ALLIGATOR MALANS

Vorverkauf fürs erste Heimspiel eröffnet

Die Daten der  Playoff-Viertelfinals stehen fest! Unser erstes Heimspiel findet am Samstag 2.März in der Turnhalle Lust in Maienfeld statt. Ab 16.30 werden die beiden Bündner Klubs ein erstes Mal die Klingen kreuzen. Der Vorverkauf für diese Partie ist bereits eröffnet.

Etwas ganz spezielles wird auch die vierte Playoff-Partie. Diese im Thomas Domenig Hallenstadion in Chur ausgetragen und von SRF live übertragen!

Alle Daten des Derby:
02.03.19: Malans – Chur, 16.30 Uhr, Heimspiel
03.03.19: Chur – Malans, 18.00 Uhr,
09.03.19: Malans – Chur, 17.00 Uhr, Heimspiel
16.03.19: Chur – Malans, 17.00 Uhr
17.03.19: Malans – Chur, 17.00 Uhr (evtl.), Heimspiel
22.03.19: Chur – Malans, 20.00 Uhr (evtl.)
24.03.19: Malans – Chur, 17.00 Uhr (evtl.), Heimspiel

Malans bereit für die Playoffs

Im letzten Spiel der Qualifikation zeigte sich Alligator Malans bereits in Playoff-Form. Mit einem 8:4-Sieg gegen Floorball Köniz schlossen die Herrschäftler die Vorrunde auf dem vierten Rang ab.

Nachdem die Alligatoren gestern auswärts bei Wiler in extremis verloren hatten (das 3:2 für Wiler fiel mit der Schlusssirene) mussten Malans heute gegen den Tabellendritten aus Köniz im Heimspiel dringend gewinnen, um nicht Gefahr zu laufen, das Heimrecht in der letzten Runde noch an Chur oder Uster zu verlieren.

Doch die Malanser liessen in dieser Partie nichts anbrennen. Anders als am Samstag geriet der Sieg gegen die Berner nie in Gefahr. Das Fundament für den Sieg legte Alligator bereits im Startdrittel. Die Herrschäftler spielten mutig nach vorne und kamen auch immer wieder zu guten Abschlüssen. Mit einem beruhigenden 3:0-Vorsprung konnte man in die erste Pause gehen. Getroffen hatten Camenisch, Veltsmid (wie so häufig mit einem platzierten Handgelenkschuss) und Eriksson-Elfsberg mit einem satten Schuss in der 17. Minute. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, war Malans doch das aktivere Team mit mehr gefährlichen Torszenen. Die Könizer taten sich im ersten Abschnitt vor allem auch schwer mit dem Malanser Pressing und fanden noch nicht wirklich ins Spiel. Ab dem Mitteldrittel gestaltete sich die Partie dann ausgeglichener. Nach einem Holperball in der 23. Minute verkürzte Iiskola Volley auf 3:1. Doch in der 34. Minute fasste sich der tschechische Internationale Lukas Veltsmid ein Herz und stellte mit einem platzierten Handgelenkschuss den drei-Tore-Vorsprung wieder her. Veltsmid sorgte mit einem tiefen Schuss in Richtung Tor in Überzahl dann auch gleich dafür, dass die Malanser ihren Vorsprung in der 45. Minute weiter ausbauen konnten. Buchli lenkte vor dem Tor sehenswert ab. Danach verkürzte Köniz zwar noch bis zur 56. Minute noch auf 6:3 und erhöhte in der Schlussphase den Druck auf Jonas Wittwer im Malanser Tor. Am Ende sicherten sich die Alligatoren aber mit einem 8:4 doch deutlich das Heimrecht.

Alligator Malans vs. Floorball Köniz 8:4 (3:0, 1:1, 4:3)
Turnhalle Lust Maienfeld, 490 Zuschauer. SR Preisig/Schädler.
Tore: 4. C. Camenisch 1:0. 9. L. Veltmid (D. Karlander) 2:0. 17. O. Eriksson-Elfsberg 3:0. 23. T. Iiskola 3:1. 34. L.Veltsmid (D. Karlander) 4:1. 45. R. Buchli (L. Veltsmid) 5:1. 50. S. Bolliger (J. Junkkarinen) 5:2 50. R. Buchli (C. Camenisch) 6:2. 56. J. Junkarinen (P. Doza) 6:3. 58. L. Veltsmid 7:3 59. Y. Pillychody (P. Doza) 7:4 60. D. Karlander 8:4
Strafen:  2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 3mal 2 Minuten gegen Floorball Köniz

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Veltsmid, Tromm, Camenisch; Obrecht, Gartmann; Karlander, Elfsberg, Nett; Hartmann, Buchli, Braillard ; Holenstein, Thöny, Bärtschi; Ersatz: Vogt, Vetsch Verletzt: Friolet, Bebi, Tarnutzer

Beste Spieler: L. Veltsmid (Malans), S. Bolliger (Köniz)

Malanser stolpern kurz vor dem Ziel

Alligator unterliegt auswärts gegen Wiler-Ersigen mit 2:3. Eine abgeklärte Leistung über grosse Teile des Spiels genügte nicht für Punkte.

