ALLIGATOR MALANS

Offensivspektakel mit gutem Ende für Alligator

Alligator Malans entscheidet einen spektakulären offensiven Schlagabtausch gegen Köniz mit 8:7 für sich und revanchiert sich somit erfolgreich für die Hinspiel-Niederlage in der dritten Runde.

Alligator Malans gegen Floorball Köniz verspricht stets viele Tore und eine enge und temporeiche Partie. Diese Erwartungen erfüllte das Spiel in der Sporthalle Lust am Samstagabend. Anders als noch im Derby gegen Chur Unihockey gab es zwischen Köniz und Malans keinerlei Abtasten. Bereits nach acht Sekunden vergab Joshua Schnell auf Malanser Seite die erste Grosschance. Die Alligatoren wirkten anders als im Hinspiel in Köniz, als man schnell mit 4:1 ins Hintertreffen geriet, wach und bereit fürs Spiel.

In den Startminuten hatten beide Teams immer wieder gute Chancen zur Führung. Trotzdem ging es 13 Minuten bis tatsächlich der erste Ball den Weg in eines der Tore fand. Topskorer Oscar Eriksson-Elfsberg war es, der die Malanser nach schönem Pass von Verteidiger Lukas Veltsmid mit 1:0 in Front brachte. Veltsmid leitete auch den zweiten Treffer der Malanser ein, indem er in der 16. Minute auf der rechten Seite Simon Nett bediente, der den Ball unter die Latte haute. Und nur 15 Sekunden später lag der Ball bereits wieder hinter Köniz-Torhüter Patrick Eder im Kasten. Florian Tromm traf nach einem weiteren temporeichen Angriff auf Zuspiel von Jarkko Nurmela. Diese Führung entsprach sicherlich nicht ganz dem Gezeigten. Denn das Spiel war ein Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. So überraschte es auch nicht, dass auch Köniz vor der Pause noch zwei Treffer gelangen. Wie schnell aus einer Führung ein Rückstand werden kann, zeigte sich an diesem Abend gleich mehrmals eindrücklich. Erst knapp zwei Minuten im Mitteldrittel waren gespielt, als Köniz plötzlich mit 4:3 führte. Pascal Michel nach einem Fehler in der Malanser Abwehr und Reto Baumann sorgten innerhalb von 23 Sekunden für die vorläufige Wende. Vorläufig deshalb, weil die Malanser sich gegen Ende des zweiten Abschnitts eindrücklich zurückmeldeten. Bis in die 37. Minute lag Köniz 5:3 vorne, in der 39. Minute stand auf der Anzeigetafel ein 6:5 für das Heimteam. Es war ein Spiel für die Zuschauer. Ein Spiel, das viel Unterhaltung bot. Beide Teams leisteten sich aber doch auch den einen oder anderen Fehler zu viel.

Die Partie blieb bis zum Schluss spannend. In der 56. Minute lautete der Spielstand noch immer 7:7. Dann fasste sich ein überragender Lukas Veltsmid ein Herz, ging einmal mehr mit in den Angriff, spielte von der rechten Seite auf Höhe der Mittellinie einen halbhohen Pass diagonal in den Slot zu Joel Friolet und dieser verwertete souverän und brachte die Halle zum Beben.

Malans brachte diesen Vorsprung über die Zeit und feierte somit seinen dritten Sieg in Folge.

UHC Alligator Malans – Floorball Köniz 8:7 (3:2, 3:3, 2:2)

Sporthalle Lust, Maienfeld. 465 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer.

Tore: 13. O. Eriksson-Elfsberg (L. Veltsmid) 1:0. 16. S. Nett (L. Veltsmid) 2:0. 17. F. Tromm (J. Nurmela) 3:0. 19. P. Michel (Y. Ruh) 3:1. 20. A. Nordh (S. Bolliger) 3:2. 22. P. Michel 3:3. 22. R. Baumann (Ce. Haldemann) 3:4. 33. J. Ledergerber (J. Junkkarinen) 3:5. 37. K. Nylund (C. Camenisch) 4:5. 37. D. Hartmann (F. Tromm) 5:5. 39. J. Schnell (D. Hartmann) 6:5. 43. S. Bolliger (S. Hutzli) 6:6. 46. L. Veltsmid (K. Berry) 7:6. 51. S. Hutzli (A. Nordh) 7:7. 56. J. Friolet (L. Veltsmid) 8:7.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 1mal 2 Minuten, 1mal 5 Minuten (Y. Ruh) gegen Floorball Köniz

Alligator Malans: Wittwer; Tromm, Gartmann; Berry, Obrecht; Camenisch, Veltsmid; Hartmann, Nurmela, Schnell; Friolet, Buchli (ab 30. Schmid), Vetsch; Erikssson-Elfsberg, Tarnutzer (ab 30. Nylund), Nett; Ersatz: Vogt, Flütsch, Meiler

Verletzt: Thöny, Capatt, Holenstein

Bemerkungen: 58.10 Timeout Köniz, danach mehrheitlich ohne Torhüter

Beste Spieler: L. Veltsmid (Malans), S. Hutzli (Köniz)

 

Ein emotionsloses Derby mit Malans als Sieger

Das erste NLA-Unihockey-Derby der noch jungen Saison zwischen Chur Unihockey und dem UHC Alligator Malans versprach viele Emotionen, Tore und Spannung. Zu sehen bekamen die Zuschauer jedoch ein animiertes und taktisch geprägtes Spiel.

von Jörg Rutz

Die Ausganglage beim ersten Aufeinandertreffen der Kantonsrivalen versprach einiges. Würde das sehr erfolgreich in die Saison gestartete Chur Unihockey auch im 7. Saisonspiel punkten oder würde der UHC Alligator Malans den Schwung aus dem Heimsieg gegen die Langnau Tigers mitnehmen?

