschuss GC, 36. Lattenschuss Alligator, 46. Lattenschuss GC, 58. Time-Out GC, 58. GC ohne Torhüter

Bester Spieler: GC: Paolo Riedi, Alligator: Joshua Schnell

Malans ringt den Meister nieder!

Im Cup- Viertelfinal gegen Wiler-Ersigen manövrieren sich die Alligatoren aus einer brenzligen Situation und feiern erstmals seit über zwei Jahren einen Sieg gegen die Berner Weltklasseauswahl. Eine sich in Topform befindende erste Linie – Hattrick von Joshua Schnell – und ein grandios rettender Jonas Wittwer im Tor ragen aus dem Malanser Kollektiv heraus.

von Thomas Rentsch

Zur zweiten Drittelspause bot sich ein Rückblick des Grauens für die Alligatoren: eine Zweitore-Führung wurde in den Spielminuten 20-40 innert Kürze hergegeben und verspielt. An sich sah das Resultat zu diesem Zeitpunkt nicht schlecht aus (2:4) – die Art und Weise wie der Mittelabschnitt spielerisch verlief, musste den Bündnern hingegen zu denken geben. Der Wiler-Express nahm in bekannter Manier Fahrt auf und überrollte den Gegner. Malans wehrte sich mit allem, was zur Verfügung stand und kam trotzdem dauernd zu spät. Besonders der finnische Topskorer Joonas Pylsy wirbelte mit Speed und Torhunger die Malanser Defensive Mal für Mal durcheinander.

Nach dem vorabendlichen Debakel gegen Rychenberg Winterthur (6:1 Führung verspielt) war der Trainerstaff um Oscar Lundin also gefordert. Und offensichtlich konnte der Pausen-Input das Feuer in den Spielern wieder entfachen und mit der erwartbaren Umstellung auf zwei Formationen gelang es zudem, die Berner nun vor schwierige Aufgaben zu stellen. Mit einem raschen Turnover schickte Dan Hartmann in der 43. Minute Joshua Schnell in die Tiefe, der Jarkko Nurmela vor dem Tor zum Anschlusstreffer bediente. Und plötzlich häuften sich die Erträge für die Alligatoren beim nun etwas höheren Pressing, es ergaben sich gute Torchancen. Insbesondere der ersten Linie um Center Dan Hartmann gelang es nun oft, die sehr erfahrene Defensive des Schweizermeisters zu Fehlern zu zwingen. Veltsmid und Schnell vergaben daraus hervorgehend hochkarätige Möglichkeiten. Wiler hatte bis zu diesem Zeitpunkt eine ungewohnte Vielzahl Abschlüsse neben das Gehäuse von Jonas Wittwer zu verzeichnen, dessen Glanztaten später im Spiel noch sehr erforderlich sein sollten. In der 51. Spielminute reagierte Joshua Schnell nach einem Freistoss am raschesten und bezwang Wiler-Goalie Menetrey aus kurzer Distanz. Als nur kurze Zeit später Nationalverteidiger Bischofberger für ein Bodenspiel auf die Strafbank geschickt wurde, erzielte Kevin Nylund im Powerplay auf Halblinks geduldig und präzis den Führungstreffer. Mit dieser Ausgangslage in der 55. Minute kippte das Momentum auf Bündner Seite und für eine kurze Zeit schien der Meister von einer lähmenden Blockade befallen: Remo Buchli luchste Tatu Vänänen den Ball ab und bediente Joshua Schnell für den Doppelschlag zur Zweitoreführung innert 18 Sekunden. Der Einbruch im Berner Spiel war indes nur von kurzer Dauer, mit gebündelten Kräften forcierten die Mannen von Thomas Berger nun ihre Offensive. In den letzten vier Spielminuten wurde das Malanser Tor unter Beschuss genommen und anders als zuvor, fanden die Schüsse nun den Weg aufs Tor. Pylsy erzielte erst im Powerplay den Treffer zum 5:6 (56`) und zwei Minuten vor Spielende setzte Wiler zum wohl gefürchtetsten 6 gegen 5 Überzahlspiel der Liga an. Jonas Wittwer rettete gegen das Spielende mit tollen Fuss- und Handreflexen den Sieg für die Alligatoren über die reguläre Spielzeit.

Die Alligatoren haben sich mit diesem Sieg eine hervorragende Ausgangslage im Schweizer Cup verschafft. Nach dem Ausscheiden der Spitzenteams Wiler-Ersigen und GC kommen als Halbfinalgegner mit dem HC Rychenberg, Zug United und den Titelverteidigern aus Langnau nominell lösbare Aufgaben auf die Malanser zu. Überheblichkeit ist aber nach den zwei Spielen dieses Wochenendes mit gesamthaft drei enttäuschenden Dritteln nicht angezeigt. Der Sieg gegen Wiler zeugt jedoch von den Möglichkeiten der Herrschäftler, wenn mit wenig Fehlern und absolutem Siegeswillen agiert wird.