Alligator Malans gegen Wiler-Ersigen ist immer eine ganz spezielle Affiche. Die Partie ist einer der grossen Klassiker im Schweizer Unihockey. Dies aufgrund zahlreicher hochklassiger Duelle in den Playoffs im letzten Jahrzehnt. Ein ideales Spiel also, um so richtig in Playoff-Stimmung zu kommen. Und die beiden Teams zeigten über 60 Minuten, wie dieses Playoff-Unihockey aussehen könnte, wenn es zu einem Duell mit zwei taktisch sehr versierten Mannschaften kommen sollte. Die Malanser standen in der Abwehr äusserst massiert. Sie bewiesen in dieser Partie eindrücklich, dass sie längst nicht mehr nur mit Spektakel-Unihockey Erfolg haben können. Dieses Fazit liess sich zumindest für die ersten 53. Minuten ziehen. Doch die letzten sieben genügten, damit am Ende trotzdem wieder die Berner jubelten und eher die Floskel «Ein Spiel dauert immer 60 Minuten» ihre Berechtigung hat. Aber der Reihe nach.

Wenig Tore – viel Geduld

Wie häufig bei diesem Duell bekamen die Zuschauer nicht viele zu sehen. In den ersten 40 Minuten gerade einmal zwei. Beide erzielt von der Gastmannschaft aus Graubünden und beide von Lukas Veltsmid. Bei 5 gegen 5-Spieler gab es in den ersten zwei Drittel kein einziges Tor zu vermelden. Der Tscheche traf nämlich zwei Mal in Überzahl. Er eröffnete das Skore in der achten Minute nach einem Freistoss aus der Ecke mit einem Handgelenkschuss aus halbrechter Position und erhöhte das Verdikt in der 38. Minute in typischer Manier mit einem Bogenlauf in die Mitte. Wiler hatte durchaus auch seine gefährlichen Momente, biss sich aber immer wieder an einem überragenden Jonas Wittwer im Malanser Tor die Zähne aus. Malans hingegen spielte mit einer beeindruckenden Geduld im Aufbauspiel und hatte so in dieser Partie über weite Strecken das Spieldiktat.

Der Anschlusstreffer als Türöffner

Im dritten Drittel verschärfte sich die Gangart noch einmal. Beide Teams schenkten sich nichts. Tore blieben aber weiterhin Mangelware. Malans verpasste es in Überzahl nach 50. Minuten das Spiel zu entscheiden. Wiler präsentierte sich auch im dritten Abschnitt lange zu ineffizient. Bis zur 54. Minute. Dann fasste sich der Berner Captain Tatu Väänänen ein Herz und traf mit einem Hammer aus fast identischer Position wie im zweiten Drittel Veltsmid ins Lattenkreuz. Dieses Tor änderte alles. Wiler bewies nämlich in der Folge, wieso die Berner immer ein absolutes Spitzenteam sind. Nun schöpfte die Heimmannschaft neuen Mut und Malans wirkte etwas verunsichert. So fand der elffache Schweizermeister plötzlich Räume vor, die zuvor während der ganzen Partie nie vorhanden waren. So kam Matthias Hofbauer in der 57. Minute im Slot unbedrängt zum Abschluss. Eine Chance, die sich ein Mann mit einer solchen Routine nicht entgehen lässt. Auch in der Folge spielte nur noch ein Team. Doch Wiler liess eine 2:1-Situation und einen sehr hart gepfiffenen Penalty ungenutzt und es schien, als würde in diesem Spiel eine Zusatzschlaufe notwendig. Doch dann startete Marco Louis in den letzten Sekunden einen letzten Angriff vor der Verlängerung. Und tatsächlich: Mit der Schlusssirene netzte der Berner von der linken Seite ein. Der Treffer zählte, angespielt wurde nicht mehr.

