ALLIGATOR MALANS

This Störi ist Funktionär des Jahres!

This Störi ist von einer Fachjury an der Bündner Sportnacht im GKB-Auditorium in Chur zum Funktionär des Jahres gekürt worden. Störi engagiert sich seit 25 Jahren im Unihockeyklub Alligator Malans. Mit seiner ersten Amtshandlung sanierte er 1995 den konkursbedrohten Verein, war danach Sportchef und anschliessend bis 2017 rund 20 Jahre als Präsident tätig. Aktuell kümmert er sich im Klub um das Marketing.

Während Störis Wirkungszeit haben die Herrschäftler manche Erfolge feiern können und sich zu einer Topadresse im Schweizer Unihockey entwickelt. Die Ernennung zum Funktionär des Jahres ist für Störi Dank für seine zahlreichen Verdienste. Zudem darf er einen Siegercheck über 2000 Franken einlösen.

Text: Südostschweiz Bild: Olivia Item/Südostschweiz

Neuer finnischer Stürmer für Alligator

Die Alligatoren geben die Verpflichtung eines neuen finnischen Stürmers bekannt. Es ist dies Kevin Nylund, der in der letzten Saison bei Westend Indians in der obersten finnischen Liga gespielt hatte. Dem 24-jährigen Stürmer gelangen in 26 Meisterschaftsspiele 17 Tore und 16 Assists. Mit diesen Werten war Nylund der drittbeste Skorer seines Teams. Seine Mannschaft erreichte als Siebtplatzierte die Playoffs und traf dort auf den späteren Meister Classic. Man unterlag diesem in fünf Spielen, Nylund gelangen in diesen fünf Partien aber acht Skorerpunkte (sechs Tore, zwei Assists). Seine Stärken sind gemäss Sportchef Hitz seine sehr gute Ballkontrolle und sein guter Schuss. Ausserdem ist er ein zuverlässiger Skorer. Ein wichtiges Kriterium war gemäss Hitz die Tatsache, dass Nylund Rechtsausleger ist. „Ich habe lange auf dem Schweizer Markt gesucht, aber keinen Rechtsausleger mit dem passenden Format gefunden“, erklärte der Malanser Sportchef. Deshalb habe er sich dann im Ausland umgesehen.

Der Finne ersetzt den Schweden Daniel Karlander, der nach zwei Saisons im Malanser Dress nach Schweden zurückkehren wird. An dieser Stelle herzlichen Dank an Daniel für seinen Einsatz und alles Gute für die Zukunft!

Weiterhin für die Malanser auflaufen wird der Schwede Oscar Eriksson-Elfsberg. Der Schwede hatte vor einem Jahr bei seiner Ankunft für eine Saison mit Option auf eine weitere unterschrieben. Diese Option wurde nun gezogen. Der grosse schwedische Center war in der Playoff-Halbfinal-Serie gegen die Grasshoppers mit sieben Toren und vier Assists der beste Skorer der Malanser und zeigte somit in der entscheidenden Phase der Saison seinen grossen Wert. Gemäss Sportchef Thomas Hitz war er ausserdem ein Spieler, der punkto Einsatz auch in den Trainings ein grosses Vorbild darstellte. Ausserdem konnte er seine Reichweite und seine grosse Spielintelligenz dazu nutzen, den Malanser mehr defensive Stabilität zu verleihen.

Bereits zuvor bekannt waren die Rückkehr des Finnen Jarkko Nurmela sowie die Abgänge von Harry Braillard (zu Rychenberg) und Kevin Bebi (zu Davos). Ausserdem waren bereits diverse Vertragsverlängerungen unter Dach und Fach, sodass die Kaderplanung bei den Alligatoren bereits weit fortgeschritten ist.

 

Alligator verpasst Superfinal

Spiel sieben in einem Playoffhalbfinal – Unihockeyherz, was begehrst du mehr? Wo nach sechs Duellen zweier Spitzenteams nur noch Wille, Kondition und Leidensfähigkeit über Sein oder Nichtsein entscheiden. Spannung bis in die Haarspitzen – das Momentum lag vor dem Spiel auf Bündner Seite, GC, hatte über Ostern einige Knacknüsse als Hausaufgabe zu erledigen.