Das sagt Headcoach Oscar Lundin zum Spiel: „Es war ein Spiel zwischen zwei guten Mannschaften. Im ersten Drittel haben wir gut gekontert und Jonas Witter geholfen. Das zweite Drittel war von uns zu passiv – Wiler agierte da sehr stark, setzte uns mit Ballbesitz unter Druck. Aber mit dem letzten Abschnitt bin ich sehr zufrieden. Das war ein `Alligator-Drittel`. Wir spielten entschlossener und provozierten Wiler zu Fehlern.“

 

SV Wiler-Ersigen – UHC Alligator Malans 5:6 (0:2, 4:0, 1:4)
Sportanlage Grossmatt, Kirchberg BE. 451 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer.
Tore: 5. J. Schnell 0:1. 5. K. Nylund (R. Buchli) 0:2. 22. R. Sikora (N. Bischofberger) 1:2. 23. N. Mutter (P. Affolter) 2:2. 30. J. Pylsy 3:2. 40. J. Pylsy (M. Louis) 4:2. 43. J. Nurmela (J. Schnell) 4:3. 51. J. Schnell (J. Nurmela) 4:4. 55. K. Nylund (J. Nurmela) 4:5. 55. J. Schnell (R. Buchli) 4:6. 56. J. Pylsy (T. Väänänen) 5:6.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Alligator Malans:Wittwer; Tromm, Gartmann; Veltsmid, Camenisch; Berry, Obrecht; Nurmela. Hartmann, Schnell; Nylund, Eriksson-Elfsberg, Buchli; Friolet, Schmid, Vetsch.

Ersatz: Vogt, Flütsch, Meiler, Tarnutzer.

Verletzt: Thöny, Nett, Capatt, Holenstein

Keine Punkte trotz fünf-Tore-Führung

Alligator Malans verliert auswärts gegen den HC Rychenberg Winterthur mit 7:8. Es war eine Partie, die man eigentlich nicht mehr verlieren darf.

Autor: UHC Alligator Malans, Bild: Erwin Keller

Zuerst zum positiven Teil des Spiels Rychenberg gegen Alligator: Die Malanser starteten vor über 1000 Zuschauern in Winterthur ausgezeichnet in die Partie. Die Alligatoren wirkten wacher, zielstrebiger und effizienter. Der Gastgeber schien in den ersten 20 Minuten Mühe zu haben mit der Tempo-Umstellung, spielten die Winterthurer doch bereits am Freitag gegen den NLB-Verein Floorball Thurgau. So stand nach 20 Minuten ein auch in dieser Höhe verdientes 6:1 für die Herrschäftler auf der Anzeigetafel. Bereits nach sieben Minuten führten die Alligatoren mit 4:1.

Die Partie schien zur ersten Pause bereits entschieden. Umso mehr, weil die Malanser auch in der Folge bissig blieben und im ersten Teil des Mittelabschnittes weitere Chancen hatten, das Verdikt zu erhöhen. Doch mit zunehmender Spieldauer kamen auch die Winterthurer besser in die Partie. Und da die Malanser ihre Chancen nicht nutzen, gelang es Rychenberg zu verkürzen. Ausgerechnet der auf diese Saison hin zum Gegner gewechselte Harry Braillard bezwang Yannick Vogt im Tor der Alligatoren mit einem schönen Drehschuss in der 29. Minute. Zwischen der 32. und der 33. Minute konnten die Fans gleich drei weitere Treffer bestaunen. Zwei davon für das Team in Gelb. Beide Male hatte Braillard auch hier den Stock im Spiel. Zuerst spielte Braillard nach einem schlechten Wechsel den entscheidenden Pass zu Tobias Studer zum 6:3, danach brillierte er, nachdem zwischenzeitlich Malans noch einmal erhöht hatte, mit einer Ballabnahme aus der Luft und erzielte so das 7:4.

Spätestens nachdem die Winterthurer mit zwei Powerplaytoren kurz vor und nach der zweiten Pause auf 7:6 verkürzten, war das Spiel neu lanciert. Und die Winterthurer wirkten inzwischen wacher als die Alligatoren, die zwar weiter zu Chancen kamen, in einigen Situation aber auch zu nonchalant agierten. So kam es, wie es kommen musste. Michel Wöcke glich die Partie nach 50. Minuten nach einem Freistoss zum 7:7 aus. Es kam aber sogar noch schlimmer, die Winterthurer nutzten in Person von Patrik Doza eine Powerplay-Situation zum 8:7. Kurz darauf reagierte Jonas Lutz nach einem erfolgreichen Malanser Block am schnellsten und erhöhte auf 9:7.

