ALLIGATOR MALANS

Alligator steht im Cupfinal 2020!

Alligator Malans zieht mit einem klaren 8:1-Sieg gegen Rychenberg Winterthur in den Cupfinal ein. Der Sieg fiel zwar etwas zu hoch aus, war aber am Ende verdient. Grossen Anteil am Erfolg hatte Torhüter Jonas Wittwer.

Autor: UHC Alligator Malans

Die Malanser Fangemeinschaft fieberte bereits länger auf den Cup-Halbfinal am Samstagabend gegen Rychenberg Winterthur hin. Zum einen, weil die Malanser endlich wieder einmal ein Finale erreichen wollten, zum anderen, weil die Alligatoren mit den Winterthurern noch eine Rechnung offen hatten. Im November verlor Malans trotz 6:1-Führung nach dem Startdrittel die Meisterschaftspartie gegen Rychenberg noch mit 8:9.

So spektakulär wie das Startdrittel in der Meisterschaft war der Halbfinale zu Beginn nicht. Zu viel stand auf dem Spiel. Beide Mannschaften versuchten mit vielen Sicherheitspässen in der eigenen Zone ins Spiel zu finden. Es entwickelte sich ein relativ chancenarmes Spiel. Richtig brenzlig wurde es auf Malanser Seite erstmals in der achten Minute. Nach einem Auslösungsfehler stand plötzlich ein Winterthurer alleine vor Alligator-Torhüter Jonas Wittwer. Doch dieser löste diese Aufgabe souverän. Und gut 20 Sekunden später gingen die Alligatoren in Führung. Nach einer schönen Passstafette landete der Ball im rechten Ecken bei Jarkko Nurmela. Nurmela sah, dass Joshua Schnell im Slot völlig alleine gelassen wurde und fand haargenau die Schaufel von Schnell. In der Folge öffnete sich das Spiel etwas, häufig entstanden die besten Chancen auf beiden Seiten aber nach Fehlern des Gegners. Vor allem auf Malanser Seite waren immer wieder Unkonzentriertheiten auszumachen, die Rychenberg aber nicht auszunutzen vermochte. Da die Winterthurer in der 20. Minute und nach starker Parade von Wittwer auch noch einen Penalty vergaben, gingen die Malanser trotz nicht wirklich stilsicherem Start mit einer 1:0-Führung in die Pause.

Das Resultat 6:1 tauchte dann aber doch noch auf der Anzeigetafel auf. Zwar nicht nach 20 Minuten, sondern nach deren 47. Wie war es dazu gekommen, nachdem die Führung der Malanser nach dem ersten Drittel doch eher schmeichelhaft war? Schwierig zu erklären. Denn Die Winterthurer waren definitiv nicht fünf Tore schlechter. Aber während die Alligatoren ihre Chancen konsequent nutzen, scheiterten die Winterthurer immer wieder an einem überragenden Wittwer im Malanser Tor. Die Tore der Alligatoren entstanden häufig auch nicht bei normalen Spielsituationen. Das 2:0 war ein Unterzahltor durch Florian Tromm, das 3:0 fiel nach einem Distanzschuss von Kevin Berry, das 4:0 nach einer tollen Freistossvariante mittels Drehschuss durch Joshua Schnell und den fünften Malanser Treffer erzielte Dan Hartmann mittels Penalty, nachdem zuvor Simon Nett vom letzten Winterthurer Verteidiger regelwidrig gestört worden war.

Den Winterthurern wollte und wollte an diesem Samstagabend kein weiterer Treffer gelingen. Dies zog sich auch bis zum Ende des Spiels so durch. Die Alligatoren agierten im Schlussdrittel allerdings auch sehr souverän und liessen die Winterthurer häufig auflaufen oder konnten die Gäste zumindest zur Seite abdrängen. So war Rychenberg gezwungen, bereits in der 55. Minute den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzen. Zwei weitere Malanser Treffer besiegelten den Einzug in den Cupfinal dann aber endgültig. Die Alligatoren kämpfen nun am 22. Februar in Bern gegen Zug United um den ersten Titel in dieser Saison.