Bereits in der 5. Minute wurde von den beiden Schiedsrichterinnen die erste Zweiminutenstrafe gegen den Topscorer von Malans, Oscar Eriksson-Elfsberg, wegen überhartem Körpereinsatz ausgesprochen. Im darauffolgenden Powerplay blockte Dan Hartmann erfolgreich einen Schuss von Marcel Stucki. Hartmann konnte den Ball jedoch nicht unter Kontrolle bringen und die Churer erkämpften sich den Ball zurück. Dennis Blomberg passte erneut auf Marcel Stucki und ein zweites Mal liess sich der Verteidiger nicht bitten und bezwang in der 5. Minute Jonas Wittwer in der oberen rechten Ecke zum 1:0. Wer nun dachte, die Malanser würden nach diesem frühen Rückstand vehement den Ausgleich suchen, der sah sich getäuscht. Beide Mannschaften spielten weiterhin konzentriert und versuchten in der Defensive die Fehlerquote möglichst klein zu halten. Dadurch entwickelte sich ein taktisch geprägtes Spiel, mit mehr Spielanteilen für die Malanser. Eine weitere Strafe in der in der 13. Minute erneut gegen Oscar Eriksson-Elfsberg wegen eines Stockschlages liess Chur Unihockey dann ungenutzt verstreichen.

Auch im zweiten Drittel änderte sich nichts am Spielgeschehen, Alligator mit mehr Ballbesitz und ein Chur Unihockey, das auf Konter lauerte. Und wenn dann mal ein Ball den Weg aufs Tor fand, dann stoppten ihn die beiden stark aufspielenden Torhüter. Ein Geduldspiel, welches nun von der Spannung lebte, sehr zur Freude der 723 Zuschauer. In der 36. Minute wurde der Churer Sandro Mani für einen Stockschlag auf die Strafbank geschickt und das folgende Powerplay nutzte Jarkko Nurmela nach einem Doppelpass mit Kevin Berry zum verdienten 1:1. Erneut sass Sandro Mani wegen eines hart gepfiffenen Stockschlages auf der Strafbank, als 10 Sekunden vor Drittelsende Luzi Weber für die Churer den Shorthander auf dem Stock hatte, den Ball aber am Tor vorbei schoss.

Im letzten Drittel agierten beide Mannschaften äusserst diszipliniert und das Spiel hätte nun auf beide Seiten kippen können. Ausgerechnet nach einer ungenutzten Grosschance von Chur Unihockey in der 50. Spielminute missglückte beim Gegenangriff der Malanser die Abwehraktion mit dem rechten Fuss des bis dahin sehr sicher aufspielenden Churer Goali Christoph Reich. Der Ball fand nach einem Weitschuss von Remo Buchli unglücklich den Weg zum 1:2 ins Tor. Chur musste jetzt mehr riskieren und lief in der 55. Minute prompt in einen Konter, den Jarkko Nurmela mit einer sehenswerten Passstafette ausgelöst hatte und Simon Nett via Helm des Torhüters zur 1:3 Führung für Alligator Malans abschliessen konnte. Chur Unihockey stemmte sich nun gegen die drohende Niederlage und nahm in der 57. Minute das Time-Out und den Torhüter aus dem Spiel. In der 60. Minute passierte dann, was meistens passiert. Joel Friolet markierte das 1:4 Endresultat ins leere Tor.

Der UHC Alligator Malans hat sich diesen Sieg verdient. Sie waren mehr im Ballbesitz als der Gegner, standen sehr sicher in der Defensive und gewannen mehr Zweikämpfe. Es sieht so aus, dass Alligator Malans allmählich den Tritt in die Saison findet und mit 6 Punkten dieses Wochenende erfolgreich abschliessen konnte.

 

Chur Unihockey vs. UHC Alligator Malans 1:4 (Drittelergebnisse 1:0 / 0:1 / 0:3)
Gewerbliche Berufsschule Chur. 723 Zuschauer SR Sandra Zurbuchen/Corina Wehinger

Tore: 5. Marcel Stucki (Dennis Blomberg) 1:0, 37. Jarkko Nurmela (Kevin Berry), 50. Remo Buchli (Dan Hartmann), 55. Simon Nett (Jarkko Nurmela), 60. Joel Friolet (ins leere Tor)

Strafen: Chur Unihockey 2x2Min / UHC Alligator Malans 2x2Min

UHC Alligator Malans: Wittwer, Tromm, Hartmann, Nurmela, Capatt, Camenisch, Veltsmid, Erikson-Elfsberg, Nett, Berry, Vetsch, Buchli, Thöny, Obrecht, Schnell, Tarnutzer, Meiler, Friolet, Gartmann, Schmid, Flütsch

Ersatz: Vogt

Chur Unihockey: Reich, Mettier, Jung, Sesulka, Bischofberger, Decasper, Stucki, Blomberg, Lehtinen, Schlegel, N. Stingelin, Amato, M. Stingelin, Rieder, Mani, Villiger, Torri, Hyrkkönen, Beeler. Weber, Cavelti

Bemerkungen: Alligator ohne Nylund, Thöny, Capatt, Holenstein (alle verletzt), 29. Chur Unihockey wird ein Tor wegen hohem Stock aberkannt. 57. Time-Out Chur Unihockey. Chur Unihockey ab der 57.ohne Torhüter

Bester Spieler: Joel Friolet (UHC Alligator Malans), Mario Jung (Chur Unihockey)

Alligator lässt gegen die Tigers nichts anbrennen

Alligator Malans kantert Tigers Langnau gleich mit 8:2 nieder. Der Sieg gegen die Emmentaler war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

Tigers Langnau war in den letzten Jahren so etwas wie ein Angstgegner der Alligatoren. Die letzten fünf Duelle gegen die Emmentaler gingen allesamt verloren. Nicht so das Spiel am Samstagabend in der Maienfelder Sporthalle Lust. Die erneut mächtig durcheinander gewirbelten Malanser Formation gingen von Beginn an konzentriert zu Werke und lenkten das Spiel bereits früh in die richtigen Bahnen. Bereits in der zweiten Minute wurde Oscar Eriksson-Elfsberg auf der rechten Seite toll von Riccardo Tarnutzer freigespielt und schoss zur frühen Führung ein. In der sechsten Minute doppelte Kevin Berry nach. Der Verteidiger schaltete sich in bekannter Manier in einen Malanser Angriff ein und nutzte den freien Platz auf der linken Seite für die frühe zwei-Tore-Führung.