So verlor Malans ein Spiel, dass es während mehr als zwei Dritteln kontrolliert hat und ist nun am Sonntag gegen Köniz dringend auf Punkte angewiesen, wollen die Herrschäftler nicht noch das Heimrecht an den Kantonsrivalen Chur Unihockey abtreten.

SV Wiler-Ersigen – Alligator Malans 3:2 (0:1, 0:1, 3:0)
Sportzentrum Zuchwil, 391 Zuschauer. SR Schuler/Sprecher.
Tore: 8. L. Veltmid (D. Hartmann) 0:1. 38. L. Veltsmid (C. Camenisch) 0:2. 54. T. Väännänen 1:2. 57. M.Hofbauer  (M. Louis) 60. (59.59) M. Louis (D. Wittwer) 3:2
Strafen:  4mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans

Alligator Malans: Wittwer; Tromm, Braillard; Berry, Gartmann; Camenisch, Veltsmid; Thöny, Hartmann, Friolet ; Holenstein, Buchli, Vetsch; Bärtschi (Karlander 40.), Elfsberg, Nett; Ersatz: Vogt, Obrecht

Bemerkungen: 41. Pfostenschuss Thöny, 58. Johnsson verschiesst Penalty, 60. Timeout Malans

Beste Spieler: T. Väänänen (Wiler), L. Veltsmid (Malans)

Bild: Erwin Keller

Malans bezwingt Kloten-Dietlikon

Gegen die Kloten-Dietlikon-Jets setzen sich die Alligatoren erst nach einer markanten Steigerung im Schlussdrittel durch. Dan Hartmann und Kevin Berry steuerten je drei Skorerpunkte zum wichtigen Sieg im Kampf um das Heimrecht in den Playoffs bei.

Am Ursprung der Wende zum Guten im Bündner Spiel stand eine unglückliche Aktion in der 40. Spielminute: der Klotener Jokinen traf erst den Pfosten und im Nachschuss Verteidiger Christian Gartmann, der ins eigene Tor ablenkte. Der Ausgleich zum 4:4 fiel in einer Phase, in der sich Malans nach harzigem Start aufraffte und das freche Zürcher Konterspiel etwas besser unterbinden konnte. Und nun ging es trotzdem mit ausgeglichenem Spielstand in die zweite Pause. Die Frust konnte dort wohl richtig kanalisiert werden und der Trainerstaff sorgte mit personellen Anpassungen für die entscheidenden Impulse. Nun gab es für die 310 Zuschauer endlich Tempo-Unihockey zu sehen, die Alligatoren starteten ein offensives Feuerwerk, dem die Jets nichts mehr entgegensetzen konnten. Da brannte es vor Torhüter Dürst bisweilen im Sekundentakt; Pfostenschüsse, viele vergebene Malanser Chancen und Überhand in den Zweikämpfen standen für den gefundenen Fokus. Herauszuheben sind die Tore durch Buchli nach einem feurigen Solo in typischer Manier (44.), sowie Kevin Berrys Traumpass zum alles entscheidenden 8:4 durch Joel Friolet (54.).

Bis weit ins zweite Drittel war im Malanser Spiel kaum ein roter Faden ersichtlich, die Linienpartner schienen sich nicht zu finden und vieles blieb Stückwerk. In einem sehr bescheidenen ersten Drittel gerieten die Alligatoren zweimal in Rückstand, Kloten kam dagegen zu ziemlich einfachen Toren. Es fehlte an Durchsetzungsvermögen und Ideen, wie das Zürcher Defensivbollwerk überwunden werden könnte. Wo war die Malanser Form geblieben, das druckvolle und kreative Spiel? Ein erster Lichtblick war das Tor zum 3:3 durch Markus Holenstein, dem ein flüssiges Zusammenspiel vorausging. Als dann auch das Überzahlspiel funktionierte (Camenisch zur Führung) und Karlander am Pfosten scheiterte, schien das Blatt gewendet – aber dazu brauchte es an diesem Abend wohl den nochmaligen Ausgleich in der besagten 40. Spielminute.

Auf Malans warten in den beiden letzten Qualifikationsspielen mit Wiler-Ersigen und Floorball Köniz (17.2. um 17.00 Uhr in Maienfeld) anspruchsvolle Gegner. Der Elan des letzten Spieldrittels und die Erfahrung des Aufbäumens können aus dem Spiel gegen Kloten in die Playoffvorbereitung mitgenommen werden.