Danach waren nur noch etwas mehr als 2,5 Minuten zu spielen. Die Alligatoren setzten alles auf eine Karte, agierten aber zu ungestüm und wurden mit zwei weiteren Strafen bestraft. Trotz eines Shorthanders von Dan Hartmann trug die Aufholjagd deshalb keine Früchte mehr. Mit 9:8 ging ein Spiel verloren, in dem man zwischenzeitlich 6:1 geführt hatte.

Trotzdem gilt es die Partie nun zu vergessen, denn bereits am Sonntagnachmittag geht es für Malans weiter, dann kommt es zum Klassiker. Im Cup-Viertelfinal wartet auswärts der SV Wiler-Ersigen

 

HC Rychenberg Winterthur – UHC Alligator Malans 9:8 (1:6, 4:1, 4:1)

AXA Arena, Winterthur. 1223 Zuschauer. SR Britschgi/Gasser.

Tore: 1. R. Buchli (J. Friolet) 0:1. 4. P. Doza (T. Iiskola) 1:1. 4. D. Hartmann (J. Nurmela) 1:2. 5. J. Schnell (D. Hartmann) 1:3. 7. K. Berry (O. Eriksson-Elfsberg) 1:4. 10. O. Eriksson-Elfsberg (K. Nylund) 1:5. 20. K. Berry (L. Veltsmid) 1:6. 29. H. Braillard 2:6. 32. T. Studer (H. Braillard) 3:6. 33. J. Schnell (J. Nurmela) 3:7. 33. H. Braillard (D. Keller) 4:7. 39. M. Schaub (T. Studer) 5:7. 44. M. Schaub 6:7. 50. M. Wöcke (N. Conrad) 7:7. 55. P. Doza (N. Conrad) 8:7. 58. J. Lutz (H. Braillard) 9:7. 60. D. Hartmann (N. Vetsch) 9:8.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur. 5mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Alligator Malans: Vogt; Berry, Obrecht; Gartmann, Tromm; Camenisch, Veltsmid; Friolet, Tarnutzer, Buchli; Hartmann, Nurmela, Schnell; Vetsch, Nylund, Eriksson-Elfsberg;

Ersatz: Wittwer, Flütsch, Meiler

Bemerkungen: Alligator ohne Capatt, Thöny, Holenstein, Nett

Beste Spieler: Harry Braillard für Rychenberg Winterthur, Kevin Berry für Alligator Malans

 

 

Malans festigt Rang 3 in der Tabelle gegen Uster

In einem spielerisch attraktiven und ausgeglichenen Match schaffen es die Alligatoren, Mittelfeld-Konkurrent Uster punktemässig auf Distanz zu halten. Im Gegensatz zum gestrigen Sieg in Chur gab es innerhalb der Mannschaft kaum qualitatives Gefälle – und vor allem nur wenige Stockfehler.

von Thomas Rentsch

Acht Minuten vor Spielende erzielte Kevin Nylund nach Vorarbeit von Christoph Camenisch und Simon Nett den 5:4 Siegtreffer für Malans. Der grossgewachsene Finne hatte bereits zum zweiten Mal an diesem Abend genügend Platz, um seinen gewaltigen Drehschuss anzusetzen und liess Janik Feiner im Ustermer Tor von Halblinks keine Chance. Darauf schienen die Bündner gewartet zu haben, sie liessen Ball und Gegner nun geduldig und routiniert laufen, mit der Folge, dass Uster mehr riskieren musste. Als der Raum in der Zürcher Defensive offener wurde, fand Nylund, wieder von Halblinks, Topskorer Oskar Eriksson-Elfsberg mit einem Querpass durch den gesamten Slot. Der Schwede krönte die tolle Leistung seiner Formation mit dem Treffer zum 6:4 in der 59. Minute.

In Uster wird man vielleicht dem vergebenen ersten Drittel nachsinnen, als den Bündnern das Feld mit harmloser und halbherziger Attitüde überlassen wurde. Schmid und Nylund trafen für Malans, Janick Vogt musste kaum zweimal eingreifen. Nach diesem seichten Aufgalopp ging es im zweiten Abschnitt zur Sache. Viel schneller als den Alligatoren lieb war, lag nämlich Uster in Führung, das den Spirit fürs Spiel nun gefunden hatte. Vogt im Malanser Tor wurde nun gefordert, zeigte einige glanzvolle Rettungsaktionen. Im munteren Hin und Her des zweiten Drittels reagierten die Alligatoren ihrerseits mit Ausgleichs-(32′) und Führungstreffer (33′). Dan Hartmann und Remo Buchli hatten nach schönen Kombinationen jeweils nur noch das leere Ustermer Tor vor sich. Uster hatte aber mit seinem starken Kollektiv und technisch versierten Spielern wieder eine Antwort parat: Nach einem weiten Pass aus der Zürcher Verteidigung erwischte Stürmer Schubiger Vogt wuchtig in der nahen Ecke zum Ausgleich (35′). Der umstrittene Spielstand sorgte nun auch für emotionales Feuer, allerdings konnte der Fokus von beiden Teams gehalten werden. Im letzten Abschnitt wurde beidseits das Tempo etwas gedrosselt, wohl im Wissen, dass der nächste Treffer der Entscheidende sein könnte. Eine Weisheit, die sich dann durch Nylund und Elfsberg zu Bündner Gunsten bewahrheiten sollte.