Leider, aus Malanser Sicht, haben die Zürcher die entscheidenden Dinge auf die Belle hin richtig gemacht. Sie spielten deutlich solider und konzentrierter als zuletzt und konnten sich zwischen der 36. und 42. Minute entscheidend absetzen. Malans hatte einiges an Pech und Unvermögen im Abschluss zu beklagen. Die Alligatoren zeigten auch mit fünf Toren Rückstand ihren charakteristischen Willen zum Sieg, erzielten in der 44. Minute nach einer Passstafette durch Veltsmid das schönste Tor des Abends. Die Aufholjagd war lanciert, Fehlschüsse und GC-Torhüter Meier, der nun warmgeschossen war, hielten die Alligatoren auf Distanz.

Ins Spiel starteten beide Teams noch vorsichtig, während Malans in unveränderter Formation antrat, hatte GC-Coach Misini gleich in jeder Linie Änderungen vorgenommen. Je länger das Drittel dauerte, desto mehr lockten sich die Mannschaften aus der Defensive. Simon Nett vergab in der 10. Minute eine erste Riesenchance für Malans, er verfehlte nach schönem Zuspiel von Braillard das leere Tor. GC reagierte mit gefährlichen Konter und traf erst durch Rüegger den Pfosten und ging in der 16. Minute nach einem ebensolchen Gegenstoss durch Reusser in Führung. Offenkundig hatte GC eine tauglich Defensivstrategie gefunden – sie eroberten mehr Bälle in der Mittelzone als die Bündner und es war an Jonas Wittwer gelegen, mit wichtigen Paraden sein Team im Spiel zu halten.

Gegen Spielhälfte hin löste sich die erste Malanser Linie aus einer gewissen Lethargie, das Spiel bot nach der ersten Pause wenig Attraktives. Der Impuls zweier Torchancen von Berry und Hartmann ging auf das gesamte Alligatorenteam über – allerdings übertrieb es Nino Vetsch kurz darauf im Körperspiel, die Folge war die erste Zweiminutenstrafe gegen Malans. In Unterzahl entwischte Topskorer Dan Hartmann, setzte sich erst gegen den Zürcher Reusser durch und erzielte den Ausgleich im Nachsetzen gegen Nationalgoalie Meier (32`). Für Malans schien dieser Treffer wie eine Befreiung zu sein, GC konnte in dieser Überzahl nicht reüssieren. Vier Minuten später erzielte aber Fabrice Göldi für GC die erneute Führung. Gegen seinen Direktschuss war Jonas Wittwer im Malanser Tor machtlos. Nun folgten schwere Minuten in denen die Malanser erst Pech bekundeten (Berry bricht hinter dem eigenen Tor im Ballbesitz der Stock), und in der letzten Minute vor der Pause auch Undiszipliniertheiten (Elfsberg und Camenisch musste gleichzeitig auf der Strafbank Platz nehmen). Laubscher und Graf erzielten in doppelter Überzahl eine komfortable Führung. Als dann zu Beginn des Schlussdrittels weiderum Laubscher und Göldi mit einem Doppelschlag gegen kurzzeitig verunsicherte Alligatoren trafen, war das abrupte Saisonende für die Herrschäftler eingeläutet. Drei Treffer ins leere Bündner Tor sorgten am Ende für ein zu deutliches Skore zu Gunsten der Zürcher – was aber letztendlich keine Rolle mehr spielte.

Das Abschlussglück war heute nicht auf der Seite von Malans. Mit GC setzte sich daher ein nominell ausgezeichnet besetztes Team in einem Einzelspiel durch und steht im Superfinal. Bitter für die Malanserseele: die im Halbfinal auf den Punkt abgerufenen Spitzenleistungen reichten knapp nicht aus – Vorwürfe dürfen aber nicht gemacht werden. Der Trainerstab um Oscar Lundin verstand es, seine Spieler auf jede Herausforderung in dieser Saison treffend und taktisch variabel einzustellen. Die Mannschaft dankte es Staff und Fans mit Leidenschaft und bedingungslosem Einsatz bis zur letzten Sekunde am heutigen Ostermontag. Einer ausgezeichneten Saison fehlt somit die Krönung des Meistertitels – die Freude an einer herausragenden Teamleistung wird, mit etwas Distanz, bei Fans und Team einsetzen.