 

UHC Alligator Malans – HC Rychenberg Winterthur 8:1 (1:0, 4:1, 3:0)
Sporthalle Lust, Maienfeld. 765 Zuschauer. SR Preisig/Schädler.
Tore: 9. J. Schnell (J. Nurmela) 1:0. 25. F. Tromm (R. Buchli) 2:0. 32. K. Berry (S. Nett) 3:0. 36. J. Schnell (C. Camenisch) 4:0. 38. D. Hartmann 5:0. 40. T. Studer (L. Conrad) 5:1. 47. D. Hartmann (J. Schnell) 6:1. 58. R. Buchli 7:1. 60. K. Berry (F. Tromm) 8:1.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 3mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur.

Aufstellung Alligator Malans: Wittwer; Berry, Veltsmid; Camenisch, Tromm; Gartmann; Nett, Nylund, Eriksson-Elfsberg; Hartmann, Nurmela, Schnell; Buchli, Schmid, Vetsch

Ersatz: Vogt, Flütsch, Meiler, Tarnutzer

Bemerkungen: Alligator ohne Capatt, Thöny, Holenstein, Friolet (alle Saisonende wegen Verletzung)

Beste Spieler: Jonas Wittwer für Alligator Malans, Tuomas Iiskola für Rychenberg Winterthur

 

 

Cup-Halbfinal-Knüller gegen den HC Rychenberg Winterthur

Am nächsten Samstag steht für Alligator Malans im neuen Jahr das erste Heimspiel auf dem Programm. Es ist gleichzeitig bereits ein sehr wichtiges Spiel. Es geht nämlich um nicht weniger als den Einzug in den Cupfinal. Dieser findet am 22. Februar in Bern statt.

Zu Gast in der Turnhalle Lust ist um 18 Uhr der HC Rychenberg Winterthur. Gegen das Team von Ex-Alligator-Spieler Harry Braillard hat Malans noch eine Rechnung offen. Im bisher einzigen Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in dieser Saison ging am Ende Rychenberg als Sieger vom Feld. Es war die wohl ärgerlichste Niederlage der laufenden Meisterschaft, führten die Alligatoren doch zwischenzeitlich mit 6:1. Für Zunder ist in diesem Spiel also gesorgt. Positiv stimmen dürfte Alligator aber, dass die vier Spiele zuvor allesamt an die Bündner gingen.

Sowohl Alligator als auch Rychenberg haben sich in den Viertelfinals bereits als Riesenkiller bewiesen. Die Malanser schalteten Meister Wiler aus, Rychenberg bezwang den Superfinalisten Grasshopper Club Zürich. Malans tritt nach dem Cupfight am Sonntag dann auch noch auswärts gegen die Langnau Tigers an. Die Langnauer sind übrigens Titelverteidiger und kämpfen im anderen Halbfinal gegen Zug United.

Harter Kampf um den dritten Tabellenplatz zwischen Zug und Malans

Alligator verliert ein packendes Spiel in der Verlängerung, kann aber den dritten Tabellenplatz trotzdem verteidigen. Einmal mehr gelingt Emil Julkunen mit einer feinen Einzelleistung das entscheidende Tor, nachdem Christoph Camenisch nur wenige Sekunden zuvor den Matchball auf dem Stock gehabt hatte.

An diesem Sonntagnachmittag begann der UHC Alligator Malans vor einer grossen Zuschauerkulisse sehr konzentriert und führte bis zu 16. Minute durch Tore von Oscar Eriksson-Elfsberg und Simon Nett mit 2:0. Doch wie schnell es im Unihockey gehen kann, zeigte sich spätestens, als die Matchuhr 19 Minuten 27 Sekunden zeigte und Adrian Furger soeben das 3:2 für die Zuger erzielt hatte.

Alligator versuchte zwar im zweiten Drittel zu reagieren, geriet aber dennoch durch ein Tor von Manuel Staub mit 2:4 in Rückstand. Doch das Spitzenspiel hielt, was es versprach und die Zuschauer wurden bestens unterhalten. Gerangel vor den Toren, starke Paraden der Torhüter und schnell ausgeführte Passkombinationen, von denen Simon Nett eine in der 32. Minute abschliessen und auf 3:4 verkürzen konnte. Vier Minuten später glich Oscar Eriksson-Elfsberg in Überzahl gar zum 4:4 aus.