UHC Alligator Malans – Kloten-Dietlikon Jets 8:5 (2:3, 2:1, 4:1)
Turnhalle Lust, Maienfeld. 310 Zuschauer. SR Hohler/Koch.
Tore: 2. O. Eriksson-Elfsberg (M. Karlander) 1:0. 7. D. Rhyner (M. Kulmala) 1:1. 12. F. Zolliker 1:2. 13. K. Berry (N. Vetsch) 2:2. 19. D. Dürst (F. Zolliker) 2:3. 25. M. Holenstein (C. Gartmann) 3:3. 31. C. Camenisch (D. Hartmann) 4:3. 40. D. Rhyner (J. Jokinen) 4:4. 41. D. Hartmann (M. Karlander) 5:4. 44. R. Buchli 6:4. 46. D. Hartmann (K. Berry) 7:4. 54. J. Friolet (K. Berry) 8:4. 56. J. Jokinen (Y. Kindler) 8:5.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 2mal 2 Minuten gegen Kloten-Dietlikon Jets.
Alligator Malans: Vogt; Berry, Gartmann; Camenisch, Veltsmid; Tromm, Braillard; Holenstein, Buchli, Vetsch; Karlander, Elfsberg, Nett; Thöny, Hartmann, Friolet;

Ersatz: Wittwer, Obrecht, Bärtschi
Kloten-Dietlikon Jets: Dürst; Dürst, Kapp; Kindler, Kaiser; Wüst, Graf; Zolliker, Tahmasebi, Jaunin; Rhyner, Kulmala, Jokinen; Diem, Hotinger, Bregenzer.

Ersatz: Steffen, Keller.

Text: Thomas Rentsch

 

Welcome Back Jarkko!

Alligator Malans kann nächste Saison wieder auf die Dienste eines alten Bekannten zählen. Der Finne Jarkko Nurmela kehrt zu den Herrschäftlern zurück.

Alligator Malans bastelt an einem schlagkräftigen Kader für die nächste Saison. Der finnische Stürmer Jarkko Nurmela läuft nächste Saison für die Alligatoren auf. Nachdem er die Malanser auf Ende der Saison 2017/2018 aufgrund seines Studiums verlassen hatte, kehrt der finnische Stürmer auf die Saison 2019/2020 nach Graubünden zurück. Er konnte sein Studium bereits früher als geplant abschliessen und hat sich deshalb für eine Rückkehr entschieden.

Der Finne war bei Alligator während zwei Spielzeiten eine wichtige Teamstütze. Insgesamt 79 Skorerpunkte gelangen ihm während der Saison 2016/2017 und 2017/2018. Er lief bei den Malansern regelmässig im Topskorer-Shirt auf. Nurmela hat einen Einjahresvetrag mit Option auf eine weitere Saison unterschrieben. Er stösst vom finnischen Klub NST-Lappeenranta zu den Malansern. Und dort hat er seine Skorerqualitäten ebenfalls wieder unter Beweis gestellt. Er bestritt bisher zwar lediglich sieben Spiele, verbuchte aber insgesamt 14 Punkte (9Tore und 5 Assists) und hat somit die höchste Punkteausbeute pro Spiel in seinem Team vorzuweisen.

 

Bittere Niederlage im Derby

In einem spannenden und emotionalen Derby setzte sich Chur Unihockey im Penaltyschiessen gegen Alligator Malans durch. Der starke Churer Torhüter und viele Fehlschüsse der Malanser liegen der Niederlage zu Grunde. Während 70 Spielminuten erzielten beide Teams nur je einen Treffer.

Malans startete mit gut organisiertem Aufbauspiel, Chur zeigte sich eher von der kämpferischen Seite und kam zu den gefährlicheren Abschlüssen. Das Derby bot schon im ersten Drittel körperbetontes und emotionales Unihockey, die Stimmung in der Gewerbeschule trug das ihrige dazu bei. Aus Malanser Sicht reuten einige Abschlüsse von Kevin Bebi, die das Tor aber grösstenteils verfehlten. Somit kam Chur in Überzahl (2′ gegen Remo Buchli) zum ersten Tor des Abends: Jan Binggeli staubte nach einem Weitschuss alleine vor Torhüter Wittwer ab.