Grasshopper Club Zürich – UHC Alligator Malans 9:3 (1:0, 3:1, 5:2) Saalsporthalle, Zürich. 1568 Zuschauer. SR Wehinger/Zurbuchen. Tore: 16. B. Reusser (C. Zolliker) 1:0. 32. D. Hartmann 1:1. 36. F. Göldi (C. Meier) 2:1. 38. S. Laubscher (J. Rüegger) 3:1. 39. L. Graf (C. Laely) 4:1. 42. S. Laubscher (C. Laely) 5:1. 42. F. Göldi (N. Berlinger) 6:1. 44. L. Veltsmid (S. Nett) 6:2. 49. M. Karlander (O. Eriksson-Elfsberg) 6:3. 57. J. Rüegger (S. Laubscher) 7:3. 59. F. Göldi (C. Meier) 8:3. 60. C. Meier 9:3. Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. 3mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Veltsmid; Camenisch, Obrecht; Tromm, Braillard; Hartmann, Friolet, Buchli; Eriksson-Elfsberg, Karlander, Bärtschi; Vetsch, Holenstein, Nett.

Ersatz: Bebi, Vogt, Capatt, Tarnutzer, Thöny, Gartmann.

Von Thomas Rentsch

Das Entscheidungsspiel ist Tatsache!

Alligator Malans musste in der Playoff-Serie gegen die Grasshoppers häufig nach dem Startdrittel einem Rückstand nachrennen, oder zumindest GC zu Beginn das Spieldiktat überlassen. Ganz anders bei der sechsten Playoff-Partie. Die Malanser wirkten vor einer tollen und stimmungsvollen Zuschauerkulisse von Beginn weg zu 100 Prozent vom Serienausgleich überzeugt. Die Malanser gaben keinen Ball verloren und waren das spielbestimmende Team in den ersten 20 Minuten. Die Alligatoren hätten gut und gerne mit drei oder vier Toren führen können, ohne dass sich die Zürcher hätten beklagen können. Stattdessen stand es aber nach dem Startabschnitt „nur“ 2:1 aus Sicht der Alligatoren. Besonders zu überzeugen vermochte dabei die nominell zweite Formation rund um Daniel Karlander, Oscar Eriksson-Elfsberg und Jo Dennis Bärtschi. Sie zeichneten sich für beide Tore verantwortlich und spielten sich fast bei jedem Einsatz gute Chancen heraus. Sowohl das Tor von Karlander in der zehnten, als auch der Treffer von Eriksson-Elfsberg in der 17. Minute wurden aus dem Slot und nach tollen Passkombination erzielt.

Ab dem Mitteldrittel war dann aber auch GC in der Partie angekommen. Beide Mannschaften legten ihren Fokus nun doch etwas mehr auf die Defensive. Trotzdem wurde den mehr als 1000 Zuschauern ein toller Playoff-Fight geboten. Die Emotionen kochten immer wieder hoch, trotzdem blieb auch Raum für faire Aktionen wie jene von GC-Stürmer Joel Rüegger, der nach einem Ball, welcher hinter dem Malanser Tor ins Aus ging, eine Entscheidung der ansonsten stark pfeifenden Schiedsrichterinnen korrigierte und zugab, dass er den Ball zuletzt berührt hatte. Trotz defensiverem Spiel gab es auch im zweiten Abschnitt zwei Tore zu vermelden: Zuerst traf Benjamin Reusser in der 26. Minute aus spitzem Winkel von der rechten Seite zum 2:2, kurz vor Drittelsende war es dann zum zweiten Mal an diesem Abend Daniel Karlander, der aus fast identischer Position wie zuvor Reusser zum wichtigen Führungstreffer einschoss.

Doch ein Tor Differenz ist im Unihockey bekanntlich noch keinerlei Sicherheit bei einem noch ausstehenden Drittel. Dies dachte sich in der 42. Minute auch Markus Holenstein und erhöhte das Verdikt nach einem Ballgewinn in der Mittelzone kurzerhand auf 4:2. Nationalmannschafts-Torhüter Pascal Meier sah nicht allzu gut aus. Holenstein konnte es egal sein. Und nicht einmal zwei Zeigerumdrehung später bebte die Halle endgültig. Oscar Eriksson-Elfsberg haute den Ball nach einem Freistoss haargenau unter die Latte. Etwas Spannung zurück kehrte dann in der 50. Minute, als Rüegger nach schöner Vorlage von Claudio Laely in Überzahl das 5:3 erzielte. Sie nutzten die Unordnung in der Box nach einem Malanser Ballverlust aus. Ein weiteres Boxplay überstanden die Alligatoren dann unbeschadet. Danach standen noch etwas mehr als drei Minuten auf der Anzeigetafel. GC nahm sein Timeout und ersetzte bereits den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Doch die Malanser liessen nichts mehr anbrennen und haben sich somit eine Belle am Ostermontag erarbeitet und ist nun nur noch ein Spiel vom Einzug in den Superfinal entfernt.

