ALLIGATOR MALANS

Herzliche Gratulation zur Bronzemedaille!

An der Unihockey-WM in Prag spielte die Schweizer Nationalmannschaft am letzten Sonntag im kleinen Final um Platz 3. Dies, nachdem die Schweiz Schweden im Halbfinal alles abverlangte, leider dann aber im Penaltyschiessen verlor. Dank einer souveränen Leistung gewann das Schweizer Nationalteam gegen Tschechien mit 4:2 und holte sich verdient die Bronzemedaille.Wir gratulieren dem ganzen Nationalteam und ganz besonders den Alligator-Spielern Kevin Berry, Christoph Camenisch, Dan Hartmann und dem Alligator-Söldner Tim Braillard  ganz herzlich zu diesem Erfolg. Bravo!

Bild: Erwin Keller

Wichtiger «Dreier» gegen Waldkirch-St. Gallen vor WM-Pause

Alligator Malans gewinnt verdient mit 8:2 gegen ein aufsässiges Waldkirch-St. Gallen und holt sich wichtige drei Punkte vor der dreiwöchigen WM-Pause. Damit können die Malanser den Anschluss an die Tabellenspitze weiterhin wahren.

Zum ersten Spiel der Qualifikations-Rückrunde empfing Alligator Malans gestern Abend Waldkirch-St. Gallen. Wochenspiele sind nicht wirklich ein Zuschauermagnet, denn es fanden lediglich 310 Zuschauer den Weg in die Sporthalle Lust Maienfeld. Ihr Kommen musste zumindest aus Sicht der Alligatoren-Fans jedoch nicht bereut werden. Zum Spiel selbst gesellt sich noch die spezielle Affiche, dass mit Markus (Malans) und Luca Holenstein (Wasa) zwei Zwillingsbrüder auf dem Feld direkt gegenüberstanden.

Die Startminuten boten den Zuschauern noch eher magere Unihockeykost. Beide Teams wirkten nervös und unsicher in der Ballannahme sowie ein Grossteil der Pässe fanden ihr geplantes Ziel nicht. In der vierten Spielminute gingen die Malanser aber dennoch in Führung, als Topskorer Dan Hartmann dem in Slot freistehenden Joel Friolet zuspielte, welcher den Ball direkt ins Tor ablenken konnte. Dieser Treffer wirkte positiv auf das Spielgeschehen aus, denn das Heimteam fand nun merklich besser ins Spiel. Es lief bereits die 7. Minute als Youngster Harry Braillard – heute als Verteidiger eingesetzt –  zur zwei Tore-Führung traf. Dies ausgehend nach einem herrlichen Zuspiel von Ursin Thöny. Malans in der Folge nun klar die spielbestimmende Mannschaft, welche die St. Galler faktisch nur zur unbeliebten Defensivarbeit zwang. Es dauerte beinahe 12 Minuten bis Jonas Wittwer im Malanser Tor erstmals überhaupt ernsthaft geprüft worden ist. Das Spiel wurde immer gefälliger und auch die WaSa’ner kamen nun zu ihren Chancen. In der 16. Minute aber patzte die St. Galler Verteidigung sträflich, denn nach einer erneut guten und direkten Auslösung durch Hartmann, konnte Friolet alleine vor Dominic Jud den dritten Malanser Treffer erzielen. Dieser vermeintlich komfortable Vorsprung im aktuellen Skore hielt jedoch nur gerade eine Minute stand, ehe Waldkirch- St. Gallen wieder auf 3-1 verkürzte. Moreno Sonderegger der St. Galler Torschütze auf das Zuspiel von Joel Conzett. Kurz vor Drittelsende wurde der «alte» Abstand aber wiederhergestellt. Daniel Karlander nutzte einen Abpraller von Jud und traf unhaltbar zum 4-1 Pausenstand.

Wasa zu Beginn des Mittelabschnittes nun bedeutend stärker agierend, traten auch aggressiver in die Zweikämpfe und haben plötzlich auch Spielanteile, welche die Malanser Abwehr immer wieder herausforderte. Das spielerische Niveau aber beiderseitig zu diesem Zeitpunkt eher dürftig und für die Zuschauer wenig spektakulär. Viele Unkonzentriertheiten, Fehlzuspiele oder schlechte Ballannahmen prägten das Spielgeschehen weitgehend und die Malanser Feldüberlegenheit, wie noch in den ersten 20 Minuten, war wie weggewischt. Waldkirch roch nun die Lunte und kämpfte beherzt, liess das gewohnte Spielsystem der Alligatoren nicht wirklich aufkommen. Im Gegenteil, das Spieldiktat wechselte zunehmend die Seite und Wittwer musste mehrmals in höchster Not retten um das zwischenzeitliche Skore bei zu behalten. Die erhoffte Befreiung aus der WaSa’ner Umklammerung folgte aber aus Alligatorensicht doch noch, als Simon Nett auf Zuspiel von Oscar Eriksson-Elfsberg in der 37. Minute auf 5-1 erhöhen konnte. Wermutstropfen zum Gezeigten der Platzherren in diesem Abschnitt bleibt, dass sie durch die St. Galler Druckphase keine Gegentore hinnehmen mussten. So endete dieses «verkorkste» Mitteldrittel mit der 5-1 Führung für das Heimteam.