Die dritte Linie spielte sich auch nach der Pause weiter in den Vordergrund. In der 22. Minute fand Lukas Veltsmid auf der rechten Seite Oscar Eriksson-Elfsberg, der zielsicher und direkt zum Ausgleich traf. Das Tor schien den Block des grossgewachsenen Centers erst recht zu beflügeln, sie kamen mit ihrem Tempospiel zu vielen weiteren Chancen, die Qualität im Abschluss fehlte aber. Und Chur? Die Hauptstädter spielten defensiv sehr kompakt, sie waren in der Lage, die gefährlichen Malanser Querpässe zu unterbinden. Offensive Gefahr ging von überfallartigen Angriffen aus. Eine Teamstrafe gegen Malans zur Spielmitte brachte dann kaum Gefahr vor dem Tor der Herrschäftler, sie war aber Ausgangspunkt für eine intensive Phase. Es ging nun hin und her, Konter folgte auf Konter, Chancen auf Chancen und die Torhüter Rytych und Wittwer demonstrierten viel Stärke und gutes Positionsspiel. Als Schlusspunkt der furiosen Spielminuten 30-40 verschoss Remo Buchli Sekunden vor der zweiten Sirene aus nächster Nähe.

Das Schlussdrittel lebte von der Spannung und der Atmosphäre in der Halle. Spielerisch schien den Alligatoren, abgesehen von einem Startfurioso zu Beginn, der Faden abhanden gekommen zu sein. Das Malanser Spiel war nun von Hast und Undiszipliniertheit befallen – Geburtstagskind Jonas Wittwer hielt aber mit einigen Paraden sein Team im Spiel. Nach einem Renkontre mit Binggeli wurde Kevin Berry in der 52. Minute auf die Strafbank geschickt. Die Unterzahl brachte die Organisation zurück ins Spiel der Alligatoren. Mit nur noch zwei Linien agierend wurde Chur nun wieder unter Druck gesetzt, aber Rytych war trotz guter Spielzüge nicht mehr zu bezwingen.

Die Verlängerung spielte sich bis auf eine Ausnahme in der Churer Hälfte ab. Trotz dominantem Spiel und resolutem Einsatz wollte das Tor für die Alligatoren nicht fallen. Im einzigen nennenswerten Churer Vorstoss rettete der Pfosten ins Penaltyschiessen. Dort traf für Malans einzig Oscar Eriksson-Elfsberg, während gleich 3 Hauptstädter Wittwer bezwingen konnten.

Drei Spiele vor Ende der Qualifikation gilt es für die Alligatoren mindestens den vierten Platz und damit das Heimrecht für die Playoffs zu sichern.

Text: Thomas Rentsch

Oscar Lundin auch nächste Saison ein Alligator

Oscar Lundin wird auch an der nächsten Saison bei Alligator Malans als Cheftrainer an der Bande stehen. Bereits in der aktuellen Saison will der Schwede mit den Malansern aber hoch hinaus.

Der 30-jährige Oscar Lundin hat seinen Vertrag mit Alligator Malans vorzeitig um eine weitere Saison verlängert. Der Schwede, der seit 2017 das NLA-Team der Bündner als Cheftrainer betreut, fühlt sich gemäss eigener Aussage in Graubünden wohl. Auch seiner Familie gefalle es ihm Kanton Graubünden und allgemein in der Schweiz sehr gut. „Ich freue mich darauf, die Spieler weiterhin zu trainieren und bis 2020 Teil der Alligator-Familie zu sein.“ Lundin will auch in Zukunft ein intensives Unihockey spielen lassen. „Es gibt in unserem Spiel noch Bereiche, bei denen ich noch grosses Potenzial sehe.“ Und er macht auch gleich noch eine Kampfansage im Hinblick auf die anstehenden Playoffs: „Ich und mein Team freuen uns darauf. Wir werden dort nur schwer zu schlagen sein.“

Bevor Lundin zu Alligator Malans wechselte, war er während dreier Jahre als Cheftrainer bei Warberg IC in der schwedischen Superliga (SSL) tätig. Dabei war er auch für die Entwicklung von vereinseigenen Nachwuchsspielern verantwortlich. Lundin ersetzte bei den Alligatoren die Klub-Legende Esa Jussila, der auf Ende der Saison 2016/2017 in seine Heimat nach Finnland zurückkehrte.

Malans bodigt Winterthur

Im zweiten Spiel des Wochenendes waren die Alligatoren beim dringend auf Punkte angewiesenen HC Rychenberg Winterthur zu Gast. Remo Buchli und Dan Hartmann führten ihr Team aber zu einem wichtigen Sieg – dies für einmal ohne spielerisch zu überzeugen.