 

Das sagt Cheftrainer Oscar Lundin: Die Fans waren unser zusätzlicher Spieler, es war eine unglaubliche Stimmung  in der Halle. Wir haben ein gute erste Periode gemacht, die uns in eine gute Position gebracht hat. Mein Gefühl ist, dass wir 5 gegen 5 einen kleinen Vorteil haben. Aber am Montag ist es ein komplett neues Spiel und GC wird bereit sein. Wir müssen demütig sein und bereit sein, härter als sie zu arbeiten. Und ich denke, wir haben ein paar Prozente mehr mit Hilfe von unseren Fans.

UHC Alligator Malans vs. GC Unihockey 5:3 (2:1, 1:1, 2:1)

MZH Lust Maienfeld, 1000 Zuschauer (ausverkauft), SR Zurbuchen/Wehinger

Tore: 10. Karlander (Bärtschi) 1:0, 17. Eriksson-Elfsberg (Karlander) 2:0, 19. Rüegger (Meier) 2:1, 26. Reusser (Laely) 2:2, 39. Karlander (Camenisch) 3:2, 42. Holenstein (Braillard) 4:2, 44. Eriksson-Elfsberg (Obrecht) 5:2, 50. Rüegger (Laely) 5:3

Strafen: GC Unihockey 1×2 Minuten, Alligator Malans 3×2 Minuten

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Veltsmid; Camenisch, Obrecht; Braillard, Tromm; Hartmann, Buchli, Friolet; Eriksson-Elfsberg, Karlander, Bärtschi; Holenstein, Nett, Vetsch;

Ersatz: Vogt, Tarnutzer, Gartmann, Thöny, Capatt, Bebi,

Bemerkungen: 56.48. Timeout Grasshoppers, danach ohne Torhüter

Beste Spieler: Holenstein für Alligator Malans, Graf für GC Unihockey

 

Alligator gewinnt in Zürich

Alligator Malans gelingt der erste Sieg in Zürich in dieser Saison. Die Malanser entscheiden eine attraktive fünfte Halbfinal-Partie dank einem starken Mitteldrittel mit 6:3.

Alligator Malans stand vor der heutigen Halbfinal-Partie gegen GC Unihockey mit dem Rücken zur Wand. Eine weitere Niederlage hätte das Saisonende für die Herrschäftler bedeutet.

Dementsprechend vorsichtig starteten die Alligatoren in dieses fünfte Spiel gegen GC. Doch dies bewirkte auch, dass die Zürcher in der Anfangsphase deutlich mehr vom Spiel hatten und näher am ersten Tor waren als die Gäste. Dieses erste Tor für die Zürcher fiel dann auch tatsächlich: Einmal mehr war es die erste Formation, die in der 17. Minute nach einem schönen Auslösungspass von Claudio Laely und einem Querpass von Christoph Meier auf Topskorer Joel Rüegger für die Führung besorgt war.

Ernsthafte Sorgen über ein Ausscheiden der Malanser musste sich die mitgereisten Fans in rot-schwarz aber nicht machen. Dies bewies das Resultat auf der Anzeigetafel nach 40 Minuten. Dieses lautete 4:2 aus Sicht der Alligatoren. Doch wie ist es nach der Dominanz der Zürcher in der Anfangsphase dazu gekommen?

Die Malanser fingen sich relativ schnell nach dem Rückstand und kamen bereits in der 19. Minute durch ein Distanzschuss von der linken Seite von Kevin Berry zum Ausgleich. Der Verteidiger bewies damit einmal mehr seine offensiven Qualitäten. Ab dem zweiten Abschnitt verlagerte sich das Spiel dann mehrheitlich in die Hälfte der Zürcher. Die Alligatoren zeigten eine der stärksten Drittel der ganzen Serie und spielten defensiv äusserst diszipliniert und fuhren offensiv den einen oder anderen schönen Angriff. Das Paradebeispiel dafür in der 36. Minute: Die dritte Malanser Formation kombinierte sich mit drei tollen Pässen vors Zürcher Tor, wo am Ende Nino Vetsch im Slot den Ball nur noch hinter GC-Torhüter Pascal Meier einschieben musste. Es war das 4:1 für die Alligatoren. Doch wie so häufig in dieser Serie vermochten die Zürcher noch einmal zu reagieren. Luca Graf kam noch vor dem Drittelsende aus fast identischer Position wie im ersten Drittel Berry zum Abschluss und traf ebenfalls haargenau.