Die Alligatoren hatten auch in der Folge das Spiel mehrheitlich im Griff. Die Langnauer wurden nur nach Fehlern der Malanser in der Vorwärtsbewegung richtig gefährlich. Aber Yannick Vogt im Tor der Alligatoren löste die ihm gestellten Aufgaben souverän. So schraubten die Alligatoren bis Spielhälfte das Resultat auf 5:0 in die Höhe. Gar ein Unterzahltor gelang den Alligatoren. Dan Hartmann lancierte in der 13. Minute Florian Tromm, der souverän zum zwischenzeitlichen 3:0 einschob.

Die drei Punkte waren damit bereits früh im Spiel in trockenen Tüchern. Zumindest wäre das normalerweise das Fazit bei einer fünf-Tore-Führung. Doch gegen die Tigers vergab man in der Vorsaison bereits einmal ein 4:0-Vorsprung und verlor schliesslich mit 4:6. Und zumindest kurze Zeit musste dieser erneute Einbruch befürchtet werden. Den Tigers gelang in der 38. Minute nach nachlässiger Malanser Defensivarbeit ein Doppelschlag zum 5:2.

Doch kurz darauf war Pause und Cheftrainer Oscar Lundin konnte seine Mannschaft noch einmal neu einschwören. Dies wirkte, die Herrschäftler wirkten im Schlussabschnitt wieder gleich abgeklärt wie im Grossteil des restlichen Spiels. Eriksson-Elfsberg sorgte mit dem 6:2 in der 46. Minute wieder für eine komfortable vier-Tore-Führung. Jarkko Nurmela im Powerplay und Remo Buchli sorgten für ein verdienten 8:2-Schlussstand und eine gelungene Hauptprobe für das Bündner Derby am Sonntag.

 

UHC Alligator Malans vs. Tigers Langnau 8:2 (3:0, 2:2, 3:0)

Sporthalle Lust, Maienfeld, 410 Zuschauer, SR Stäheli/Zähnler

Tore: 2. Eriksson-Elfsberg (Tarnutzer) 1:0, 6. Berry (Obrecht) 2:0, 13. Tromm (Hartmann) 3:0, 23. Friolet (Nurmela) 4:0 29. Hartmann 5:0, 38. Kropf (Guggisberg) 5:1, 38. Lauber (Steiner) 5:2, 45. Eriksson-Elfsberg (Tarnutzer) 6:2, 54. Camenisch (Nurmela) 7:2, 56 Buchli (Nurmela) 8:2

Strafen: Alligator Malans 5×2 Minuten, Tigers Langnau 2×2 Minuten

Alligator Malans: Vogt; Berry, Obrecht; Camenisch, Veltsmid; Tromm, Gartmann; Friolet, Nurmela, Buchli; Eriksson-Elfsberg, Tarnutzer, Schnell; Vetsch, Schmid, Hartmann;

Ersatz: Wittwer, Flütsch, Meiler, Nett

Bemerkungen: Alligator ohne Nylund, Capatt, Holenstein, Thöny,

Beste Spieler: Oscar Eriksson-Elfsberg für Alligator Malans, Kevin Kropf Tigers Langnau

In einem packenden Spiel verliert Alligator Malans gegen Zug United in der Verlängerung

Eine ansprechende Leistung in der Defensive reichte nicht für drei Punkte, da in der Offensive zu viele Chancen vergeben wurden und bei Malans nur die erste Linie überzeugen konnte.

von  Thomas Rentsch

Zug United reiste mit drei kompetitiven Linien ins Bündnerland und agierte während des gesamten Spiels variantenreich, zweikampfstark und willig, die drei Punkte aus Maienfeld zu entführen. Mit einer provokanten Körpersprache sorgten sie für zusätzlichen Pfeffer in der Partie. Malans nahm die Herausforderung an, und so entwickelte sich ein dynamisches Spiel auf Messers Schneide. Angeführt von Center Dan Hartmann erzielten die wirbligen Flügelstürmer Nino Vetsch (2) und David Schmid drei der fünf Bündner Tore. Für den jungen Schmid war es die Premiere im Dress der NLA. Zufrieden und gleichzeitig kritisch äusserte er sich nach dem Spiel: „Für mich persönlich lief das Spiel gut, ich freue mich ab meinem ersten Tor. Leider haben wir als Team aber zu viele Chancen vergeben.“ Schmids Tor fiel nach einem raschen Konter und wurde von Florian Tromm und Nino Vetsch pfannenfertig vorbereitet. Es bedeutete die 5:4 Führung für Malans in der 51. Minute, in einer Phase des Spiels, wo der Zuger Widerstand etwas zu bröckeln schien. Nur kurz zuvor gelang nämlich Eriksson-Elfsberg nach einem Doppelpass mit Joshua Schnell der Ausgleich. Man wähnte Malans auf der Siegerstrasse, das Spiel wurde von den Herrschäftlern nun auch in Unterzahl kontrolliert. Zug riskierte aber in der Schlussphase viel und in der 57. Minute blieb ein Schuss für einmal nicht in der heute ausgezeichnet blockenden Malanser Verteidigung hängen: Dahlqvist erwischte den tadellosen Wittwer in der hohen Ecke. Die schwedische Fraktion von Zug United war auch für die Entscheidung im Spiel besorgt. In der 69. Minute verwertete Alexander Larsson einen Querpass von Dahlqvist mit einem Schuss durch die Beine von Jonas Wittwer.