Das Spiel startete ereignisarm, mit zwei Chancen erzielten die Winterthurer zwei Tore – Dan Hartmann konnte in der 12. Minute mit einem schönen Rush den ersten Treffer für Malans erzielen. Nach dem schön vorbereiteten, aber auch etwas glücklichen 3. Treffer durch Nils Conrad war im ersten Abschnitt nur noch ein blitzschneller Abschluss von Kevin Bebi nennenswert: Torhüter Gruber reagierte mit einer ersten Glanztat.

Auch nach der ersten Pause kam das Malanser Spiel nicht wie zuletzt in Fahrt: Im Aufbau schlichen sich viele Fehler und hektische Aktionen ein. Es brauchte eine Strafe gegen den HCR, damit die Malanser zu offensiven Aktionen kamen: Hartmann und Berry spielten sich den Ball so lange zu, bis die Lücke für den Pass zu Joel Friolet offen war und dieser knapp an Torhüter Gruber vorbei den Treffer markieren konnte. Die Bündner kamen nun besser in Schwung – allerdings blieb die Spielauslösung ein Sorgenkind. Den Zürchern gelang es immer wieder, die Bemühungen der Alligatoren zu durchschauen und tauchten mit Kontern gefährlich vor Wittwer auf. Dieser war nun, wie sein Kollege gegenüber vermehrt gefordert – beide zeigten teilweise spektakuläre Paraden. Gegen Wöckes zweiten Treffer hatte Wittwer aber nichts auszurichten (32.). In der Folge zeigte sich Remo Buchli mit einem herrlichen Treffer von seiner besten Seite. Nach seinen zwei abgesessenen Spielsperren schien bei diesem Abschluss richtiggehend Pulverdampf in die Axa-Arena zu entschweben. Zwei Strafen gegen beide Teams brachten gegen Ende des Drittels keinen Ertrag, wobei der HCR in Überzahl zu guten Chancen kam – Malans aber in derselben Sequenz auch in Unterzahl hätte ausgleichen können.

Die Geschichte des letzten Drittels beginnt mit einer ziemlich grossen Malanser Personalrochade. Die Anpassungen in allen drei Linien brachte endlich mehr Tempo und Zusammenhang ins Bündner Spiel. Dank weiteren Grosstaten der beiden Torhütern änderte sich das Skore aber lange neun Minuten nicht. Dann zeigten Kevin Berry und Dan Hartmann, dass sie nicht zum ersten Mal zusammenspielten: ein idealer Laufweg in den Slot von Hartmann, des Verteidigers Übersicht und feine Hände – der Center brauchte nur noch abzulenken. Der Ausgleich genügte den Malanser Ansprüchen nun spürbar nicht mehr. Buchli lief nun richtig heiss, vor allem hinter dem Zürcher Tor. Erst spielte er den alleinstehenden Simon Nett für den erstmaligen Führungstreffer an, kurz darauf bewies er seinen Torriecher mit einem überraschenden Buebentrick (58.). Der zwischenzeitliche Ausgleich des HCR war damit wieder Makulatur. Die letzten zwei Spielminuten brachten noch zwei Treffer ins leere Rychenberger Tor, unterbrochen von einem erneuten Anschlusstreffer. Mit diesem Sieg gewinnen die Alligatoren an diesem Wochenende sechs Punkte und halten den Anschluss an die besten drei Teams.

HC Rychenberg Winterthur – UHC Alligator Malans 6:8 (3:1, 1:2, 2:5)
AXA Arena, Winterthur. 918 Zuschauer. SR Brunner/Büschlen.
Tore: 2. M. Wöcke (N. Conrad) 1:0. 12. L. Grunder (M. Hauser) 2:0. 12. D. Hartmann 2:1. 16. N. Conrad (T. Studer) 3:1. 25. J. Friolet (K. Berry) 3:2. 32. M. Wöcke (N. Conrad) 4:2. 34. R. Buchli (L. Veltsmid) 4:3. 49. D. Hartmann (K. Berry) 4:4. 50. S. Nett (R. Buchli) 4:5. 56. T. Studer (T. Tilus) 5:5. 58. R. Buchli (C. Camenisch) 5:6. 59. J. Friolet (H. Braillard) 5:7. 59. M. Schaub (P. Kern) 6:7. 60. D. Hartmann (R. Buchli) 6:8.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur. 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Alligator Malans: Wittwer; Braillard, Tromm; Camenisch, Gartmann; Obrecht, Berry; Hartmann, Thöny, Friolet; Holenstein, Buchli, Vetsch; Eriksson-Elfsberg, Bebi, Nett;

Ersatz:  Vogt, Tarnutzer, Gartmann, Bärtschi, Veltsmid. Verletzt: Karlander.