Vor der Nationalmannschaftspause dürfen sich die Alligatoren punktemässig also nach vorne ausrichten, Tabellenführer GC und Wiler sind in Sichtweite. Das nächste Spiel findet am 16.11. auswärts gegen Rychenberg Winterthur statt.

Das sagt Headcoach Oscar Lundin zum Spiel: „Ich bin mit 50 Minuten dieses Spiels zufrieden. In der ersten Hälfte des zweiten Drittels waren wir zu passiv und versuchten den Ball zu sehr zu schützen, während Uster in dieser Phase sehr effizient war. Danach spielten wir wie gegen Chur im Schlussdrittel richtig gut. Wir bewegten den Ball gut und übten dadurch Druck auf den Gegner aus, genauso, wie wir es wollen.“

 

UHC Uster – UHC Alligator Malans 5:6 (0:2, 4:2, 1:2)
Buchholz, Uster. 329 Zuschauer. SR Brunner/Büschlen.

Tore: 7. D. Schmid (R. Buchli) 0:1. 9. K. Nylund (N. Vetsch) 0:2. 22. R. Berweger (R. Schubiger) 1:2. 25. M. Klauenbösch (N. Heierli) 2:2. 28. M. Kulmala 3:2. 32. D. Hartmann (S. Nett) 3:3. 33. R. Buchli (D. Schmid) 3:4. 35. R. Schubiger (N. Heierli) 4:4. 52. K. Nylund (S. Nett) 4:5. 59. O. Eriksson-Elfsberg (K. Nylund) 4:6. 60. T. Stäubli (N. Juhola) 5:6.

Strafen: keine Strafen. 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Beste Spieler: Simon Nett für Alligator Malans, Markus Kulmala für Uster.

Alligator Malans: Vogt; Obrecht, Flütsch; Gartmann; Tromm; Veltsmid, Camenisch; Friolet, Schmid, Buchli; Hartmann, Nurmela, Nett; Eriksson-Elfsberg, Nylund, Vetsch.

Ersatz: Wittwer, Meiler, Schnell, Schubiger.  Verletzt: Thöny, Holenstein, Capatt, Tarnutzer, Berry.

Malans gewinnt umkämpftes Cupspiel gegen Chur

In echter Derby-Atmosphäre setzten sich die Herrschäftler dank vier Toren von Jarkko Nurmela und einem geschlossenen Aufbäumen im Schlussdrittel verdient durch. Vierzig Minuten lang war die Qualifikation für den Viertelfinal alles andere als gesichert – Chur liess mit einer starken Defensive und viel Leidenschaft die unkonzentriert wirkenden Malanser Bemühungen verpuffen.

In der 46. Spielminute erzielte Verteidiger Claudio Flütsch im Churer Slot freistehend den Ausgleich zum 4:4. Es war dies die Torpremiere in der ersten Mannschaft für den jungen Verteidiger und gleichzeitig eine Art Erlösung für die zuvor fahrigen Malanser. Endlich konnte der Ball in den eigenen Reihen behauptet und Chur spielerisch unter Druck gesetzt werden. Eine Folge davon war, dass sich Kevin Nylund in der Offensive energisch durchsetzen konnte und nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Das zwingende Powerplay bot einen Lattenknaller von Lukas Veltsmid und anschliessend das Game-winning-Goal durch Jarkko Nurmela. „Wir sind im letzten Drittel mental ins Spiel gewachsen, zuvor hatten wir Mühe, Ball und Gegner zu kontrollieren“, meinte der vierfache Torschütze nach dem Spiel.