Das Spiel in den ersten 40 Minuten bot wilde Phasen mit extrem schnellem Umschaltspiel auf beiden Seiten. Als Zuschauer blieb kaum Zeit, die Aktionen zu erfassen und gedanklich zu verarbeiten. Auffallend wenig Tore fielen gemessen an der Anzahl der Aktionen. Zu Beginn des zweiten Drittels war dies aber anders: als erst Vetsch für Malans und nur kurz darauf Marco Laely, der Bündner in Zuger Diensten, trafen und Captain Mock seine Farben kurz darauf in Führung brachte. David Schmid zu dieser Phase: „Die Coaches mussten uns einige Male zur Besinnung bringen und unseren Fokus auf ein kontrolliertes Spiel lenken.“ Über alles gesehen ist dies Malans zwar etwas besser gelungen, leider fehlte aber der zählbare Ertrag. Dazu blieben die zweite und dritte Malanser Formation ungewohnt blass, mit recht vielen Stockfehlern. „Wir dürfen auch auf die vielen kreierten Chancen schauen, wie wir unseren Torhüter abgeschirmt haben. An der Abstimmung gibt es einiges zu verbessern, aber es gibt auch positive Dinge mitzunehmen“, meinte Schmid nach der Niederlage.

Die erstmals gut gefüllte Halle in Maienfeld bekam also Spektakel mit unerwünschtem Ausgang geboten. Zug war ein Gradmesser für die zweifellos höheren Ansprüche der Alligatoren, die scheinbar noch etwas an Konstanz und Zusammenspiel feilen müssen. Kommendes Wochenende gibt es in der Doppelrunde sechs Punkte zu vergeben, die nächsten Herausforderungen heissen Unihockey Tiger und Chur Unihockey.

Das sagt Cheftrainier Oscar Lundin zum Spiel: „Es war ein hartes Spiel für uns mit einem höheren Tempo als in den letzten Partien. Wir waren im letzten Drittel auf einem guten Weg, leider konnten wir das Spiel nicht übernehmen, wie es unserem Plan entsprochen hat. In der Verlängerung haben wir den Druck nicht wie gewünscht hochhalten können.“

 

UHC Alligator Malans – Zug United 5:6 n.V. (1:1, 1:2, 3:2, 0:1)
Sporthalle Lust, Maienfeld. 410 Zuschauer. SR Brunner/Büschlen.

Tore: 7. N. Vetsch (D. Hartmann) 1:0. 16. M. Staub (A. Larsson) 1:1. 21. N. Vetsch (F. Tromm) 2:1. 22. M. Laely (S. Fiechter) 2:2. 23. T. Mock (S. Nigg) 2:3. 41. R. Buchli (J. Nurmela) 3:3. 48. J. Schelbert (M. Laely) 3:4. 49. O. Eriksson-Elfsberg (J. Schnell) 4:4. 51. D. Schmid (N. Vetsch) 5:4. 57. A. Dahlqvist (A. Larsson) 5:5. 69. A. Larsson (A. Dahlqvist) 5:6.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 2mal 2 Minuten gegen Zug United

Zug United: Nilsson; Kostov-Bredberg, Menon; Furger, Staub;Y. Schelbert, A. Uhr; Mock, Nigg, Julkunen; Larsson, Dahlqvist, D. Uhr; Laely, Fiechter, J. Schelbert
Ersatz: Flütsch, Grüter, Rubi, Mück

Alligator Malans: Wittwer; Gartmann, Tromm; Camenisch, Veltsmid; Berry, Obrecht. Schmid, Hartmann, Vetsch; Nylund, Erikson-Elfsberg, Nett; Buchli, Nurmela, Friolet
Ersatz: Vogt, Tarnutzer, Schnell
Verletzt: Flütsch, Capatt, Meiler, Holenstein, Thöny

Beste Spieler: Jonas Wittwer für Alligator Malans, Marco Laely für Zug United

 

Starke Reaktion gegen den UHC Thun

Am Sonntagnachmittag standen sich in Maienfeld zwei Mannschaften gegenüber, die beide ihre Samstagsspiele verloren hatten. Alligator Malans unterlag Floorball Köniz nach einer grossen Aufholjagd im letzten Drittel, in diesem man vier Tore geschossen und keines mehr erhalten hatte, knapp mit 7:6. Von den Alligatoren durfte man eine Reaktion erwarten, besonders weil mit dem bisher in dieser Saison noch sieglosen UHC Thun ein schlagbarerer Gegner in die Bündner Herrschaft angereist war.

von Jörg Rutz

Das erste Drittel hatte noch gar nicht recht begonnen, da lag der Ball bereits nach 19 Sekunden einschussbereit vor dem Thuner Tor. Doch der Topscorer von Alligator Malans, Jarkko Nurmela schoss knapp am linken Pfosten vorbei. Dann nach einer 1:04 setzte Lukas Veltsmid auf Pass von Kevin Nylund den Ball ein erstes Mal hinter die Torlinie. Und in diesem Stiel sollte es weitergehen. Alligator und insbesondere der erste Block mit der Ausländer-Linie schlug ein enorm hohes Tempo an und setzte die nach drei Niederlagen verunsicherte Thuner-Abwehr Mal für Mal unter Druck. In der 8. Minute erhöhte Kevin Nylund auf Pass von Oscar Erikson-Elfsberg auf 2:0. Hätte zuvor Maurice Weber im Thuner Tor nicht mit einigen Glanzparaden sämtliche Abschlussversuche von Alligator zu Nichte gemacht, so wäre das Spiel bereits zu diesem Zeitpunkt entscheiden gewesen. Kevin Nylund sollte dem Spiel weiter den Stempel aufdrücken. In der 10 Minute stand Nylund alleine vor dem Tor und musste nur noch auf Pass von Christoph Camenisch zum 3:0 einschieben. In der 17. Minute zog Remo Buchli ungehindert ums Thuner Gehäuse und passte Backhand vors Tor zu Ursin Thöny, der zum 4:0 einnetzen konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt besass der UHC Thun kaum nennenswerte Torchancen und trotzdem fand eine dieser wenigen Abschlussversuche in der 17. Minute den Weg ins Tor. Nicolas Ammann nutzte eine kurze Unkonzentriertheit in der Alligator-Abwehr aus und verkürzte auf 4:1. Doch dies sollte noch nicht der Schlusspunkt in diesem Drittel gewesen sein. Kevin Nylund erhöhte 17 Sekunden vor der Sirene mit einem sehenswerten Weitschuss direkt unter die Latte zum 5:1.