Damit war die Spannung vor dem Schlussdrittel weiter vorhanden. Und die Zürcher kamen nicht ganz überraschend wieder deutlich aktiver aus der Pause zurück. Die Malanser unterstützen die Angriffsbemühungen der Zürcher mit einigen Unsauberkeiten in der Defensive. So verpasste Florian Wenk nach einem Ballgewinn in der 47. Minute alleine vor Wittwer den Anschlusstreffer. Nur kurze Zeit später war das Spiel dann tatsächlich wieder offen. Rüegger liess Camenisch stehen und versenkte den Ball im Direktduell mit Wittwer. In der 50. Minute dann ein weiterer Schreckmoment für die Alligatoren. GC-Verteidiger Tobias Heller traf nur den Pfosten. Die 53. Minute brachte dann aber die Erlösung: Eriksson-Elfsberg und Nett gelang mit einem Doppelschlag die Entscheidung. Denn trotz der Tatsache, dass die Zürcher bereits mehr als vier Minuten vor Schluss ohne Torhüter agierten, gelang ihnen kein Tor mehr

Die Malanser konnten endgültig aufatmen und erhalten nun am nächsten Samstag zuhause die Chance, die Serie auszugleichen. Ein weiteres emotionales und hochklassiges Spiel scheint fast garantiert.

Das sagt Cheftrainer Oscar Lundin zur Partie: Wir wurden im Spiel immer stärker. Im ersten Drittel hat uns Wittwer gerettet. Und danach haben wir die wichtigsten Räume unter Kontrolle gebracht. Drei Linien haben dazu beigetragen. Jetzt kommen wir mit einem guten Gefühl nach Halle Lust.

GC Unihockey vs. UHC Alligator Malans 3:6 (1:1, 1:3, 1:2)

Sporthalle Hardau, Zürich, SR Zurbuchen/Wehinger

Tore: 17. Rüegger (Meier) 1:0, 19. Berry (Friolet) 1:1, 22. Friolet (Buchli) 1:2, 31. Karlander (Eriksson-Elfsberg) 1:3, 36. Vetsch (Braillard) 1:4, 37. Graf (Meier) 2:4, 48. Rüegger 3:4, 53. Eriksson-Elfsberg (Camenisch), 53. Nett (Eriksson-Elfsberg) 3:6

 

Bittere Niederlage im TV-Spiel

Im TV-Spiel in der schön präsentierten und stimmungsvollen Sporthalle LUST erzielte Oscar Elfsberg drei Tore für Malans. Mit seinem Hattrick und seiner Leidenschaft hielt er sein Team im Spiel. Nach der Niederlage lobte er die Atmosphäre und fand klare Worte zur Leistung: «Es war ein gewaltiges Erlebnis für uns und wohl auch für die Zuschauer in der Halle und am TV. Schade konnten wir ihnen kein besseres Spiel zeigen. Wir schenkten GC viele einfache Tore, mussten ständig einem Rückstand nachjagen. Erst im letzten Drittel konnten wir das Spiel kontrollieren.»

Viel hätte aber nicht gefehlt, und das laute Maienfelder Publikum wäre mit einer Verlängerung belohnt worden. Als Simon Nett in der 42. Minute den Anschluss zum 5:6 erzielte, schien wieder alles möglich. Plötzlich hatten die Malanser Ball und Gegner im Griff, waren feldüberlegen, während GC kaum noch offensiv agieren konnte.

In den vierzig Minuten zuvor war GC stabiler organisiert, während Malans bis zur Spielhälfte nur Kampf und Krampf dagegenhalten konnte. Die Zürcher beherrschten im Startdrittel die Mittelzone. Auf viele unpräzise Malanser Aktionen folgte kreatives und unberechenbares Offensivspiel. Dass die Zürcher besser im Spiel waren, zeigte zum Beispiel eine doppelte Überzahlsituation in der 17. Minute (Camenisch und Bärtschi mussten gleichzeitig auf die Strafbank): Trotz einem schwach gespielten Überzahlspiel gegen sich tapfer wehrende Malanser erzielte Christoph Meier mit einer banalen Einzelaktion den Treffer. Mit zwei, von Elfsberg kaltschnäuzig erzielten Toren, die eher unerwartet zu Stande kamen, hielt sich der Rückstand mit 2:4 nach 20 Minuten für Malans in (glücklichen) Grenzen.