Das Spiel begann für Malans schlecht, Chur startete mit viel Elan und konnte rasch durch Hyrkkönen in Führung gehen. Die Alligatoren blieben bis zur ersten zusammenhängenden Aktion in der 5. Minute zahm und berechenbar. Dem ersten Tor von Nurmela folgte sogleich das Zweite – die Herrschäftler schienen in der achten Minute im Spiel angekommen zu sein. Schienen, weil sowohl die erste wie auch die dritte Formation keine Mittel gegen die hart und organisiert spielende Churer Defensive fand. Viele Stockfehler und Fehlpässe luden die Hauptstädter immer wieder zu Gegenstössen ein. Torhüter Jonas Wittwer war gefordert. Der Churer Ausgleich fiel in Malanser Unterzahl durch Blomberg und nach der ersten Pause profitierte Stucki von gravierenden Fehlern in der Malanser Defensive. 3:2 stand es nach 24. Minuten, das Momentum lag bei Chur, das die Räume und Passoptionen für die Alligatoren nun noch enger machte. Einzelne Chancen wurden durch den starken Christoph Reich im Churer Tor vereitelt. Als das starke Churer Powerplay in der 29. Minute erneut reüssierte und Malans erstmals mit zwei Toren ins Hintertreffen geriet, war ein Weckruf gefordert. Und dann erwachte das Publikum auch auf Malanser Seite und es entstand ein tolle Derby-Atmosphäre. Als Berry im Powerplay für Nurmelas Anschlusstreffer auflegte war die zweite Pause nicht mehr weit. Und dort wurden offenbar die rechten Worte gefunden. Jarkko Nurmela: „Es war ein hartes Spiel, ein Derby eben. Wir mussten nach 40 Minuten auf die widrigen Umstände reagieren, geduldiger mit dem Ball umgehen. Morgen fahren wir nach Uster – mit einer gestärkten Mentalität nach dem heutigen Sieg.“

Das Spiel in Uster beginnt um 17.00 Uhr und kann im Livestream auf swissunihockey.tv verfolgt werden.

Das sagt Oscar Lundin zum umkämpften Sieg: „Chur hat gut angefangen und uns etwas unbehaglich gemacht. Aber nach 30 Minuten bekamen wir die Kontrolle über das Spiel. In den letzten 20 Minuten hatte ich das Gefühl, dass Chur zu passiv war und wir über den Ausgang des Spiels entscheiden konnten.“

 

Chur Unihockey – UHC Alligator Malans 4:6 (2:2, 2:1, 0:3)
Gewerbliche Berufsschule, Chur. 538 Zuschauer. SR Hohler/Koch.
Tore: 1. K. Hyrkkönen (D. Blomberg) 1:0. 5. J. Nurmela (D. Hartmann) 1:1. 8. J. Nurmela (J. Schnell) 1:2. 16. D. Blomberg (K. Hyrkkönen) 2:2. 24. M. Stucki (M. Rieder) 3:2. 29. M. Lehtinen (M. Stucki) 4:2. 35. J. Nurmela (K. Berry) 4:3. 46. C. Flütsch (J. Friolet) 4:4. 48. J. Nurmela (K. Berry) 4:5. 60. D. Hartmann 4:6.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Chur Unihockey. 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Beste Spieler: Jarkko Nurmela für Alligator Malans, Daniel Sesulka für Chur Unihockey.

Chur Unihockey: Reich; Beeler, Stucki; Sesulka, Jung; Weber, Mettier; Decasper, Bischofberger; Mani, Cavelti, Rieder; Hyrkkönen, Blomberg, Lehtinen; Schlegel, Villiger, Mauro Stingelin; Nico Stingelin, Torri, Amato; Breu.

Alligator Malans: Wittwer; Obrecht, Berry; Gartmann; Tromm; Veltsmid, Camenisch; Friolet, Vetsch, Buchli; Hartmann, Nurmela, Schnell; Eriksson-Elfsberg, Nylund, Nett.

Ersatz: Vogt, Meiler, Schmid, Flütsch, Tarnutzer.  Verletzt: Thöny, Holenstein, Capatt.

Offensivspektakel mit gutem Ende für Alligator

Alligator Malans entscheidet einen spektakulären offensiven Schlagabtausch gegen Köniz mit 8:7 für sich und revanchiert sich somit erfolgreich für die Hinspiel-Niederlage in der dritten Runde.

Alligator Malans gegen Floorball Köniz verspricht stets viele Tore und eine enge und temporeiche Partie. Diese Erwartungen erfüllte das Spiel in der Sporthalle Lust am Samstagabend. Anders als noch im Derby gegen Chur Unihockey gab es zwischen Köniz und Malans keinerlei Abtasten. Bereits nach acht Sekunden vergab Joshua Schnell auf Malanser Seite die erste Grosschance. Die Alligatoren wirkten anders als im Hinspiel in Köniz, als man schnell mit 4:1 ins Hintertreffen geriet, wach und bereit fürs Spiel.