Die WaSa’ner blieben auch zu Beginn des dritten Drittels äussert unbequem und sie liessen den Alligatoren kaum Räume um ihr eigenes Spiel aufzuziehen. Die Tore fielen denn auch eher aus Fehlern seitens des Gegners. So auch in der 44. Minute, als Karlander nach einem St. Galler Ballverlust in der Defensivzone und dem Zuspiel von Eriksson-Elfsberg auf ein vorentscheidendes 6-1 erhöhen konnte. Das Spiel entwickelte sich in der Folge wieder etwas besser und auch die Alligatoren nahmen nun wieder mehr Fahrt auf. Die Zweikämpfe wurden jedoch härter und etwas emotionaler geführt, doch bislang duldeten die Schiedsrichter das Geschehen und pfiffen keine Strafen. Es lief bereits die 56. Spielminute bis Jud ein weiteres Mal hinter sich den Ball aus den Maschen holen musste. Topskorer Hartmann verwandelte einen gut getimten Flippass von Friolet direkt ins St. Galler Tor. Immer noch lief dieselbe Minute als auch die erste Strafe des Abends ausgesprochen werden musste. Es traf Yannick Angehrn wegen übertriebener Härte. Das Malanser Powerplay dauerte nur ein paar wenige Sekunden, ehe Friolet mit seinem Hattrick-Treffer (3 Tore / 1 Assist an diesem Abend!) das 8-1 besiegelte. Wiederum nur Bruchteile an Spielzeit später traf es auch Nino Vetsch, welcher dem Gastteam wegen einem Stossen ein zweiminütiges Powerplay ermöglichte. Auch die Gäste waren erfolgreich. Kurz vor Ende dieser Strafzeit, traf Chris Eschbach zum 8-2 Endresultat. Eine nochmalige Auszeit gegen Angehrn in der allerletzten Spielminute änderte am Skore aber nichts mehr. Die Alligatoren besiegen die Gäste aus St. Gallen letzten Endes klar und deutlich mit 8:2 und kumulieren somit drei wichtige Punkte, vor der dreiwöchigen WM Pause auf ihr Konto.

UHC Alligator Malans – UHC Waldkirch-St. Gallen 8:2 (4:1, 1:0, 3:1)
Meisterschaft Runde 12, Sporthalle Lust Maienfeld. 310 Zuschauer.
SR Gasser/Britschgi
Tore: 4. J. Friolet (D. Hartmann) 1:0. 7. H. Braillard (U. Thöny) 2:0. 16. J. Friolet (D. Hartmann) 3:0. 18. M. Sonderegger (J. Conzett) 3:1. 20. M. Karlander (S. Nett) 4:1. 37. S. Nett (O. Eriksson-Elfsberg) 5:1. 44. M. Karlander (O. Eriksson-Elfsberg) 6:1. 56. D. Hartmann (J. Friolet) 7:1. 57. J. Friolet (L. Veltsmid, Ausschluss Y. Angehrn) 8:1. 59. C. Eschbach 8:2.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Malans, 2mal 2 Minuten gegen Waldkirch-St. Gallen
Alligator Malans: Wittwer; Camenisch, Veltsmid; Gartmann, Obrecht; H. Braillard, Tromm; Eriksson-Elfsberg, Karlander, Nett; M. Holenstein, Vetsch, Buchli; Hartmann, Thöny, Friolet; Ersatz: Vogt, Tarnutzer, Bebi, Bärtschi.
Waldkirch-St. Gallen: Jud; Büsser, Meier; T. Mittelholzer, J. Eschbach; Sonderegger, Conzett; Jordan, R. Mittelholzer, Schiess; Conzett, von Pritzbuer, C. Eschbach; L. Holenstein, Angehrn, Rüegg; Ersatz; Schmied, Sutter, Possag, Büchel, Untersander, Gross.
Bemerkungen: Alligator Malans ohne Berry; Waldkirch-St. Gallen ohne Brunner, Wolf, Flüeler.
Beste Spieler: Jonas Wittwer für Malans, Tino von Pritzbuer für Waldkirch-St. Gallen

Text: Heinz Grass
Bild: Erwin Keller (Archiv)

Alligator Malans steht mit einer Galavorstellung im Cup-Halbfinal!

Alligator Malans zieht dank einer souveränen Leistung gegen den UHC Thun verdient in den Cup-Halbfinal ein. Sie besiegen müde und in allen Belangen stark überforderte Thuner vor 294 Zuschauern gleich mit einem «Stängeli» 10:4.

Für diesen Cup-Fight liessen sich die Thuner einiges einfallen. Einerseits übernachteten die Berner Oberländer nach ihrem Meisterschaftsspiel gegen Chur Unihockey (4:5) vom Vortag in einem Hotel in der Region und konnten sich dadurch der langen Anreisezeit entziehen und besser regenerieren. Andererseits fand in der eigenen MUR Sporthalle in Thun für die daheimgebliebenen Fans eine kleine Fanmeile «üsesbeizli – CupCombo» statt, bei welchem dieser Cup-Viertelfinal gemeinsam live mitverfolgt werden konnte.

Das Spiel begann wie es von den anwesenden Zuschauern auch erwartet wurde, mit spielerischen Vorteilen fürs Heimteam, wenn auch das Tempo zu Beginn noch eher gemächlich war. Nach drei Spielminuten tankte sich erstmals Topskorer Dan Hartmann durch die Thuner Verteidigung, scheiterte aber an Hüter Sven Körner. Doch bereits der nächste Angriff seitens der Bündner wurde dem Thuner Hüter dennoch zum Verhängnis. Malans-Söldner Daniel Karlander traf nach Zuspiel von Simon Nett zum 1-0. Das Heimteam blieb weiterhin spielbestimmend, erhöhte zunehmend den Druck und nur zwei Zeigerumdrehungen später, reüssierte Karlander mit dem zweiten Treffer gleich nochmals. Zuvor konnte Lukas Veltsmid auf einfachste Weise durch die Thuner Hintermannschaft marschieren und mit einem Blindpass zurück Karlander bedienen, welcher sich nicht zweimal bitten liess. Es lief erst die 9. Spielminute und schon hiess es 3-0 aus Sicht des Heimteams. Veltsmid feuerte einen seiner berüchtigt gezogenen Handgelenkschüsse ab und Körner wurde zum dritten Mal bezwungen. Doch damit nicht genug. Das Malanser-Schützenfest ging gnadenlos weiter. Erst traf Remo Buchli zum 4-0 welche die geschockte Thuner Coaching-Staff zum frühen Timeout veranlasste. Dann kurz darauf Riccardo Tarnutzer mit dem Doppelschlag zum 5-0! Gespielt waren zu diesem Zeitpunkt erst knappe 10 Spielminuten. Für Torhüter Körner war dies ein Treffer zuviel. Er liess sich durch Sven Wüthrich auswechseln. Das Malanser Power-Unihockey blieb weiterhin bestehen. Die Thuner Gäste kreuzten in der Folge nur sporadisch und gefährlich vor dem Gehäuse von Jonas Wittwer auf. Es lief bereits die 18. Minute und die Thuner verkürzten wie aus heiterem Himmel den Spielstand innert 6 (!) Sekunden mit zwei Toren durch Reto Graber und Florian Witschi zum zwischenzeitlichen 5-2. Das Gastteam hätte nach einem Fehlpass von Buchli kurz vor Drittelsende gar noch einen dritten Treffer erzielen können. Wittwer rettete aber in Extremis und verhinderte weiteres Ungemach. Mit dem komfortablen 3-Torevorsprung gings in die erste Pause.