Im dritten Drittel wollten beide Mannschaften bei diesem Spielstand weniger riskieren und es entwickelte sich ein Spiel auf Messers Schneide. Die erste grosse Chance auf das Führungstor erhielten die Zuger, da Nino Vetsch für ein Halten in der 49. Minute auf die Strafbank geschickt wurde. Diese Möglichkeit liess das Heimteam jedoch ungenutzt verstreichen. Alligator spielte weiterhin abwartend und die Geduld sollte sich in der 55. Minute auszahlen. Kevin Nylund schloss einen Konter zum erfolgreich ab. War das die Entscheidung? Da die Zuger auf diesen Rückstand erneut heftig reagierten und in der 56. Minute durch eine sehenswerte Passstafette zum 5:5 ausgleichen konnten, muss die Frage mit Nein beantwortet werden. Somit musste die Verlängerung die Entscheidung bringen. Dort liess Emil Julkunen mit einer Körpertäuschung Florian Tromm nach knapp 5 Minuten ins Leere laufen und versenkte eiskalt allein vor Jonas Wittwer. Ärgerlich aus Sicht von Alligator, denn hätte Christoph Camenisch nur Sekunden zuvor seine Top-Chance genutzt, dann wären die Malanser als Sieger vom Platz gegangen. So erkämpften sich die Zuger den Zusatzpunkt, den sie jedoch über das ganze Spiel gesehen nicht gestohlen hatten.

 

Zug United Unihockey vs UHC Alligator Malans 6:5 n.V.
Stadthalle Zug (Herti), Zug. 1242 Zuschauer SR Corina Wehinger / Sandra Zurbuchen

Tore: 10.O. Eriksson-Elfsberg (S. Nett) 0:1, 16. S. Nett (K. Nylund) 0:2, 17. S. Nigg (E. Julkunen) 2:1, 19. S. Fiechter (A. Larsson) 2:2, 20. A. Furger (C. Kostov-Bredberg) 2:3, 26. M. Staub (A. Larsson), 2:4, 32. S. Nett (K. Nylund) 3:4, 36. O. Eriksson-Elfsberg (J. Nurmela) 4:4, 55. K. Nylund (S. Nett) 5:4, 56. T. Mock (A. Furger) 5:5, 65. E. Julkunen (P. Nilsson) 5:6

Strafen: UHC Alligator Malans 2x2Min / Zug United Unihockey 1x2Min

UHC Alligator Malans: Wittwer, Tromm, Eriksson-Elfsberg (Topscorer), Nylund, Nett, Berry, Vetsch, Buchli, Obrecht, Schnell, Tarnutzer, Meiler, Gartmann, Camenisch, Flütsch, Schmid, Nurmela, Meiler, Schubiger
Ersatz: Vogt

Zug United Unihockey: Nilsson, Kostov-Bredberg, Staub, Flütsch, A. Uhr, Schelbert, Furger, Menon, Laely, Mock, Schelbert, Fiechter, Rubi, Grüter, Nigg, Julkunen, D. Uhr, Dahlqvist, Larsson, Bachmann

Bemerkungen: Alligator ohne Hartmann, Thöny, Capatt, Holenstein, Friolet; Veltsmid (alle verletzt), 60. Time Out Zug,

Bester Spieler: O. Eriksson-Elfsberg (UHC Alligator Malans), P. Nilsson (Zug)

Malanser Kantersieg in Thun

Alligator Malans fährt im letzten Spiel des Jahres einen ungefährdeten 11:1 gegen den UHC Thun ein. Trotz vielen Verletzten geriet der Sieg gegen den Tabellenelften nie in Gefahr. Am Ende wurde gar der höchste Sieg der laufenden Saison.

Autor: UHC Alligator Malans

Gleich sieben Spieler der Alligatoren mussten für das letzte Meisterschaftsspiel des Jahres 2019 forfait geben. Doch trotz der vielen Absenzen übernahmen die Alligatoren von Beginn an das Spieldiktat. Die Thuner konzentrierten sich vorderhand aufs kontern und standen bei Ballbesitz der Malanser stets tief in der eigenen Zone. Die Alligatoren leisteten sich zwar tatsächlich immer wieder den einen oder anderen Fehler, bügelten diesen aber meist relativ schnell wieder aus. Wenn tatsächlich einmal ein Ball den Weg Richtung Jonas Wittwer fand, parierte dieser souverän. Die Alligatoren auf der anderen Seite warteten jeweils geduldig, bis sich eine Lücke in der Thuner Abwehr auftat. Häufig war dies nach Fehlern der Thuner der Fall. So beispielsweise in der 19. Minute. Die Malanser eroberten sich in der Mittelzone den Ball und hatten dann in Person von Simon Nett keine Mühe zum zwischenzeitlichen 2:0 einzuschieben.