Das 2. Drittel begann, wie das erste Aufgehört hatte. Alligator versuchte weiterhin mit einem aufsässigen Pressing die Thuner früh beim Spielaufbau zu stören und dies blieb nicht ohne Folgen. In der 22. Minute erhielt der Torhüter vom UHC Thun, Maurice Weber eine Zweiminuten Strafe wegen übertriebenem Körpereinsatz. Diese Überzahl nutze Kevin Berry mit einem platzierten Weitschuss zum 6:1. Ab diesem Zeitpunkt war der Thuner Widerstand gebrochen und Alligator Malans kontrollierte das Spiel nach Belieben. Erneut Kevin Nylund in der 28. und Oscar Erkisson-Elfsberg in der 34. erhöhten auf 8:1. In der 37. Minute scorte Lukas Veltsmid nach einer schnellen Passkombination zum 9:1. Das zweite Thuner Tor in der 38. Minute erzielte Nicolas Ammann und in der 48. Minute schloss David Simek einen mustergültig vorgetragenen Konter zum 9:3 ab. Aber zu diesem Zeitpunkt war das bloss noch Resultatkosmetik.

Im letzten Drittel hatte Alligator Malans merklich Tempo aus dem Spiel genommen und gewährte den Berner Oberländer etwas mehr Raum. Dadurch glich sich das Spielgeschehen etwas aus und auch die Thuner kamen nun zu Torchancen. In der 55. Minute erhielt der Thuner Nicolas Ammann für einen Stockschlag eine Zweiminuten Strafe und im daraus folgenden Powerplay lenkte in der 57. Minute ein Verteidiger den Ball unglücklich zum 10:3 ins eigene Tor ab. Sven Körner, der im letzten Drittel anstelle von Maurice Weber das Thuner Tor gehütet hatte, sah bei dieser Aktion etwas unglücklich aus. Den Schlusspunkt zum 11:3 in der 59. Minute markierte Simon Nett auf Zuspiel von Oscar Eriksson-Elfsberg.

Alligator Malans war von der ersten Sekunde an bereit und lief nie in Gefahr, das Spiel aus der Hand zu geben. Der UHC Thun konnte mit dem Tempo-Unihockey von Alligator Malans nicht mithalten und muss somit, aus ihrer Sicht mit einem ernüchternden Spielresultat und weiterhin ohne Punkte nach Hause reisen.

 

UHC Alligator Malans vs. UHC Thun 11:3 (Drittelergebnisse 5:1 / 4:1 / 3:1)

Turnhalle Lust Maienfeld. 370 Zuschauer SR Raffael/Anderegg

Tore: 1. Veltsmid (Nylund) 1:0, 8. Nylund (Eriksson-Elfsberg) 2:0, 10. Nylund (Camenisch) 3:0, 17. Thöny (Buchli) 4:0, 18. Y. Bärtschi (Ammann) 4:1, 20. Nylund (Veltsmid) 5:1, 23. Berry (Veltsmid) 6:1, 28. Nylund (Eriksson-Elfsberg) 7:1, 34. Erkisson-Elfsberg (Nylund) 8:1, 37. Veltsmid (Nett) 9:1, 38.  Ammann (Mendrek) 9:2, 48.Simek (Widmer) 9:3, 57. Eigentor von Thun (Nylund) 10:3, 59. Eriksson-Elfsberg (Nett) 11:3

Strafen: UHC Thun 2x 2Min / UHC Alligator Malans 0x2Min

UHC Alligator Malans: Wittwer, Tromm, Hartmann, Nurmela, Capatt, Camenisch, Veltsmid, Erikson-Elfsberg, Nylund, Nett, Berry, Vetsch, Buchli, Thöny, Obrecht, Schnell, Tarnutzer, MeilerErsatz: Vogt, Gartmann, Flütsch

UHC Thun: Weber, Körner, Götti, Feiner, Rehor, Widmer, Simek, Fankhauser, Kummer, Zimmermann, Bach, L. Bärtschi, Y. Bärtschi, Wüthrich, Scheuner, Decasper, Ammann, Saurer, Graber, Bühler, Mendrek, Baumann

Bemerkungen: Alligator ohne Friolet und Holenstein (beide verletzt), 50:41 Lattenschuss UHC Thun, 54:18 Pfostenschuss Alligator, 50:06 Time Out UHC Thun

Beste Spieler: Nicolas Ammann UHC Thun, Kevin Nylund UHC Alligator Malans

Aufholjagd kommt zu spät

 Alligator Malans verliert auch das zweite Auswärtsspiel. Gegen Floorball Köniz erwachten die Alligatoren zu spät, sodass man sich mit 7:6 geschlagen geben musste.

7:2 lautete das Resultat zwischen Floorball Köniz und Alligator Malans nach 40 Minuten in der Berner Sporthalle Weissenstein. Die Könizer führten zu diesem Zeitpunkt verdient, allerdings vielleicht ein wenig zu hoch. Trotzdem konnte man sich auch über dieses Resultat nicht beklagen. Die Malanser wirkten in vielen Situationen nicht ganz anwesend und liessen das Heimteam immer wieder wirbeln. Für die Zuschauer war die Partie schön anzusehen. Beide Teams überzeugten im Verlaufe des Spiels immer wieder mit schönen Angriffen.

Und so etwas wie ein Abtasten gab es in diesem Spiel auch nicht. Bereits nach 55 Sekunden hatte es zwei Tore zu bestaunen gegeben. Zuerst traf Yves Pillichody nach 20 Sekunden mit dem ersten richtigen Angriff zum 1:0. 35 Sekunden später legte Simon Nett auf der anderen Seite quer auf Jarkko Nurmela. Schon hiess es 1:1.