Die Malanser waren auch zu Beginn des Mittelabschnittes die spielbestimmende Mannschaft. Sie drückten die Berner Oberländer stark in ihre eigene Zone zurück. Doch gefährlich für Wüthrich wurde es während den ersten Minuten in diesem Mitteldrittel nicht. Die Thuner haben ihre Defensivaufgaben gegenüber dem Startdrittel sichtlich verbessert und gesteigert. Die aufsässige Abwehrarbeit zahlte sich aus, den Malanser gelang vorerst weiterhin kein Treffer obschon das Geschehen beinahe einer Powerplay-Situation bei fünf gegen fünf Spielern ähnelte. Im Gegenteil, denn in der 29. Spielminute erzielte Nicolas Ammann auf Zuspiel von Michael Fankhauser vollends entgegen dem Spielverlauf gar den dritten Thuner Treffer. Die Alligatoren schalteten ab diesem Gegentreffer sichtlich wieder einen Gang höher und belagerten die Thuner Spielhälfte. Die Berner nur noch mit Abwehraufgaben beschäftigt und der sechste Malanser-Treffer war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Wüthrich im Thuner Tor konnte sich nach Abschlussversuchen der Malanser gleich mehrmals mit seinem Können auszeichnen. Der längst fällige und ersehnte Treffer fiel aber doch noch, wenn auch erst in der 38. Spielminute. Oscar Eriksson-Elfsberg netzte nach Zuspiel von Buchli direkt zum 6-3 ein. Trotz der sichtlichen Feldüberlegenheit gelang dem Heimteam nur gerade ein Treffer in diesem Spielabschnitt.

Das Einbahn-Unihockey nahm auch im dritten Drittel seinen gewohnten Fortgang. Thun im Grundsatz nur gefährlich nach Fehlern seitens der Malanser. Buchli erhöhte das Skore mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend in der 46. Minute auf ein vorentscheidendes 7-3. Und als derselbe Akteur nur zwei Zeigerumdrehungen später mit dem wohl schönsten Tor des Abends gar auf 8-3 erhöhen konnte, fiel die definitive Entscheidung über den Ausgang in diesem Viertelfinal. Tarnutzer mit einem herrlichen und präzisen Lobpass praktisch quer übers ganze Feld, welcher Buchli aus der Luft direkt und unhaltbar in die Maschen weiterleiten konnte. Danach schalteten die Platzherren wieder einen Gang zurück. Spielen und spielen lassen lautete das Motto der restlichen Spielzeit. Erst verkürzte in der 55. Minute Ammann mit seinem zweiten Treffer das Skore auf 8-4, ehe Nico Obrecht mit dem 9-4 den alten Spielabstand nur Sekunden später gleich wiederherstellte. Das Spiel zu diesem Zeitpunkt war längst entschieden. Es blieb nur noch die Frage, ob es den Alligatoren noch zu einem «Stängeli» reichen wird. Diese Frage wurde genau zwei Sekunden vor Spielende beantwortet. Markus Holenstein hämmerte backhand zum 10-4 in die Thuner Maschen und ist somit seinem Teamkollegen noch was schuldig. Die Alligatoren ziehen dank einer souveränen Leistung verdient in den Cup-Halbfinal ein.

Kommenden Dienstag, 20. November 2018, werden bereits die Halbfinal-Paarungen im Schweizer Cup sowie ausgelost. Die Ziehung erfolgt um 11.30 Uhr auf der Geschäftsstelle von swissunihockey in Ittigen/BE. Die Veranstaltung ist öffentlich und ohne Anmeldung zugänglich. Das Heimrecht geht jeweils an das erstgezogene Team. Der Halbfinal wird am Sonntag 13. Januar 2019 ausgetragen.

UHC Alligator Malans – UHC Thun 10:4 (5:2, 1:1, 4:1)
Schweizer Cup Viertelfinal, Sporthalle Lust Maienfeld. 294 Zuschauer.
SR Wehinger/Zurbuchen
Tore: 4. M. Karlander (S. Nett) 1:0. 6. M. Karlander (L. Veltsmid) 2:0. 9. L. Veltsmid (O. Eriksson-Elfsberg) 3:0. 10. R. Buchli 4:0. 10. R. Tarnutzer (D. Hartmann) 5:0. 18. Ret. Graber (L. Feiner) 5:1. 18. F. Witschi (T. Aebersold) 5:2. 29. N. Ammann (M. Fankhauser) 5:3. 38. O. Eriksson-Elfsberg (R. Buchli) 6:3. 46. R. Buchli (O. Eriksson-Elfsberg) 7:3. 48. R. Buchli (R. Tarnutzer) 8:3. 55. N. Ammann (M. Fankhauser) 8:4. 55. N. Obrecht (N. Vetsch) 9:4. 60. M. Holenstein (K. Bebi) 10:4
Strafen: Keine gegen Malans. Keine gegen Thun
Malans: Wittwer; Tarnutzer, Tromm; Camenisch, Veltsmid; Gartmann, Obrecht; Hartmann, Thöny, Friolet; Erikson-Elfsberg, Karlander, Nett; Holenstein, Bärtschi, Buchli. Ersatz: Vogt, Bebi, Vetsch.
Thun: Körner (ab 10. Wüthrich); Stulz, Feiner; Meier, Sigrist; Fankhauser, Bärtschi; Wettstein, Kropf, Reto Graber; Witschi, Scheuner, Aebersold; Zimmermann, Kummer, Simek; Ersatz: Remo Graber, Cebulla, Garbely, Ammann, Stöckli.
Bemerkungen: Malans ohne Berry, H.Braillard; Thun ohne Thomas, Obi, Beaud, Götti; 10. Timeout Thun; 10. Thun mit Torhüterwechsel;
Beste Spieler: Remo Buchli für Malans, Sven Wüthrich für Thun