Im gleichen Stil ging es weiter. Nach 40 Minuten führten die Gäste bereits mit 5:1, wobei der erste Thuner Treffer erst in der 40. Minute fiel. Die Thuner waren im zweiten Drittel zwar etwas häufiger vor dem Malanser Tor aufgetaucht, aber zeigten sich in diesen Fällen zu wenig abgebrüht. Ganz anders die Malanser, die aber mit zunehmender Fortdauer des Spieles auch immer mehr Platz erhielten. Sinnbildlich dafür das 4:0 in der 31. Minute. Kevin Nylund schloss gleich zwei Mal ab. Beim zweiten Mal blieb der Ball im Slot liegen, wo Oscar Eriksson-Elfsberg bereitstand und ohne gross bedrängt zu werden einschieben konnte.

Es sollte nicht das letzte Tor von Eriksson-Elfsberg bleiben. Denn im Schlussdrittel spielten sich die Alligatoren zwischenzeitlich richtiggehend in einen Rausch, während die Thuner bereits mit dem Spiel abgeschlossen zu haben schienen. So gewannen die Alligatoren den Schlussabschnitt gleich mit 6:0. Eriksson-Elfsberg konnte seine Torproduktion noch von zwei auf vier Tore verdoppeln und war bester Torschütze des Abends.

Wie gross der Klassenunterschied an diesem Samstagabend war, zeigte die einzige Strafe gegen die Alligatoren. Die gefährlichsten Chancen ergaben sich nicht etwa vor dem Malanser, sondern vor dem Thuner Tor. Dank diesem klaren 11:1-Sieg übernimmt Alligator Malans den dritten Platz und liegt nun zwei Punkte vor Zug und drei vor Köniz. Für die Alligatoren geht es nun am 5.1 auswärts bei Zug United weiter. Dann dürfte die Gegenwehr wieder deutlich grösser ausfallen.

UHC Thun – UHC Alligator Malans 1:11 (0:2, 1:3, 0:6)

MUR, Thun. 194 Zuschauer. SR Anderegg/Röder.

Tore: 7. J. Nurmela (F. Tromm) 0:1. 19. S. Nett (K. Nylund) 0:2. 26. R. Tarnutzer 0:3. 31. O. Eriksson-Elfsberg (K. Nylund) 0:4. 37. R. Tarnutzer (N. Obrecht) 0:5. 40. Ret. Graber (E. Garbely) 1:5. 42. O. Eriksson-Elfsberg (S. Nett) 1:6. 48. K. Berry (S. Nett) 1:7. 51. O. Eriksson-Elfsberg (K. Nylund) 1:8. 56. N. Vetsch (C. Gartmann) 1:9. 57. R. Buchli (J. Nurmela) 1:10. 58. K. Nylund (S. Nett) 1:11.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Thun. 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Alligator Malans: Wittwer; Camenisch, Tromm; Berry, Tromm; Gartmann, Obrecht; Nurmela, Schnell, Buchli; Eriksson-Elfsberg, Nylund, Nett; Vetsch, Tarnutzer, Schmid;

Ersatz: Vogt, Flütsch, Schubiger, Rohner

Bemerkungen: Alligator ohne Capatt, Thöny, Holenstein, Hartmann, Friolet, Veltsmid, Meiler (alle verletzt)

Beste Spieler: Reto Graber für UHC Thun, Riccardo Tarnutzer für Alligator Malans

Pius Caluori wird neuer Cheftrainer des UHC Alligator Malans

Caluori, seines Zeichens bisheriger Assistenztrainer, übernimmt ab der Saison 2020/21 den Chefposten an der Bande des NLA-Teams und wird Nachfolger des Schweden Oscar Lundin beim Bündner Traditionsverein.

Pius Caluori ist ein Malanser Urgestein und in der Unihockeyszene bestens bekannt. Mit seiner Verpflichtung ist es Sportchef Thomas Hitz gelungen, einen Mann aus den eigenen Reihen als Cheftrainer zu positionieren. „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit Pius unsere Mannschaft weiterentwickeln können. Zudem unterstreichen wir als Verein mit diesem Entscheid unsere Philosophie, dass wir verstärkt auf eigene Leute setzen möchten“, so Hitz zur Neubesetzung.