Das Spiel war lanciert und ging im gleichen Stil weiter. Bereits in der dritten Minute konnte der Köniz-Rückkehrer Manuel Maurer zu einem Penalty antreten, nachdem er alleine vor Torhüter Yannick Vogt gelegt wurde. Doch Maurer verschoss und so blieb es vorerst bei diesem 1:1. Doch in der Folge übernahm Köniz das Spieldiktat und bekam immer wieder die nötigen Freiheiten von der Malanser Verteidigung eingeräumt. Zusammen mit etwas Pech führten diese Freiheiten zu einem Pausenresultat von 4:1. Bestes Beispiel für die Schläfrigkeit in der Malanser Hintermannschaft das 4:1 in der 17. Minute. Maurer geht bei einem Freistoss auf der rechten Seite völlig vergessen und hat keine Mühe einzuschieben. In ähnlichem Stil ging es bis Spielhälfte weiter, sodass Köniz zu diesem Zeitpunkt bereits mit 6:1 führte.

Danach waren auch die Malanser im Spiel angekommen und zeigten, dass sie den Könizer durchaus auch Paroli bieten können. Vor allem im dritten Drittel und mit neuen Formationen trafen die Malanser in regelmässigen Abständen und zeigten dabei mehrmals tolle Kombinationen. Da gäbe es wohl gleich mehrere Kandidaten für das Tor der Woche. Spätestens mit dem 7:6 von Remo Buchli, welches auf ein gutes Pressing von Jarkko Nurmela und Kevin Berry in der 55. Minute folgte, war das Spiel wieder offen. Doch danach zerrannen die Sekunden ohne weiteres Tor. Auch mit einem sechsten Feldspieler konnten die Alligatoren nicht mehr reüssieren. Und so reisen die Alligatoren erneut ohne Punkte im Gepäck zurück aus Bern.

Morgen geht es für Malans bereits weiter, dann wartet der UHC Thun in der heimischen Turnhalle Lust in Maienfeld auf die Herrschäftler.

 

Floorball Köniz vs. UHC Alligator Malans 7:6 (4:1, 3:1, 0:4)

Sporthallen Weissenstein, Bern, 306 Zuschauer, SR Gasser/Britschgi

Tore: 1. Pillichody (Hirschi) 1:0, 1. Nurmela (Nett) 1:1 9. Baumann (Schmocker) 2:1, 15. Nordh (3:1, 17. Maurer (Hutzli) 4:1 23. Pillichody (Maurer) 5:1, 25. Baumann (Ce.Haldemann) 6:1, 31. Tromm (Berry) 6:2, 37. Maurer (Ledergerber) 7:2, 42. Eriksson-Elfsberg (Thöny) 7:3, 45. Eriksson-Elfsberg (Nett) 7:4, 48 Tromm (Berry) 7:5, 55. Buchli (Nurmela) 7:6

Strafen: Floorball Köniz 0x2 Minuten, Alligator Malans 1×2 Minuten

Floorball Köniz: Eder; Michel, Hirschi;; Müller, Junkkarinen; Herzog, Haldemann; Pillichody, Maurer, Ledergerber; Nordh, Hutzli, Bolliger; Saner, Schmocker, Baumann

Alligator Malans: Vogt; Berry, Veltsmid; Camenisch, Tromm; Flütsch, Gartmann; Eriksson-Elfsberg, Nylund, Buchli; Hartmann, Nurmela, Nett; Vetsch, Schnell, Capatt;

Ersatz: Wittwer, Tarnutzer, Obrecht, Meiler, Schmid, Thöny

Bemerkungen: Alligator ohne Friolet, Holenstein (beide verletzt), 3. Maurer verschiesst Penalty, 59. Timeout Malans und danach ohne Torhüter

Beste Spieler: Reto Baumann für Floorball Köniz, Florian Tromm für Alligator Malans

 

 

Übergabe Mobiliar Topscorer Spezialdress

Seit der Saison 2013/14 unterstützt die Mobiliar die vier Indoor Sportarten Basketball, Handball, Unihockey und Volleyball. Die besten Punktesammler pro NLA-Team (Frauen und Männer) spielen in jedem NLA-Spiel im Spezialdress des Mobiliar Topscorer. So fliessen jährlich über 400 000 Franken an die Nachwuchsabteilungen der knapp 80 NLA-Teams.

Beim gestrigen Heimspiel überreichte Reto Hemmi von der Genaralagentur der Mobiliar in Chur unserem Topscorer nach der ersten Meisterschaftsrunde, Oscar Eriksson-Elfsberg, das Spezialdress.

Wir danken der Mobiliar herzlich für die Unterstützung des Nachwuchses und für ihr Engagement zu Gunsten unserer Sportart.

 

Glanzloser Heimsieg gegen den Aufsteiger

Malans gewinnt gegen die Aufsteiger aus Sarnen ohne zu überzeugen mit 8:4. Ein optimaler und fokussierter Start war dabei die Grundlage für den Sieg, danach flachten Spiel und Spannung ab. Beide Teams hatten einige gewichtige, verletzungsbedingte Absenzen. Bei den Alligatoren kamen deshalb einige junge Spieler zu ihrem Debut in der NLA.

von Thomas Rentsch

Zu Beginn des Spiels hatten die Alligatoren abgesehen von 2-3 Gegenstössen keine defensiven Sorgen. Torhüter Vogt musste zwar bereits nach 25 Sekunden gegen einen anstürmenden Innerschweizer klären – danach diktierten die Herrschäftler das Spiel: Joshua Schnell, in seinem ersten NLA-Spiel, erzielte nach drei Spielminuten den ersten Treffer. Seine Sturmpartner Nurmela und Nett lieferten dabei die kämpferische Vorarbeit und bedienten Schnell freistehend vor dem Tor. Die eifrigen Malanser drückten dem Spiel nun gegen zeitweilig überforderte Sarner den Stempel auf. Sie zeigten nicht nur spielerische Überlegenheit – welche vom gestandenen NLA-Team gegenüber einem Aufsteiger zu erwarten ist – sondern auch das überlegenere Zweikampfverhalten. So eroberte Gian Marco Capatt in der 10. Minute den Ball hinter dem gegnerischen Tor und ermöglichte Nino Vetsch den Treffer zum 2:0. Auch dem neuen Finnen Kevin Nylund gelang ein druckvoller Start. Erst traf er nur den Pfosten, doch in der 11. Minute verwertete er einen tollen Querpass von Remo Buchli zum 3:0. Nun schlief das Spiel ein. Berrys Weitschuss zum 4:0 in der 16. Minute, bei dem der Sarner Torhüter ins Leere griff, geschah ohne zwingende Malanser Vorarbeiten.