Bericht: Heinz Grass
Bilder:  Erwin Keller

Zwei Heimspiele vor der WM-Pause

Ohne Rücksicht auf Punkte und Ränge bietet der Schweizer Cup Spektakel. Jedes Spiel kann in diesem Wettbewerb das Ende bedeuten. Im Viertelfinale kommt es am Sonntag, 18. November um 18 Uhr in Maienfeld zur Begegnung mit dem UHC Thun. Die Thuner stellten im Achtelfinale dem HC Rychenberg ein Bein. Das erste Zusammentreffen der Saison entschieden die Herrschäftler gleich mit 7:2 für sich. Aber eben, im Cup lässt sich damit nichts kaufen.

Am Mittwoch, 21.November um 20.00 Uhr, ist der UHC Waldkirch St. Gallen in Maienfeld zu Gast. Die St. Galler liegen nach zehn Spielen mit acht Punkten auf dem drittletzten Platz. In der hinteren Tabellenregion findet ein heftiger Kampf um die Playoffqualifikation statt. Für WaSa geht es bereits um jeden Punkt. Aber auch für die Alligatoren wäre ein Punktezuwachs wichtig. Zum einen um sich in den ersten vier Positionen festzusetzen und zum anderen um nach zuletzt durchzogenen Leistungen wieder in Schwung zu kommen. Freuen wir uns auf spannende Spiele vor der langen Meisterschaftspause in Maienfeld!

Heimspiel Junioren Grossfeld:

U18A: Sonntag, 18.11 um 14.30 Uhr, Turnhalle Lust Maienfeld: vs. SV Wiler Ersigen

Gemeindeaktion
Alligator Malans hat auf diese Saison hin eine Gemeindeaktion lanciert. Die Einwohner einer bestimmten Region erhalten gegen Vorweisung eines vollständig ausgefüllten Coupons einen gratis Eintritt (Stehplatz). Ein Upgrade auf einen Sitzplatz ist gegen Bezahlung von CHF 6.00 pro Person (Kinder und Erwachsene) an der Abendkasse möglich. Gegen Waldkirch dürfen sich Fläsch, Maienfeld, Jenins, Malans über den Gratis-Eintritt freuen. Coupon

Malanser Aufholjagd kommt gegen Köniz zu spät

Alligator Malans muss gegen Floorball Köniz mit 6:4 als Verlierer vom Feld. Die Partie schien bereits früh entschieden, Malans kämpfte sich aber noch einmal zurück. Doch die Aufholjagd kam schliesslich trotzdem zu spät.

Am Freitagabend trat Alligator Malans zum zweiten Spiel gegen ein Top-Team innerhalb einer Woche an. Anders als noch gegen Wiler-Ersigen schien gegen Floorball Köniz bereits im ersten Drittel klar, dass es keine Punkte geben wird. Alligator spielte zwar wie schon gegen Wiler gut mit, liess sich aber von den spielfreudigen Könizern immer wieder auskontern. Vor allem die erste Könizer Sturmformation rund um Jan Zaugg, Patrik Doza und Julian Alder hatte die Malanser Hintermannschaft überhaupt nicht im Griff. Diese Linie zeichnete sich bis kurz nach Spielhälfte für die 4:0-Führung des aktuellen Schweizer Meisters verantwortlich. Häufig schaltete Köniz enorm schnell von der Defensive in die Offensive um und fand so immer wieder Platz für schönes Kombinationsspiel vor und nutzte diesen auch aus. Bestes Beispiel dafür: der Führungstreffer von Stefan Castrischer. Köniz-Topskorer Patrik Doza wird mit einem tollen langen Pass aus der Verteidigungszone angespielt, spielt quer auf Julian Alder der mittels Direktpass Castrischer findet. Alligator-Hüter Yannick Vogt, der am Spieltag Geburtstag feierte, hatte keine Abwehrchance.

Alligator kam zwar ebenfalls immer wieder zu guten Chancen, scheiterte aber stetig am starken Köniz-Torhüter Patrick Eder, der mit seiner Leistung zeigte, wieso er einer der Nati-Torhüter an der kommenden WM in Prag ist. So dauerte es 35. Minuten, bis der tschechische Verteidiger Lukas Veltsmid endlich den langersehnten ersten Treffer für die Malanser erzielen konnte. Doch leider war dieses Tor nicht viel mehr als ein kleines Lebenszeichen, fiel noch vor der Pause durch Alder bereits das 5:1.