Caluori selber sieht der neuen Aufgabe motiviert entgegen: „Es ist für mich eine riesengrosse Ehre, der nächste Cheftrainer bei Alligator Malans sein zu dürfen. Alligator Malans ist für mich mehr als ein Verein und ich freue mich enorm auf die neue Aufgabe. Es ist eine grosse Herausforderung, die ausgezeichnete Arbeit meiner grossen Vorgänger weiterzuführen und die Mannschaft zukünftig weiterentwickeln zu können. Ich bin jedoch bereit, die Herausforderung zusammen mit dieser coolen Mannschaft anzunehmen und neue Ideen umzusetzen. Bis dahin möchte ich unbedingt mit Oscar Lundin noch einen Titel gewinnen und ihm einen tollen Abschied ermöglichen. Ich habe ihm viel zu verdanken.“
Im Staff darf Caluori weiterhin auf die Dienste des langjährigen Assistenztrainers Patrick Britt zählen.

Oscar Lundin seinerseits ist dem Verein für die drei Jahre an der Bande sehr dankbar: „Der Vorstand, Sportchef Hitz, der Staff, die Spieler, die Fans – alle haben mich unterstützt. Aber nach dieser Saison ist es für mich und meine Familie Zeit für ein neues Kapitel.“ In seinen Nachfolger hat Lundin vollstes Vertrauen: „Ich denke, dass Pius mehr als bereit ist, der nächste Cheftrainer von Alligator Malans zu sein. Es war lange unser Plan, dass er diesen Schritt machen wird. Jetzt ist es Zeit dafür.“

Der UHC Alligator Malans bedankt sich an dieser Stelle bei Oscar Lundin für die tolle Zusammenarbeit in den vergangenen drei Jahren und ist überzeugt, dass die laufende Saison erfolgreich zu Ende gehen wird. Gleichzeitig freut sich der Verein bereits jetzt auf die Saison 2020/21 mit Pius Caluori als neuem Cheftrainer.

Ersatzgeschwächt zum verdienten Sieg gegen WaSa

Mit gewichtigen Absenzen musste der UHC Alligator Malans die Reise nach St. Gallen antreten. Neben den langzeitverletzen Stammspielern blieben an diesem Mittwochabend krankheitshalber gleich mehrere Spieler zu Hause. Wer nun glaubte, Alligator würde sich gegen WaSa schwertun, sah sich getäuscht. Ein überragender Oscar Eriksson-Elfsberg, sowie der gewohnt stark aufspielende Joshua Schnell entschieden die Partie beinahe im Alleingang.

Um es vorwegzunehmen, es war eine geschlossene und routinierte Mannschaftsleitung. Die erste Linie um Oscar Erkisson-Elfsberg war für die ersten drei Tore besorgt ehe dann Alligator im Mitteldrittel nach einem Doppelschlag bei Spielhälfte durch Joshua Schnell zwei Mal auf Pass von Damian Rohner auf 0:5 davonziehen konnte. Das vermeintlich spielentscheidende 0:6 kurz vor der zweiten Drittelpause schoss Nino Vetsch.

Spielerisch konnte WaSa den Malansern bis zu diesem Zeitpunkt wenig entgegenhalten und wenn es denn mal vor dem Tor gefährlich wurde, dann höchstens aus einer Überzahlsituation. Das erste Goal der St. Galler in der 49. Minute löste dann den Knopf bei den Gastgebern und nun schien sich die passive Spielweise von Alligator zu rächen. WaSa wurde stärker und schoss innert kürzester Zeit drei weitere Tore. Yannick Vogt verhinderte mit einem Bigsave gar den Anschlusstreffer. Doch der UHC fiel nicht auseinander und konnte durch den wirbligen Simon Nett ins leere Tor auf 4:7 erhöhen. Am Ende gewann der UHC Alligator Malans das Spiel mit 5:8 und konnte die Heimreise mit 3 wichtigen Punkten im Kampf um den 3. Platz in der Tabelle antreten.