Was nun folgte, waren zwei Drittel mit wenig zwingenden Momenten. Im zweiten Abschnitt trafen Elfsberg und Nurmela für Malans und Ad Astra Sarnen konnte durch den jungen Dominic Durot die beiden ersten NLA-Treffer in der Klubgeschichte verbuchen. Als der spielerische Faden immer mehr verloren ging – Sarnen organisierte seine Defensive nun solider – sorgte auf Malanser Seite Jannick Vogt für etwas Spektakel: Teilweise mirakulös hielt er in 2-1 Kontersituationen, stoppte alleine anstürmende Innerschweizer und parierte diverse Nachschüsse.

Der Trainerstaff setzte bis zum Ende des Spiels alle gemeldeten Spieler ein. So kam auch Dan Hartmann zu seinen ersten Spielminuten der Saison. An der Seite von Jarkko Nurmela und Simon Nett erzielte der letztjährige Topscorer nach nur vier Minuten seinen ersten Treffer. In der Schlussphase gab es viele Chancen auf beiden Seiten. Für Malans klärte Torhüter Vogt, sein Gegenüber, der Sarner Schlussmann Amrein hatte aber auch alle Hände voll zu tun. In der 55. Minute erzielten die Herrschäftler nach einer herrlichen Kombination von Camenisch-Nett-Nurmela das schönste Tor des Abends. Neben den vielversprechenden Auftritten der jungen Spieler blieb dieser Treffer einer der wenigen Höhepunkten für die Zuschauer in Maienfeld. Irgendwie fehlte dem Malanser Spiel der Pfeffer, für einen Sieg reichten gegen den heutigen Gegner zehn gute Startminuten.

Das sagt Cheftrainier Oscar Lundin zum Spiel: „Wir haben heute viele junge und neue Spieler eingesetzt, die ihren Job sehr gut umgesetzt haben. Sie konnten unser System unter Wettkampfbedingungen anwenden. Wir begrüssten Sarnen mit einem offensiven Feuerwerk in Maienfeld, die ersten 10 Minuten liefen optimal. Danach passte nicht mehr alles zusammen, besonders im zweiten Drittel nicht. Torhüter Jannick Vogt zeigte ein ausgezeichnetes Spiel. Er hatte viele gut herausgespielte Konterangriffe zu entschärfen, die einige Glanzparaden erforderten. Das Positive ist auch, dass wir nun mit vielen Erkenntnissen in die Trainingswoche starten können und am nächsten Wochenende in Köniz und zu Hause gegen Thun vieles verbessern können.“

 

UHC Alligator Malans – Ad Astra Sarnen 8:4 (4:0, 2:2, 2:2)

Sporthalle Lust, Maienfeld. 381 Zuschauer. SR Hohler/Koch.

Tore: 3. J. Schnell (S. Nett) 1:0. 10. N. Vetsch (G. Capatt) 2:0. 11. K. Nylund (R. Buchli) 3:0. 16. K. Berry (C. Gartmann) 4:0. 26. O. Eriksson-Elfsberg (R. Buchli) 5:0. 27. D. Durot (M. Schöni) 5:1. 40. J. Nurmela 6:1. 40. D. Durot (B. von Wyl) 6:2. 43. D. Hartmann (S. Nett) 7:2. 51. C. von Wyl (J. Höltschi) 7:3. 55. J. Nurmela (S. Nett) 8:3. 56. M. Dubacher (R. Markström) 8:4.

Strafen: keine Strafen

Ad Astra Sarnen: Amrein, Dubacher, Schöni, B. von Wyl, Kunelius; Eberhard, Kramelhofer, C. von Wyl, R. Schöni, Markström, Durot, M. Schöni, Läubli, Gnos, Bitterli, J. von Wyl

Alligator Malans: Vogt, Camenisch, Tromm, Flütsch, Schmid, Gartmann, Berry, Schnell, Nurmela, Nett; Vetsch, Tarnutzer, Capatt,  Buchli, Nylund, Erikson-Elfsberg

Ersatz: Wittwer, Hartmann, Marugg, Schubiger, Meiler

Beste Spieler: Simon Nett für Alligator Malans, Dominic Durot für Ad Astra Sarnen

 

Hier geht es zum Highlightvideo.

 

Bilder: Erwin Keller

Wiler zeigt Alligator den Meister

Alligator Malans unterliegt auswärts dem amtierenden Meister Wiler-Ersigen mit 7:4. Der Sieg für die Berner geht in Ordnung, Malans musste allerdings auch unter erschwerten Bedingungen in die Saison starten.

von Patrick Kuoni

Die Alligatoren schnupperten zum Saisonauftakt gegen Wiler-Ersigen nie wirklich an Punkten. Während des ganzen Spiels gingen die Gäste nie in Führung und Wiler hatte doch spürbar mehr Spielanteile. Sinnbildlich dafür war eine Situation kurz vor der Hälfte des dritten Abschnittes. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Herrschäftler mit zwei Toren zurück. Sie bekamen aber eine ausgezeichnete Gelegenheit zurück ins Spiel zu finden. Während etwas mehr als einer Minute konnten die Gäste in doppelter Überzahl agieren. Doch Wiler schaffte es gar mit drei Mann, die Gefahr zu grossen Teilen vom eigenen Slot fern zu halten. So verstrich diese Chance ungenutzt und das Schicksal der Alligatoren war einige Minuten später nach dem 6:3 von Michal Dudovic besiegelt. Die Malanser versuchten zwar ohne Torhüter noch einmal alles, mussten aber noch den siebten Treffer hinnehmen, bevor Oscar Eriksson-Elfsberg erst elf Sekunden vor Schluss noch einmal auf 7:4 verkürzen konnte.