Im Schlussdrittel war den Alligatoren dann deutlich anzuspüren, dass sie dieses Spiel noch nicht aufgegeben haben. Köniz baute etwas ab und Malans verstärkte den Druck auf das Tor von Eder. Doch die Aufholjagd wurde in der 45. Minute noch zusätzlich erschwert. Köniz erhöhte nämlich nun etwas entgegen dem Spiel das Verdikt auf 6:1. Erst mit zwei Toren in der 51. Und 53. Minute durch Jo Dennis Bärtschi und Ursin Thöny kehrte die Hoffnung bei den Alligatoren zurück. Als erneut Thöny auf Pass von Harry Braillard in der 56. Minute gar das 6:4 erzielte, war der Glaube an das grosse Comeback auf der ganzen Malanser Bank spürbar. Köniz wurde richtiggehend eingeschnürt und Malans verpasste das fünfte Tor mehrmals nur knapp. Schliesslich wurde Torhüter Vogt dann durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. Leider fruchtete aber auch diese Massnahme nicht mehr. Somit verliert Malans auswärts bei Köniz 6:4.

Floorball Köniz – Alligator Malans 6:4 (3:0, 2:1, 1:3)

Sporthallen Weissenstein, Bern. – 484 Zuschauer. – SR Bühler/Bühler.

Tore: 4. Castrischer (Alder) 1:0. 9. Zaugg (Doza) 2:0. 20. Zaugg (Alder) 3:0. 31. Doza (Alder) 4:0. 35. Veltsmid (Camenisch) 4:1. 40. Alder (Doza) 5:1. 45. Hirschi Olivier (Michel) 6:1. 51. Bärtschi (Thöny) 6:2. 53. Thöny (Braillard) 6:3. 56. Thöny (Braillard) 6:4. –

Strafen: Keine Strafen gegen Köniz. 2mal 2 Minuten gegen Malans.

Floorball Köniz: Eder; Castrischer, Hutzli; Gurtner, Hirschi; Michel, Müller; Ced. Haldemann; Alder, Doza, Zaugg; Pillichody, Schmocker, Bolliger; Saner, Ledergerber, Baumann.

Ersatz: Cyr. Haldemann, Blaser, Junkkarinen und Willfratt Verletzt/krank: Genhart, Herzog, Iiskola (alle verletzt), Ruh (krank),

Alligator Malans: Vogt; Camensich, Eriksson-Elfsberg; Tromm, Gartmann; Braillard, Veltsmid; Karlander, Friolet, Buchli; Bärtschi, Holenstein, Vetsch; Thöny, Hartmann, Nett.

Ersatz: Wittwer, Tarnutzer, Obrecht, Bebi Verletzt: Kevin Berry

 

Beitragsbild: Markus Burri

Wiler gewinnt Spitzenkampf dank starkem Mitteldrittel

Alligator Malans unterliegt Wiler Ersigen deutlich mit 2:7. Zwei Doppelschläge im Mitteldrittel sorgten für den Unterschied.

Den Alligatoren war gegen den Tabellenführer von Beginn weg anzumerken, dass sie richtig heiss auf die drei Punkte sind. Nur gerade 52 Sekunden nach dem Anpfiff fasste sich Oscar Elfsberg-Eriksson ein Herz und traf mit dem ersten Abschluss zur Malanser Führung. In der Folge setzte Malans immer wieder mit schnörkellos vorgetragenen Kontern Nadelstiche, überliess das Spiel ansonsten aber eher den Gästen. Defensiv standen die Alligatoren äusserst solid, sodass Wiler zu Beginn gar zu weniger wirklich gefährlichen Chancen kam als das Heimteam. Ganz knapp am Ausgleich vorbei schrammte Wiler erstmals in der fünften Minute, als Topskorer Deny Känzig in Überzahl nur die Latte traf.

Die Malanser suchten in diesem Spiel – anders als auch schon – häufig den Abschluss, wenn sich die Chance bot. Allerdings gelang mit dieser Taktik in den ersten 20 Minuten kein weiterer Treffer für die Bündner Herrschäftler. Stattdessen musste auch Alligator-Torhüter Jonas Wittwer noch hinter sich greifen. In der 17. Minute wurde Remo Buchli in der eigenen Zone gleich von zwei Wiler-Spielern bedrängt. Topskorer Känzig schnappte sich den Ball und bediente Marco Rentsch zum 1:1 Ausgleich.

Wieso die Berner die Tabelle anführen, zeigten sie dann zu Beginn des Mitteldrittels. Nachdem sie das Drittel noch in Unterzahl beginnen mussten, da Nino Vetsch kurz vor dem ersten Drittelsende von Wiler-Stürmer Marco Louis gelegt wurde, schlugen sie innerhalb von 24 Sekunden gleich zwei Mal zu. Vor allem das dritte Tor zeigte, wie wenig Raum die Gäste für ein Tor benötigen. Känzig nahm auf der rechten Seite Fahrt auf, sah Rentsch im Slot und spielte diesen mittels Lupfer an. Drei Malanser standen in nächster Nähe zum Berner, konnten ihn aber nicht am Treffer hindern. Danach flachte das Spiel einige Minuten merklich ab. Wiler zog sich etwas zurück und Alligator wirkte ein wenig geschockt vom Doppelschlag der Gäste. Aktion gab es dann in der 32. Minute wieder, als Buchli die Notbremse ziehen musste. Er spedierte einen Berner unsanft über die Bande und musste dafür für zwei Minuten auf die Strafbank. Wiler nutze auch diese Chance eiskalt aus. Matthias Hofbauer sprang der Ball nach einem Abpraller bei Malans-Torhüter Wittwer auf die Schaufel und der Schweizer Rekordnationalspieler Hofbauer liess sich nicht zwei Mal bitten und erzielte das 1:4. Wie bereits nach dem 1:2 konnten die Gäste auch nach dem 1:4 nachlegen. Erneut bewies Känzig viel Übersicht und bediente mit einem Querpass über fast die ganze Breite des Feldes Wilers Captain Tatu Väänänen. Schon hiess es 1:5 aus Sicht der Malanser. Alligator-Trainer Oscar Lundin reagierte und stellte auf zwei Formationen um. Dies zeigte zumindest teilweise Wirkung. Alligator wieder mit mehr Zug nach vorne und dadurch auch tatsächlich mit dem Anschlusstreffer. Lukas Veltsmid war es, der mit einem platzierten Distanzschuss in der 38. Minute verkürzte und damit die Malanser Hoffnung aufrechterhielt.