Text: Thomas Rentsch

Klarer Sieg gegen den Tabellenvorletzten

Alligator Malans gewinnt gegen den UHC Thun klar mit 9:4. Der Sieg der Bündner Herrschäftler war trotz gewichtiger Absenzen zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

Beim Auswärtsspiel in Thun ergab sich auf dem Matchblatt ein ungewohntes Bild. Der tschechische Nationalmannschaftsverteidiger Lukas Veltsmid lief nämlich in der zweiten Formation neben Daniel Karlander und Simon Nett als Center auf. Der Grund dafür: Mit Oscar Eriksson-Elfsberg und Ursin Thöny fielen zwei offensive Spieler krank aus. Zusätzlich war Remo Buchli noch immer gesperrt. Deshalb war Cheftrainer Oscar Lundin zum Umdenken gezwungen. In der Anfangsphase kamen die Thuner dann auch auch aufgrund des hohen Pressings der Malanser zu einigen guten Möglichkeiten. Doch diese bleiben ungenutzt und in der vierten Minute zahlte sich dieses Pressing für die Malanser aus. Kevin Berry gewann denn Ball in der Zone der Thuner, spielte ihn auf Nino Vetsch, der auf Markus Holenstein ablegte und diesem Raum für den Führungstreffer gab. Mit diesem Tor war der Bann gebrochen und es entwickelte sich eine einseitige Partie. Die Malanser wirbelten über alle drei Formationen gehörig in der Thuner Zone und erhöhten das Verdikt bereits in der fünften Minute auf 3:0. Daniel Karlander und Kevin Berry waren die Torschützen. Der Thuner Trainer sah sich bereits gezwungen sein Timeout zu nehmen, doch dieses verpuffte praktisch wirkungslos. In regelmässigen Abständen erhöhten die Gäste das Resultat weiter. Den Schlusspunkt im ersten Abschnitt setzte dann Veltsmid in der 14. Minute, der nach schöner Vorarbeit von Christoph Camenisch aus mittiger Position traf. Es war dies bereits das 6:0 für die Alligatoren.

Damit war der Mist in diesem Spiel bereits geführt und die Frage war nur noch, ob die Malanser einen Gang zurückschalten und die Thuner Ordnung in ihre Defensivreihen bekommen. Die Antwort lautete im Mitteldrittel abgesehen von 39 Sekunden: Ja. Die Berner Oberländer konnten in der 27. Minute verkürzen und schienen im Spiel angekommen zu sein. Doch dann folgte die 29. Minute und die Malanser erzielten innerhalb von 39 Sekunden drei Tore und zogen wieder auf 9:1 davon. Mit einem Doppelschlag gelang es dem Heimteam danach die Differenz aus dem Startdrittel wiederherzustellen.

Im Schlussdrittel fiel nur noch der Treffer zum 9:4. Der Sieg der Malanser geriet aber nicht mehr in Gefahr.

UHC Thun– UHC Alligator Malans 4:9 (0:6, 3:3, 1:0)

MUR Thun, SR Lahdesmaki/Lahteenmaki

Tore: 4. Holenstein (Vetsch) 0:1, 5. Karlander (Nett) 0:2, 5. Bebi (Tromm) 0:3, 6. Karlander (Nett) 0:4, 11. Holenstein (Gartmann) 0:5, 15. Veltsmid (Camenisch) 0:6, 27. Garbely (Kropf) 1:6, 29. Friolet (Hartmann) 1:7, 29. Vetsch (Gartmann) 1:8, 30. Camenisch 1:9, 33. Scheuner (Graber) 2:9, 34. Kropf (Wettstein) 3:9, 56. Obi (Stulz) 4:9

Strafen: UHC Thun 1×2 Minuten, Alligator Malans 1×2 Minuten

Alligator Malans: Vogt; Braillard, Tromm; Camenisch, Obrecht; Gartmann, Berry; Hartmann, Bebi, Friolet; Veltsmid, Karlander, Nett; Holenstein, Bärtschi, Vetsch;

Ersatz: Wittwer, Tarnutzer, Krank: Eriksson-Elfsberg, Thöny Gesperrt: Buchli

Bemerkungen: 13. Torhüterwechsel UHC Thun

Erneute Niederlage gegen GC

20 Stunden nach der knappen, aber kapitalen Niederlage im Cup-Halbfinal mussten die Alligatoren wieder als ebenbürtiger Gegner und Verlierer vom Feld. Malans konnte nie in Führung gehen, das Momentum blieb stets bei GC – auch wenn sich die Bündner mit maximalem Einsatz dagegen stemmten.