 

Positive Ansätze bei Alligator

Es war aber trotz der Niederlage durchaus nicht schlecht, was die Alligatoren zeigten. Vor allem, wenn man bedenkt, dass gleich fünf Spieler verletzungsbedingt zum Saisonauftakt passen mussten. Unter anderem fehlte bei Alligator der tschechische Nationalmannschafts-Verteidiger Lukas Veltsmid und der Nati-Center Dan Hartmann.

Die Malanser präsentierten sich nach noch etwas fehlerhaften ersten zehn Minuten gegen vorne gefährlich und stellten die Abwehr der Berner vor allem mit schnellen Kontern vor Probleme. Doch abgesehen vom zwischenzeitlichen 1:1 schaute leider für Alligator nichts heraus. Und auf der Gegenseite bewies Neuzuzug Joonas Pylsy bereits im ersten Saisonspiel, was für einen Top-Mann sich der Meister geangelt hat. 178 Sekunden dauerte es, bis Pylsy mit einem Schuss von der rechten Seite seinen ersten Meisterschaftspunkt markieren konnte, Marco Louis lenkte den Ball noch ab. Nach 13 Minuten traf Pylsy dann zum ersten Mal selber. Er schoss aus mittiger Position mit einem scharfen Handgelenkschuss zum 2:1 ein. Und in der 21. Minute eroberte er sich seinen eigenen Fehlpass wieder zurück und markierte bereits seinen dritten Punkt an diesem Abend.

Auch auf Malanser Seite setzte sich eine finnische Neuverpflichtung bereits fleissig in Szene. Jarkko Nurmela gab den Pass zum 1:1 und schoss das 5:3 in der 37. Minute und wurde zurecht zum besten Spieler der Malanser ausgezeichnet.

Alles in allem war es aber ein typisches Spiel gegen Wiler. Die Alligatoren waren immer einigermassen dran an den Bernern, doch am Ende standen sie doch zurecht ohne Punkte da. Zu abgeklärt verwaltete das Berner Spitzenteam jeweils seinen Vorsprung.

 

„Wir wissen, woran wir arbeiten müssen.“

So hat Oscar Lundin (Headcoach) die Partie erlebt:
„Wiler hat verdient gewonnen. Sie haben das Spielt dort hin bekommen, wo sie es wollten und wir konnten es nicht ändern. Positiv ist, dass Claudio Flütsch und David Schmid ein gutes NLA-Debüt für Alligator Malans zeigen konnten. Es ist auch positiv, dass wir zu Saisonbeginn direkt ein Spiel hatten, in dem wir sehen konnten, woran wir arbeiten müssen, um die Besten schlagen zu können.“

Nun gilt es das Spiel abzuhaken, denn bereits morgen um 19.30 Uhr geht es für die Alligatoren im Cup 1/16-Final auswärts gegen Schüpfheim weiter.

 

SV Wiler-Ersigen vs. UHC Alligator Malans 7:4 (3:1, 2:2, 1:0)

Sportanlage Grossmatt Kirchberg, Bern, 586 Zuschauer, SR Schläpfer/Fässler

Tore: 3. Louis (Pylsy) 1:0, 11. Buchli (Nurmela) 1:1 13. Pylsy (Dudovic) 2:1, 20. Hofbauer (Känzig) 3:1, 21. Pylsy 4:1 24. Eriksson-Elfsberg (Friolet) 4:2, 31. Rentsch (M.Hofbauer) 5:2, 37. Nurmela (Camenisch) 5:3, 56. Dudovic (Bürki) 6:3, 58. Louis 7:3, 60. Eriksson-Elfsberg 7:4

Strafen: SV Wiler-Ersigen 3×2 Minuten, Alligator Malans 1×2 Minuten

SV Wiler-Ersigen: Menétrey; Ziehli, Hollenstein; Bürki, Savonen; Bischofsberger, Väänänen; Dudovic, Pylsy, Louis; Känzig, Hofbauer, Rentsch; Alder, N. Mutter, Affolter

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Tromm; Camenisch, Tromm; Flütsch, Gartmann; Eriksson-Elfsberg, Nylund, Nett; Friolet, Nurmela, Buchli; Vetsch, Schmid, Capatt;

Ersatz: Vogt, Tarnutzer, Meiler, Schnell

Bemerkungen:Wiler-Ersigen ohne C.Mutter (verletzt), Alligator ohne Veltsmid, Hartmann, Obrecht, Thöny, Holenstein (alle verletzt), 56. Timeout Malans und ab 56:00 immer wieder ohne Torhüter

Beste Spieler: Joonas Pylsy für Wiler-Ersigen, Jarkko Nurmela für Alligator Malans

Das lange Warten hat bald ein Ende!

Der Meisterschaftsstart der NLA rückt immer näher, die Teams der Liga sind heiss und ready für die neue Saison.

Unsere Alligatoren bekommen es am 14.09.2019 auswärts mit SV Wiler Ersigen gleich mit einem Titelkandidaten zu tun.
Tagsdarauf folgt bereits das nächste Auswärtsspiel gegen Unihockey Schüpfheim im Schweizer Cup Herren 1/16-Final.

Kein Spiel verpassen? Kein Problem. In unserer Agenda findet ihr alle Spiele unserer Mannschaften. Zudem werden wir euch auf unserer Facebook-Seite jeweils am Spieltag auf das bevorstehnde Spiel hinweisen und direkt im Spielanschluss mit einem Resultat-Flash updaten. Und falls ihr mal nicht live dabei sein könnt in der Halle, verfolgt ihr das Spiel ganz einfach auf dem Livestream bei swissunihockey.

Wir sind ready! Ihr seid es hoffentlich auch?! 💪🐊

#wearefamily

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