Einen weiteren Dämpfer erhielten diese Hoffnungen aber in der 45. Minute. Nicola Bischofsberger zog von der linken Angriffsseite mit einem Handgelenkschuss ab und erhöhte das Verdikt auf 2:6. Die Alligatoren, die weiterhin mit zwei Formationen agierten, kämpften in der Folge weiter tapfer gegen die drohende Niederlage an, scheiterten aber immer wieder an der äussert solid stehenden Abwehr der Berner. Ausserdem zeigte auch Wiler-Torhüter Martin Menétrey in dieser Phase eine ganz starke Leistung. So stand auch nach 55 Minuten noch ein 2:6 auf der Anzeigetafel. Und auch noch nach 56:38, als Lundin sein Timeout nahm und danach Torhüter Wittwer durch einen sechsten Feldspieler ersetzte. Wenige Sekunden später war die Niederlage endgültig besiegelt: Nico Mutter traf ins leere Tor zum 2:7 Endstand

UHC Alligator Malans – SV Wiler Ersigen 2:7 (1:1, 1:4, 0:2)

MZH Lust Maienfeld, 605 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer

Tore: 1. Elfsberg (Buchli) 1:0, 17. Rentsch (Känzig) 1:1, 23. N.Mutter (Krähenbühl) 1:2, 24. Rentsch (Känzig) 1:3, 34. Hofbauer (Alder) 1:4, 34. Väänänen (Känzig) 1:5, 38. Veltsmid 2:5, 45. Bischofsberger (Väänänen) 2:6, 57. N. Mutter 2:7

Strafen: 1×2 Minuten gegen Wiler, 3×2 Minuten gegen Alligator

Alligator Malans: Wittwer; Camenisch, Veltsmid; Braillard, Obrecht; Tromm, Gartmann; Eriksson-Elfsberg, Karlander, Buchli; Hartmann, Thöny, Nett; Holenstein, Vetsch, Friolet

Ersatz: Vogt, Tarnutzer, Bebi, Bärtschi Verletzt: Berry

SV Wiler Ersigen: Menétrey; Bischofsberger, Väänänen; Wittwer, Bürki; , Schlüchter, Ziehli; C. Mutter, Känzig, Rentsch; Hofbauer, Krähenbühl, N. Mutter; Hollenstein, Alder, Louis; Affolter, Schenk, Sesulka Ersatztorhüter: Reich

Bemerkungen: 57. Timeout Malans. Lattenschüsse: 5. Känzig, 32. Ziehli, Malans von 56:38 bis 56:59. ohne Torhüter.

Beste Spieler: Lukas Veltsmid für Alligator Malans, Deny Känzig für den SV Wiler Ersigen

Spitzenkampf in Maienfeld

Am Samstag, 10. November um 18.00 Uhr, ist der SV Wiler-Ersigen zu Gast in Maienfeld. Damit kommt es in der neunten Runde der laufenden Meisterschaft zum Spitzenkampf. Wiler führt die Tabelle mit 21 Punkten an, Alligator liegt drei Punkte dahinter auf Rang vier. Mit einem Sieg im Duell mit den Bernern könnten die Malanser also punktemässig zum Vizemeister der vergangenen Saison aufschliessen. Allzu einfach dürfte dieses Unterfangen allerdings nicht werden. Wiler weist mit 66 erzielten Toren die beste Offensive der Liga auf und hat auch defensiv den zweitbesten Wert vorzuweisen. Zumindest in der Abwehr macht Wiler den Alligatoren aber nichts vor. Die Malanser liegen nämlich mit 33 Gegentoren gleichauf. Das den Malansern trotzdem ein hartes Stück Arbeit bevorsteht, wird auch mit einem Blick zurück auf die vergangene Saison klar. Mit 2:3 und 4:7 verloren die Alligatoren die Direktduelle gegen die Berner damals. In beiden Spielen war Malans aber keinesfalls chancenlos. Klar ist aber, dass es im Vergleich zum letzten Spiel gegen das Schlusslicht – die Kloten-Dietlikon Jets – welches erst nach Verlängerung mit 6:5 gewonnen werden konnte, eine deutliche Steigerung braucht. Allerdings tat sich zuletzt auch Wiler beim 5:4-Sieg gegen Uster schwer. Die Zuschauer in der Turnhalle Lust dürfen sich auf jeden Fall auf ein spannendes und hochklassiges Spiel freuen.

Gemeindeaktion

Alligator Malans hat auf diese Saison hin eine Gemeindeaktion lanciert. Die Einwohner einer bestimmten Region erhalten gegen Vorweisung eines vollständig ausgefüllten Coupons einen gratis Eintritt (Stehplatz). Ein Upgrade auf einen Sitzplatz ist gegen Bezahlung von CHF 6.00 pro Person (Kinder und Erwachsene) an der Abendkasse möglich. Dieses Mal dürfen sich das hintere Prättigau (Pragg bis Klosters) über den Gratis-Eintritt freuen. Coupon

NLA müht sich gegen Kloten zum Sieg

Ohne gross zu überzeugen holt sich Alligator Malans auswärts beim Tabellenletzten Kloten-Dietlikon Jets zwei Punkte. Die Bündner mussten im Schlussdrittel gar zweimal einen Rückstand ausgleichen, bevor in der Verlängerung dann nach nur 14 Sekunden der Zusatzpunkt im Trockenen war.

Gegen das Tabellenschlusslicht gewinnt Alligator Malans erst in der Verlängerung und holt sich auch dieses Wochenende nur zwei Punkte. Nach  14 Sekunden in der  Verlängerung findet Joel Friolet Harry Braillard freistehend vor dem Tor, seiner Direktabnahme kann der starke Klotener Torhüter Dürst nichts entgegensetzen. Ein Tor, mit scheinbarer Leichtigkeit erzielt, das den vielen Malanser Mühen während den 60 Spielminuten widerspricht.