In den Startminuten hatten beide Teams immer wieder gute Chancen zur Führung. Trotzdem ging es 13 Minuten bis tatsächlich der erste Ball den Weg in eines der Tore fand. Topskorer Oscar Eriksson-Elfsberg war es, der die Malanser nach schönem Pass von Verteidiger Lukas Veltsmid mit 1:0 in Front brachte. Veltsmid leitete auch den zweiten Treffer der Malanser ein, indem er in der 16. Minute auf der rechten Seite Simon Nett bediente, der den Ball unter die Latte haute. Und nur 15 Sekunden später lag der Ball bereits wieder hinter Köniz-Torhüter Patrick Eder im Kasten. Florian Tromm traf nach einem weiteren temporeichen Angriff auf Zuspiel von Jarkko Nurmela. Diese Führung entsprach sicherlich nicht ganz dem Gezeigten. Denn das Spiel war ein Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. So überraschte es auch nicht, dass auch Köniz vor der Pause noch zwei Treffer gelangen. Wie schnell aus einer Führung ein Rückstand werden kann, zeigte sich an diesem Abend gleich mehrmals eindrücklich. Erst knapp zwei Minuten im Mitteldrittel waren gespielt, als Köniz plötzlich mit 4:3 führte. Pascal Michel nach einem Fehler in der Malanser Abwehr und Reto Baumann sorgten innerhalb von 23 Sekunden für die vorläufige Wende. Vorläufig deshalb, weil die Malanser sich gegen Ende des zweiten Abschnitts eindrücklich zurückmeldeten. Bis in die 37. Minute lag Köniz 5:3 vorne, in der 39. Minute stand auf der Anzeigetafel ein 6:5 für das Heimteam. Es war ein Spiel für die Zuschauer. Ein Spiel, das viel Unterhaltung bot. Beide Teams leisteten sich aber doch auch den einen oder anderen Fehler zu viel.

Die Partie blieb bis zum Schluss spannend. In der 56. Minute lautete der Spielstand noch immer 7:7. Dann fasste sich ein überragender Lukas Veltsmid ein Herz, ging einmal mehr mit in den Angriff, spielte von der rechten Seite auf Höhe der Mittellinie einen halbhohen Pass diagonal in den Slot zu Joel Friolet und dieser verwertete souverän und brachte die Halle zum Beben.

Malans brachte diesen Vorsprung über die Zeit und feierte somit seinen dritten Sieg in Folge.

UHC Alligator Malans – Floorball Köniz 8:7 (3:2, 3:3, 2:2)

Sporthalle Lust, Maienfeld. 465 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer.

Tore: 13. O. Eriksson-Elfsberg (L. Veltsmid) 1:0. 16. S. Nett (L. Veltsmid) 2:0. 17. F. Tromm (J. Nurmela) 3:0. 19. P. Michel (Y. Ruh) 3:1. 20. A. Nordh (S. Bolliger) 3:2. 22. P. Michel 3:3. 22. R. Baumann (Ce. Haldemann) 3:4. 33. J. Ledergerber (J. Junkkarinen) 3:5. 37. K. Nylund (C. Camenisch) 4:5. 37. D. Hartmann (F. Tromm) 5:5. 39. J. Schnell (D. Hartmann) 6:5. 43. S. Bolliger (S. Hutzli) 6:6. 46. L. Veltsmid (K. Berry) 7:6. 51. S. Hutzli (A. Nordh) 7:7. 56. J. Friolet (L. Veltsmid) 8:7.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 1mal 2 Minuten, 1mal 5 Minuten (Y. Ruh) gegen Floorball Köniz

Alligator Malans: Wittwer; Tromm, Gartmann; Berry, Obrecht; Camenisch, Veltsmid; Hartmann, Nurmela, Schnell; Friolet, Buchli (ab 30. Schmid), Vetsch; Erikssson-Elfsberg, Tarnutzer (ab 30. Nylund), Nett; Ersatz: Vogt, Flütsch, Meiler

Verletzt: Thöny, Capatt, Holenstein

Bemerkungen: 58.10 Timeout Köniz, danach mehrheitlich ohne Torhüter

Beste Spieler: L. Veltsmid (Malans), S. Hutzli (Köniz)

 

Ein emotionsloses Derby mit Malans als Sieger

Das erste NLA-Unihockey-Derby der noch jungen Saison zwischen Chur Unihockey und dem UHC Alligator Malans versprach viele Emotionen, Tore und Spannung. Zu sehen bekamen die Zuschauer jedoch ein animiertes und taktisch geprägtes Spiel.

von Jörg Rutz

Die Ausganglage beim ersten Aufeinandertreffen der Kantonsrivalen versprach einiges. Würde das sehr erfolgreich in die Saison gestartete Chur Unihockey auch im 7. Saisonspiel punkten oder würde der UHC Alligator Malans den Schwung aus dem Heimsieg gegen die Langnau Tigers mitnehmen?