Nach einer sicherheitsorientierten Startphase zeigten beide Teams gefälliges, taktikgeprägtes Unihockey. Gelegentliche Torchancen waren das Ergebnis von spontanem Pressing mit Ballgewinn in der Offensive oder darauf folgenden Gegenstössen. Beide Teams beklagten je einen Pfostenschuss. In der 19. Minute kam Ursin Thöny nach einer Malanser Druckphase zu einer guten Chance, die Nati-Hüter Meier aber zunichtemachte, worauf im Gegenzug Zolliker das erste Tor für GC erzielen konnte.

Im zweiten Abschnitt fielen fünf sehenswerte Tore. Erst vergab GC eine Grosschance, was Simon Nett einen Konter ermöglichte: alleine und mit genügend Zeit liess er Meier aussteigen. Nach Julkunens Führungstreffer war es in der 30. Spielminute Veltsmid, der Übersicht bewies und Oscar Eriksson-Elfsberg im Slot anspielen konnte. Aus der Drehung erzielte dieser den erneuten Ausgleich. Aus Malanser Sicht war ärgerlich, dass nur kurze Zeit später der Zürcher Zürcher Torhüter Vogt aus spitzem Winkel im hohen Eck erwischte. Der Torreigen machte das Spiel nun attraktiv und spannend – Malans kam zu guten Chancen und spielte in dieser Phase mit viel Energie, Elfsberg, Vetsch und auch Kevin Berry kamen zu guten Abschlüssen. Für das Tor zum 3:3 war in der 36. Minute Joel Friolet besorgt, der in Überzahl feine Hände bewies.

Als die Zürcher bis zur 44. Minute mit zwei relativ einfachen Toren in Führung gingen, senkten sich die Blicke auf der eher spärlich besuchten Tribüne in Maienfeld. Konnte sich die Mannschaft nochmals aufraffen und den Rückschlag einstecken? Die Antwort war Ja – mit viel Willen und noch mehr Kampfgeist brachten die Bündner jetzt Emotionen ins Spiel. Sinnbildlich dafür ein bissig gewonnener Zweikampf zwischen Joel Friolet und GC-Captain Graf; der Ursprung zum Anschlusstreffer durch Dan Hartmann (45`). Das Spiel war nun packend, das taktische Korsett wurde abgelegt, es gab einige umstrittene Duelle, die Schlussphase bot viel Spektakel. Als Malans auch das zweite Powerplay des Abends durch Friolet zum Ausgleich nutzte, war der Glaube an den Sieg wieder greifbar. Aber ein Zuordnungsproblem in der Bündner Defensive nutzte Laely zur postwendenden Zürcher Führung. Die letzten, wütenden Angriffe (zuletzt ohne Torhüter) brachten einen weiteren Pfostenschuss und eine Grosschance – aber es sollte nicht sein. Die leicht abgeklärteren Grasshoppers konnten das Spiel trotz starker Gegenwehr knapp für sich entscheiden.

UHC Alligator Malans – Grasshopper Club Zürich 5:6 (0:1, 3:2, 2:3)

Turnhalle Lust, Maienfeld. 461 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer.

Tore: 19. C. Zolliker (S. Laubscher) 0:1. 23. S. Nett (M. Holenstein) 1:1. 25. E. Julkunen (L. Graf) 1:2. 30. O. Eriksson-Elfsberg (L. Veltsmid) 2:2. 32. M. Zürcher (C. Zolliker) 2:3. 37. J. Friolet (M. Karlander) 3:3. 41. C. Laely (Eigentor) 3:4. 44. F. Wenk (C. Meier) 3:5. 48. D. Hartmann (U. Thöny) 4:5. 53. J. Friolet (K. Berry) 5:5. 54. C. Laely (T. Heller) 5:6.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 2mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich.

GC: Meier; Vizzini, Mock; Zürcher, Graf; Berlinger, Bier; Meier, Laely, Rüegger; Laubscher, Julkunen, Zolliker; Göldi, Steiger, Wenk;

Ersatz: Heller, Stocker, Unternährer.

Alligator Malans: Vogt; Braillard, Tromm; Camenisch, Veltsmid; Gartmann, Berry; Hartmann, Thöny, Friolet; Eriksson-Elfsberg, Karlander, Vetsch; Holenstein, Bärtschi, Nett;

Ersatz: Wittwer, Tarnutzer, Obrecht, Bebi. Ohne Buchli (gesperrt)

 

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