Das Spiel begann ruhig und mit wenigen Aktionen, das erste Malanser Tor durch Eriksson-Elfsberg entstand nach einem Stellungsfehler der Klotener eher unerwartet. Er erwischte zudem Torhüter Dürst zwischen den Beinen. Acht Minuten später erzielte Ursin Thöny das 2:0 für die nun fokussierten Bündner. Nur kurz darauf trat aber der Klotener Jaunin ein erstes Mal an diesem Abend in Erscheinung. Er setzte sich im Zweikampf hinter dem Malanser Tor durch und würgte den Ball über die Linie. Kurz vor der Pause vergaben die Jets noch zwei gute Möglichkeiten, die beinahe zum Ausgleich führten.

Hin und Her in Drittel zwei

Im zweiten Drittel dauerte es dann fünf Minuten, bis die Klotener die Malanser Passivität mit dem 2:2 bestrafen konnten. Im Anschluss erhielten die Alligatoren die Möglichkeit in Überzahl zu agieren, zuerst in einfacher, dann in doppelter numerischer Überlegenheit. Die doppelte Überzahl brachte dann auch Ertrag, Lukas Veltsmid bediente Dan Hartmann der direkt abschliessen konnte. Die Malanser müssen sich in der Folge vorwerfen lassen, dass sie die weiteren Powerplaymöglichkeiten inkonsequent und wenig zielstrebig verstreichen liessen. Die Zürcher Unterländer blieben nämlich gefährlich durch Konter und konnten noch vor der Spielmitte wieder ausgleichen.

Ab der 35. Minute entwickelte sich ein offensiver Schlagabtausch. Durch Undiszipliniertheiten beim Gegner wurden wiederum kleine Strafen ausgesprochen, die allesamt ungenutzt blieben. Im Gegenteil: zu Beginn des letzten Drittels gelang Tahmashebi durch einen Unterzahltreffer die erstmalige Führung für die Jets. Die gefährlichen Szenen vor dem Malanser Tor häuften sich nun. In dieser Klotener Druckphase mit einem Lattenschuss, erzielte der Malanser Verteidiger Nico Obrecht mit einem Distanzschuss den Ausgleich, der unmittelbar durch den Zürcher Topskorer Jaunin beantwortet wurde (47.)

Druckphase zum Schluss

Nun war wieder eine Malanser Reaktion gefordert. Mit einem aggressiven Pressing konnten die Jets unter Druck gesetzt werden, das Spieldiktat war in Bündner Händen. Etwas glücklich kam Hartmann in der 52. Minute alleine vor dem Tor an den Ball und hatte keine Mühe, den erneuten Ausgleich zu erzielen. In den verbleibenden Spielminuten wurde Kloten stark unter Druck gesetzt und mit drei, vier vielversprechenden Abschlüssen waren die drei Punkte für Malans in Griffnähe.

Irgendwie fehlte dem Malanser Spiel eine gewisse Konsequenz. Ungewohnte Fehler im Spielaufbau und ein wenig zwingendes Powerplay brachten den Tabellenletzten Gegner immer wieder zurück ins Spiel. Lichtblicke im Bündner Spiel waren die letzten Spielminuten und Temporärverteidiger Harry Braillard, der als Vertretung von Kevin Berry (Zerrung) viele Akzente setzen konnte.

Am kommenden Samstag braucht es mehr davon, mit Wiler-Ersigen kommt ein unbequemer Gast nach Maienfeld (Spielbeginn 18.00 Uhr).

Kloten-Dietlikon Jets – UHC Alligator Malans 5:6 n.V. (1:2, 2:1, 2:2, 0:1)
Sporthalle Ruebisbach, Kloten. 213 Zuschauer. SR Wehninger/Zurbuchen.
Tore: 10. O. Eriksson-Elfsberg (C. Camenisch) 0:1. 18. U. Thöny (S. Nett) 0:2. 19. Y. Jaunin (Y. Kindler) 1:2. 25. M. Kulmala (J. Jokinen) 2:2. 28. D. Hartmann (L. Veltsmid) 2:3. 30. Y. Jaunin (M. Kulmala) 3:3. 42. A. Tahmasebi (Ausschluss Jaunin!) 4:3. 47. N. Obrecht (C. Gartmann) 4:4. 47. Y. Jaunin 5:4. 52. D. Hartmann (U. Thöny) 5:5. 61. H. Braillard (J. Friolet) 5:6.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Kloten-Dietlikon Jets. Malans keine Strafen.

Alligator Malans: Vogt; Camenisch, Veltsmid; Braillard, Tromm; Gartmann, Obrecht; Buchli, Erikson-Elfsberg, Karlander; Vetsch, Hartmann, Friolet; Thöny, Holenstein, Nett;

Ersatz: Wittwer, Tarnutzer, Bebi, Bärtschi. Verletzt: Berry

Malans gewinnt torarmes Derby

Malans gewinnt ein torarmes aber spannendes Derby gegen Chur Unihockey mit 3:2 nach Verlängerung. Die Alligatoren gewinnen trotz Feldüberlegenheit gegen eine ausgezeichnet organisierte Churer Defensive nicht die volle Punktzahl.

Die erste halbe Stunde des Spiels wurde von Alligator Malans dominiert. Gleich dreimal retteten Pfosten oder Latte für den bereits geschlagenen Rytych im Churer Tor. Die Churer ihrerseits versuchten aus einer kontrollierten Defensive heraus offensive Nadelstiche zu setzen, was mit einigen gefährlichen Angriffen auch gelang.

Das erste Tor des Abends erzielte Nino Vetsch nach einem Churer Stellungsfehler im Forechecking. Er wurde von Florian Tromm mit einem Pass in die Tiefe freigespielt und hatte genügend Raum und Zeit für einen platzierten Torschuss. Alligator agierte insgesamt aggressiver und brachte gewisse Emotionen ins Spiel, während Chur offensiv harmlos blieb.