Bereits in der 5. Minute wurde von den beiden Schiedsrichterinnen die erste Zweiminutenstrafe gegen den Topscorer von Malans, Oscar Eriksson-Elfsberg, wegen überhartem Körpereinsatz ausgesprochen. Im darauffolgenden Powerplay blockte Dan Hartmann erfolgreich einen Schuss von Marcel Stucki. Hartmann konnte den Ball jedoch nicht unter Kontrolle bringen und die Churer erkämpften sich den Ball zurück. Dennis Blomberg passte erneut auf Marcel Stucki und ein zweites Mal liess sich der Verteidiger nicht bitten und bezwang in der 5. Minute Jonas Wittwer in der oberen rechten Ecke zum 1:0. Wer nun dachte, die Malanser würden nach diesem frühen Rückstand vehement den Ausgleich suchen, der sah sich getäuscht. Beide Mannschaften spielten weiterhin konzentriert und versuchten in der Defensive die Fehlerquote möglichst klein zu halten. Dadurch entwickelte sich ein taktisch geprägtes Spiel, mit mehr Spielanteilen für die Malanser. Eine weitere Strafe in der in der 13. Minute erneut gegen Oscar Eriksson-Elfsberg wegen eines Stockschlages liess Chur Unihockey dann ungenutzt verstreichen.

Auch im zweiten Drittel änderte sich nichts am Spielgeschehen, Alligator mit mehr Ballbesitz und ein Chur Unihockey, das auf Konter lauerte. Und wenn dann mal ein Ball den Weg aufs Tor fand, dann stoppten ihn die beiden stark aufspielenden Torhüter. Ein Geduldspiel, welches nun von der Spannung lebte, sehr zur Freude der 723 Zuschauer. In der 36. Minute wurde der Churer Sandro Mani für einen Stockschlag auf die Strafbank geschickt und das folgende Powerplay nutzte Jarkko Nurmela nach einem Doppelpass mit Kevin Berry zum verdienten 1:1. Erneut sass Sandro Mani wegen eines hart gepfiffenen Stockschlages auf der Strafbank, als 10 Sekunden vor Drittelsende Luzi Weber für die Churer den Shorthander auf dem Stock hatte, den Ball aber am Tor vorbei schoss.

Im letzten Drittel agierten beide Mannschaften äusserst diszipliniert und das Spiel hätte nun auf beide Seiten kippen können. Ausgerechnet nach einer ungenutzten Grosschance von Chur Unihockey in der 50. Spielminute missglückte beim Gegenangriff der Malanser die Abwehraktion mit dem rechten Fuss des bis dahin sehr sicher aufspielenden Churer Goali Christoph Reich. Der Ball fand nach einem Weitschuss von Remo Buchli unglücklich den Weg zum 1:2 ins Tor. Chur musste jetzt mehr riskieren und lief in der 55. Minute prompt in einen Konter, den Jarkko Nurmela mit einer sehenswerten Passstafette ausgelöst hatte und Simon Nett via Helm des Torhüters zur 1:3 Führung für Alligator Malans abschliessen konnte. Chur Unihockey stemmte sich nun gegen die drohende Niederlage und nahm in der 57. Minute das Time-Out und den Torhüter aus dem Spiel. In der 60. Minute passierte dann, was meistens passiert. Joel Friolet markierte das 1:4 Endresultat ins leere Tor.

Der UHC Alligator Malans hat sich diesen Sieg verdient. Sie waren mehr im Ballbesitz als der Gegner, standen sehr sicher in der Defensive und gewannen mehr Zweikämpfe. Es sieht so aus, dass Alligator Malans allmählich den Tritt in die Saison findet und mit 6 Punkten dieses Wochenende erfolgreich abschliessen konnte.

 

Chur Unihockey vs. UHC Alligator Malans 1:4 (Drittelergebnisse 1:0 / 0:1 / 0:3)
Gewerbliche Berufsschule Chur. 723 Zuschauer SR Sandra Zurbuchen/Corina Wehinger

Tore: 5. Marcel Stucki (Dennis Blomberg) 1:0, 37. Jarkko Nurmela (Kevin Berry), 50. Remo Buchli (Dan Hartmann), 55. Simon Nett (Jarkko Nurmela), 60. Joel Friolet (ins leere Tor)

Strafen: Chur Unihockey 2x2Min / UHC Alligator Malans 2x2Min

UHC Alligator Malans: Wittwer, Tromm, Hartmann, Nurmela, Capatt, Camenisch, Veltsmid, Erikson-Elfsberg, Nett, Berry, Vetsch, Buchli, Thöny, Obrecht, Schnell, Tarnutzer, Meiler, Friolet, Gartmann, Schmid, Flütsch

Ersatz: Vogt

Chur Unihockey: Reich, Mettier, Jung, Sesulka, Bischofberger, Decasper, Stucki, Blomberg, Lehtinen, Schlegel, N. Stingelin, Amato, M. Stingelin, Rieder, Mani, Villiger, Torri, Hyrkkönen, Beeler. Weber, Cavelti