Mental sollte es aber für die Bündner im zweiten Drittel nochmals anspruchsvoller werden. Es lief die 23. Spielminute, die Alligatoren waren eben stabiler ins zweite Drittel gestartet, als sich Kurioses zutrug: in der bisher sehr eingespielten Malanser Abwehrreihe Veltsmid/Camenisch sorgte ein Missverständnis für ein Eigentor. Ein Querpass in die Beine des stehenden Torhüters Wittwer lenkte dieser ins eigene Tor. So kam GC zu einem echten Gratis-Tor und führte mit drei Treffern Vorsprung.

Dieser Vorfall war nicht leicht zu verdauen, irgendwie schienen die Alligatoren den eben gefundenen Faden wieder verloren zu haben. Sie spielten unorganisiert und kompliziert, während GC es verpasste, die Führung sogleich weiter auszubauen. Zurück ins Spiel kamen die Bündner erst wieder durch einen aggressiven Einsatz der dritten Linie, die sich offensiv in Szene setzen konnte. Davon schien auch der erste Block inspiriert worden zu sein und Remo Buchli korrigierte das Eigentor mit dem Treffer zum 3:5. Doch wiederum wurde der Elan gebrochen: Eine Strafe zur Unzeit nutzte Nationalverteidiger Graf mit einem Weitschuss zum 3:6 und kurz darauf scheiterte Dan Hartmann mit einem Penalty an Pascal Meier. Und ohne einige Glanzparaden von Jonas Wittwer im Malanser Tor, wäre das Spiel zu Gunsten der Zürcher entschieden gewesen. Aber Elfsberg eroberte sich mit den Vorzügen seines langen Körpers im Zweikampf den Ball und bezwang Meier in der hohen Ecke (38.).

Dieses Tor war die Grundlage für eine späte, aber beinahe erfolgreiche Aufholjagd im letzten Abschnitt. Die Alligatoren hatten einen Pfostenschuss zu beklagen und vergaben ihre Chancen in Überzahl. In diesen Minuten lag die Umkehr zum Guten für die Bündner in Reichweite, GC wirkte angeschlagen und die Bündner Fans sorgten für Hochstimmung. Zwei Treffer ins leere Malanser Tor besiegelten dann aber das Verdikt zu Gunsten von GC.

Was können die Alligatoren nun aus diesem Spiel Positives mitnehmen? «Wir kämpfen alle zusammen als Team und geben nie auf. Wir wissen und haben gezeigt, dass wir auch gegen GC grosse Rückstände jederzeit aufholen können. Die Serie ist noch nicht entschieden», meinte Oscar Elfsberg vorausblickend.

Das nächste Spiel findet kommenden Samstag in Zürich statt. Jetzt sind Siege für die Bündner Pflicht. Aber nach wie vor liegt auch der Superfinal in Reichweite.

Alle in rot-schwarz am Samstag

Nach drei Spielen liegen die Alligatoren gegen GC mit 2:1 in der Best-of-7-Serie im Rückstand. Die ersten drei Spiele haben gezeigt, dass sich beide Teams formstark und auf Augenhöhe befinden. Details entschieden bisher über Sieg oder Niederlage – Playoffunihockey pur. Am Samstag, 6. April 2019 um 17.00 geht der Kampf um den Finaleinzug in der Sporthalle Lust in Maienfeld weiter. Es wird allerdings alles andere als ein gewöhnliches Spiel. Die Partie wird erstmals live auf SRF übertragen. Aus diesem Grund wollen wir für die Spieler eine ganz spezielle Atmosphäre schaffen. Kommt deshalb alle in rot-schwarz in die Halle und sorgt für eine einzigartige Stimmung.

Erkämpfen sich die Malanser vor eigenem Publikum wie vor Wochenfrist einen Sieg und gleichen die Serie aus? Wie blühen die verschiedenen Spieler in der schönsten Unihockey-Jahreszeit auf? Wer drückt dem Spiel die entscheidenden Stempel auf? Und dürfen sich die Akteure wieder auf ein lautes und frenetisches Heimpublikum freuen? Fragen, die sich am Samstag beantwortet werden.