Das änderte sich auch nicht, als in der 25. Minute Sandro Cavelti die erste kleine Strafe für die Hauptstädter erhielt. Malans konnte aber im Powerplay keine Akzente setzen, auch nicht als mit Leon Schlegel kurz nach Ablauf von Caveltis Strafe der zweite Churer auf der Strafbank Platz nahm. Aber auch dieses Überzahlspiel blieb für Malans erfolglos – viele Abschlüsse blieben in der disziplinierten Churer Abwehr hängen.

Die Erfolge in der Defensive schienen den Churern aber nun offensives Selbstvertrauen zuzuführen: In der 30. Spielminute, eben nach Ablauf der beiden Strafen, erkämpfte sich Marcel Stucki den Ball hinter dem eigenen Tor und passte nach einem Lauf übers ganze Feld zu Paolo Riedi, der den Ausgleich erzielte. Das Spiel wurde nun ausgeglichener, es gab Chancen auf beiden Seiten und Malans konnte etwas weniger dominant agieren. Nach einem etwas hektisch ausgeführten Freistoss vor dem Churer Tor erfasste aber Markus Holenstein die Situation am schnellsten und erzielte den Führungstreffer für Malans. Er traf in der 32. Minute nach einem sehenswerten Bogenlauf in die Churer Maschen.

Der Churer Ausgleich folgte fünf Minuten später: Andri Bischofberger konnte nach einem technischen Fehler im Spielaufbau der Malanser zu einem Lauf ansetzen, passte präzis auf Rieder, der aus kurzer Distanz das 2:2 erzielte.

Im dritten Drittel sorgte zuerst die einzige Zweiminutenstrafe gegen den Malanser Lukas Veltsmid für etwas Aufregung, allerdings nicht vor dem Malanser Tor sondern auf der Gegenseite. Florian Tromm legte für Dan Hartmann auf, der den fünften (von insgesamt sechs!) Malanser Metalltreffer des Spiels zu beklagen hatte. Das Spielgeschehen beruhigte sich danach etwas, die 680 Zuschauer in Maienfeld warteten aber gespannt, was dieses Spiel noch bringen wird. Denn trotz des gepflegten Malanser Spiels und einem klaren Chancenplus lag irgendwie doch die Möglichkeit eines Churer Lucky-Punchs in der Luft.

Durch die starke Blockarbeit in der Abwehr rund um Torhüter David Rytych ergaben sich einige Konter in der Schlussphase, die das Eingreifen von Jonas Wittwer im Malanser Tor erforderten. Die 60. Spielminute gehörte dann noch einmal den Alligatoren, die durch zwei gute, aber vergebenen Torchancen die volle Punktausbeute nicht sichern konnten. So kam es zu einer Verlängerung, in der sich Malans nach zwei Spielminuten zum Sieger des Derbys kürte. Dan Hartmann eroberte sich den Ball tief in der Churer Defensivzone und bediente Joel Friolet vor dem Tor, der das harte und präzise Zuspiel formschön vollendete.

Den Sieg haben sich die Alligatoren mit einem gut strukturierten und chancenreichen Offensivspiel verdient, der Punkt für Chur Unihockey ist aber auf Grund der starken Abwehrleistung nicht gestohlen. Leider verletzten sich im Mitteldrittel sowohl der Churer Sandro Cavelti wie auch Kevin Berry von Alligator Malans in Zweikämpfen unglücklich und konnten das Spiel nicht zu Ende bestreiten.

Text: Thomas Rentsch

Bündner Derby nach der Nati-Pause

Nachdem der Meisterschaftsbetrieb während mehr als zwei Wochen geruht hat, steht nun das erste Bündner Derby der diesjährigen Meisterschaft an: Chur Unihockey gastiert am 27. Oktober um 19.00 Uhr in Maienfeld.

Während der Pause waren einige Akteure der beiden Bündner Teams trotzdem im Einsatz. Die Malanser Kevin Berry, Christoph Camenisch, Dan Hartmann und Lukas Veltsmid sowie der Churer Paolo Riedi bereiteten sich mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften auf die im Dezember anstehende Weltmeisterschaft im tschechischen Prag vor. Zumindest für die vier Schweizer Nationalspieler verlief die Hauptprobe dabei allerdings nur mässig erfolgreich. Aus den Spielen gegen Schweden, Finnland und Tschechien resultierten drei Niederlagen (wobei die Partien gegen die Tschechen und die Finnen erst im Penaltyschiessen verloren gingen).

Die Daheimgebliebenen nutzten die Zeit für intensives Training und eine Einordnung des ersten Drittels der Qualifikation. Alligator Malans steht mit zwei Niederlagen nach sieben Spielen auf dem vierten Zwischenrang und steht somit etwa da, wo sie vor der Saison erwartet werden durften. Der Kantonsrivale aus Chur gehört mit fünf Punkten Rückstand zum soliden Mittelfeld der Tabelle. Allerdings sind die Teams allgemein noch sehr nahe bei einander. Zwischen Rang zwei (Wiler) und neun (Tigers) liegen gerade einmal sechs Punkte.

Soweit die Zahlen. Bekanntlich sagen Zahlen bei einem Bündner Derby aber sehr wenig aus. Das Derby schreibt nämlich seine ganz eigenen Gesetze. Es geht schliesslich auch um nicht weniger als die Vormacht im Kanton; intensive Emotionen, altbekannte und neue Duelle und ein leidenschaftliches Publikum drücken dem Anlass den Stempel auf.

Das letzte Aufeinandertreffen im Final des Champy Cups gewann Malans mit 5:2. Schaffen es die Alligatoren auch dieses Mal, die Herausforderer aus Chur in die Schranken zu weisen? Freuen wir uns auf jeden Fall auf ein packendes Spiel!

 

 

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