Bemerkungen: Alligator ohne Nylund, Thöny, Capatt, Holenstein (alle verletzt), 29. Chur Unihockey wird ein Tor wegen hohem Stock aberkannt. 57. Time-Out Chur Unihockey. Chur Unihockey ab der 57.ohne Torhüter

Bester Spieler: Joel Friolet (UHC Alligator Malans), Mario Jung (Chur Unihockey)

Alligator lässt gegen die Tigers nichts anbrennen

Alligator Malans kantert Tigers Langnau gleich mit 8:2 nieder. Der Sieg gegen die Emmentaler war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

Tigers Langnau war in den letzten Jahren so etwas wie ein Angstgegner der Alligatoren. Die letzten fünf Duelle gegen die Emmentaler gingen allesamt verloren. Nicht so das Spiel am Samstagabend in der Maienfelder Sporthalle Lust. Die erneut mächtig durcheinander gewirbelten Malanser Formation gingen von Beginn an konzentriert zu Werke und lenkten das Spiel bereits früh in die richtigen Bahnen. Bereits in der zweiten Minute wurde Oscar Eriksson-Elfsberg auf der rechten Seite toll von Riccardo Tarnutzer freigespielt und schoss zur frühen Führung ein. In der sechsten Minute doppelte Kevin Berry nach. Der Verteidiger schaltete sich in bekannter Manier in einen Malanser Angriff ein und nutzte den freien Platz auf der linken Seite für die frühe zwei-Tore-Führung.

Die Alligatoren hatten auch in der Folge das Spiel mehrheitlich im Griff. Die Langnauer wurden nur nach Fehlern der Malanser in der Vorwärtsbewegung richtig gefährlich. Aber Yannick Vogt im Tor der Alligatoren löste die ihm gestellten Aufgaben souverän. So schraubten die Alligatoren bis Spielhälfte das Resultat auf 5:0 in die Höhe. Gar ein Unterzahltor gelang den Alligatoren. Dan Hartmann lancierte in der 13. Minute Florian Tromm, der souverän zum zwischenzeitlichen 3:0 einschob.

Die drei Punkte waren damit bereits früh im Spiel in trockenen Tüchern. Zumindest wäre das normalerweise das Fazit bei einer fünf-Tore-Führung. Doch gegen die Tigers vergab man in der Vorsaison bereits einmal ein 4:0-Vorsprung und verlor schliesslich mit 4:6. Und zumindest kurze Zeit musste dieser erneute Einbruch befürchtet werden. Den Tigers gelang in der 38. Minute nach nachlässiger Malanser Defensivarbeit ein Doppelschlag zum 5:2.

Doch kurz darauf war Pause und Cheftrainer Oscar Lundin konnte seine Mannschaft noch einmal neu einschwören. Dies wirkte, die Herrschäftler wirkten im Schlussabschnitt wieder gleich abgeklärt wie im Grossteil des restlichen Spiels. Eriksson-Elfsberg sorgte mit dem 6:2 in der 46. Minute wieder für eine komfortable vier-Tore-Führung. Jarkko Nurmela im Powerplay und Remo Buchli sorgten für ein verdienten 8:2-Schlussstand und eine gelungene Hauptprobe für das Bündner Derby am Sonntag.

 

UHC Alligator Malans vs. Tigers Langnau 8:2 (3:0, 2:2, 3:0)

Sporthalle Lust, Maienfeld, 410 Zuschauer, SR Stäheli/Zähnler

Tore: 2. Eriksson-Elfsberg (Tarnutzer) 1:0, 6. Berry (Obrecht) 2:0, 13. Tromm (Hartmann) 3:0, 23. Friolet (Nurmela) 4:0 29. Hartmann 5:0, 38. Kropf (Guggisberg) 5:1, 38. Lauber (Steiner) 5:2, 45. Eriksson-Elfsberg (Tarnutzer) 6:2, 54. Camenisch (Nurmela) 7:2, 56 Buchli (Nurmela) 8:2

Strafen: Alligator Malans 5×2 Minuten, Tigers Langnau 2×2 Minuten

Alligator Malans: Vogt; Berry, Obrecht; Camenisch, Veltsmid; Tromm, Gartmann; Friolet, Nurmela, Buchli; Eriksson-Elfsberg, Tarnutzer, Schnell; Vetsch, Schmid, Hartmann;

Ersatz: Wittwer, Flütsch, Meiler, Nett

Bemerkungen: Alligator ohne Nylund, Capatt, Holenstein, Thöny,

Beste Spieler: Oscar Eriksson-Elfsberg für Alligator Malans, Kevin Kropf Tigers Langnau

1 2 3 49