Ein Besuch am Spiel lohnt sich aber auch ansonsten:

  • Der Schweizer Skicross-Athlet Armin Niederer wird vor Ort sein und ab 16 Uhr Autogramme geben
  • Es wird erneut Grillbetrieb sowie ein Tippspiel mit attraktiven Preisen geben
  • Die Halle verwandelt sich durch die Verlegung des Unihockeybodens und weitere Massnahmen in eine Unihockey-Halle

Vorverkauf unter www.alligatormalans.ch

 

Ärgerliche Niederlage in Zürich

Auf das 7:3 vom Samstag folgte am Sonntag ein 4:6. Damit steht die Playoff-Halbfinalserie zwischen Alligator Malans und GC nun 1:2.

3:0 lag Gastgeber Grasshoppers am Sonntag nach 16 Minuten im ersten Drittel gegen Alligator Malans in Führung. Die Alligatoren kamen zwar ebenfalls zu guten Chancen, liessen aber die Effizienz des Vortages in der Startphase vermissen und waren so bereits früh im Spiel arg in Rücklage. Doch der Anschlusstreffer durch Lukáš Veltšmíd in der 18. Minute war der Auftakt einer zwischenzeitlichen Aufholjagd. Denn zu Beginn des Mitteldrittels glichen Harry Braillard (23.) und Christoph Camenisch (28.) das Spielgeschehen resultatmässig bis zur Spielhälfte aus. Nun entsprach das Resultat auf der Anzeigetafel wieder etwas mehr dem Gezeigten. Umso mehr, da die Malanser im Mitteldrittel das Spieldiktat übernommen hatten. Die Zürcher reagierten auf diese Tatsache mit der zwischenzeitlichen Reduktion auf zwei Formationen. So konnte sich GC in der Folge schadlos halten. Mit einem 3:3 ging es in den Schlussabschnitt.

In diesem fielen lange Minuten keine Tore mehr. Doch als Dan Hartmann in der 51. Spielminute den erstmaligen Führungstreffer für Alligator gelang, lag das Break in dieser Serie in der Luft. Er traf nach toller Vorarbeit von Harry Braillard mit einem Schuss aus bester Position. Dieses Tor fiel allerdings inzwischen etwas entgegen dem Spielverlauf. GC hatte sich nach einer Baisse im Mitteldrittel wieder gefangen und agierte auch wieder mit deutlich weniger Fehlern in der Mittelzone. Nach dem Führungstreffer der Alligatoren erhöhten die Zürcher den Druck weiter. Malans wurde nun in der eigenen Zone eingeschnürt. Und so gelang GC-Stürmer Christoph Meier fünf Minuten vor Spielende der Ausgleich. Die Verlängerung lag in der Luft, riskierten doch beide Mannschaften in der Folge nicht mehr allzu viel. Gut zwei Minuten vor Schluss folgte dann der Stich ins Alligator-Herz. Daniel Steiger zog von der rechten Seite ansatzlos ab und traf mit einem Sonntags-Schuss haargenau ins Lattenkreuz. Malans riskierte alles und erhielt noch einen Treffer ins leere Tor. Somit lautete das Schlussergebnis 6:4 für GC und in der Serie steht es nun 2:1 für die Zürcher.

Malans-Cheftrainer Oscar Lundin meinte nach der Partie: «Es war ein enges Spiel heute. Wir konnten ein tolles Comeback feiern, aber GC war in den letzten 20 Jahren etwas energischer. Jetzt haben wir eine Woche, um uns neu zu finden und an einigen Details zu arbeiten.»

Das nächste Spiel findet am Samstag um 17 Uhr in Maienfeld statt.

Grasshoppers – Malans 6:4 (3:1, 0:2, 3:1)

Sporthalle Hardau, Zürich. – 787 Zuschauer. – SR Wehinger/Zurbuchen.

Tore: 7. C. Meier (Laely) 1:0. 12. Steiger (Laubscher) 2:0. 16. Wenk (Zürcher) 3:0. 18. Veltsmid (Camenisch) 3:1. 23. Braillard 3:2. 28. Camenisch (Bärtschi) 3:3. 51. Hartmann (Braillard) 3:4. 55. C. Meier (Laely) 4:4. 58. Steiger (Mock) 5:4. 60. (59:48) Rüegger (Laely) 6:4.

Strafen: keine Strafen gegen Grasshoppers. 2-mal 2 Minuten gegen Malans.

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