 

Waldkirch – St. Gallen vs UHC Alligator Malans 5:8 (0:2/0:4/5:2)
Sporthalle Tal der Demut St. Gallen. 0 Zuschauer SR Patrick Büschlen / Jonas Brunner

Tore: 5.O. Eriksson-Elfsberg (S. Nett) 0:1, 7. O. Eriksson-Elfsberg (K. Nylund) 0:2, 30. O. Eriksson-Elfsberg (S. Nett) 0:3, 31. J. Schnell (D. Rohner) 0:4, 34. J. Schnell (D. Rohner) 0:5, 37. N. Vetsch, 0:6, 49. J. Eschbach (A. Zellweger) 1:6, 51. R. Gasparik (J. Eschbach) 2:6, 51. R. Gasparik (R. Mittelholzer) 3:6, 57. R. Mittelholzer (C. Eschbach) 4:6, 57. S. Nett 4:7, 59. C. Eschbach (M. Schiess) 5:7, 59. N. Vetsch (S. Nett) 5:8

Strafen: UHC Alligator Malans 2x2Min / Waldkirch St. Gallen 2x2Min

UHC Alligator Malans: Vogt, Tromm, Veltsmid, Eriksson-Elfsberg (Topscorer), Nylund, Nett, Berry, Vetsch, Buchli, Obrecht, Schnell, Tarnutzer, Meiler, Gartmann, Schmid, Rohner (U21), Marugg (U21)
Ersatz: Wittwer

Waldkirch St. Gallen: Genhart, Meier, Büsser, Th. Mittelholzer, Holenstein, Eschbach, Conzett, Angern, Eschbach, Zellweger, Jordan, Ro. Mittelholzer, von Pritzbuer, Untersander, Alder, Possag, Gross, Schiess (Topscorer), Gasparik, Chiplunkar, St. Schiess

Bemerkungen: Alligator ohne Hartmann, Thöny, Capatt, Holenstein, Friolet, Nurmela, Camenisch, Flütsch, 31. Time Out WaSa, 51. Time Out Alligator, 57. WaSa ohne Torhüter

Bester Spieler: Kevin Nylund (UHC Alligator Malans), Roland Gasparik (WaSa)

Solide Leistung bringt drei Punkte gegen Ad Astra

Gegen das Tabellenschlusslicht aus dem Kanton Obwalden gelang den Alligatoren ein klarer, aber kein geschenkter Sieg. Im Verlauf des zweiten Drittels konnte eine Differenz geschaffen werden, die bis zum Spielende ausreichen sollte. Je vier Tore erzielten die beiden eingespielten Linien, die ihren Gegnern deutlich überlegen waren.

von Thomas Rentsch

Dennoch liess sich im ersten und letzten Drittel erahnen, wie die progressiven Aufsteiger gegen etablierte Teams bisher Punkte einheimsen konnten: mit starkem Zweikampfverhalten und hoher Qualität im Abschluss. Die Alligatoren waren trotz später Anreise aber gut auf die Sarner Gegenwehr eingestellt und liessen sich während des gesamten Spiels nicht aus der Ruhe bringen. Im ersten Drittel gingen die Aufsteiger zwar mittels Sonntags- und Distanzschuss mit 2:1 in Führung, die rasche Korrektur gelang Joshua Schnell nach feiner Vorarbeit durch Joel Friolet in der 14. Minute. Als vier Minuten später Claudio Flütsch das 2:3 erzielte, war das Fundament für ein produktives Mitteldrittel gelegt.

Malans hielt das Tempo hoch, hatte viel Ballbesitz und setzte in der Defensive das gewohnt hohe Pressing ein. Während sich Sarnen im ersten Abschnitt mit cleveren Auslösungen noch öfters aus der Umklammerung lösen konnte, gelang dies nun nicht mehr. Gleich mit vier Treffern durch Eriksson Elfsberg, Camenisch und zweimal den ständig lauernden Schnell (erneuter Hattrick), wurden die Obwaldner im Mitteldrittel überfahren. Sarnen hatte in dieser Phase eigentlich nur in Unterzahl gute Torchancen, da dem Bündner Powerplay Fokus und Konsequenz fehlten. Ansonsten warteten die Zuschauer in der Sarner Halle aber vergeblich auf Einbrüche im Bündner Spiel.

In der 44. Spielminute wurde je ein Spieler beider Teams auf die Strafbank geschickt, worauf erst Christoph Camenisch und eine Zeigerumdrehung später auch Kevin Berry den zusätzlichen Raum in zwei weitere Tore ummünzten. Somit stand es 13 Minuten vor Spielende 9:3 zu Gunsten der Alligatoren, was zu einer gewissen Kehraus-Stimmung in beiden Mannschaften führte. Konter über Konter wurde gefahren und dem Spiel fehlte die Ordnung. Die Tore vier und fünf für Ad Astra Sarnen waren schön anzusehen und dem aufstrebenden Verein zum 30-jährigen Jubiläum zu gönnen. Die drei Punkte gehörten aber verdientermassen ins Bündnerland.

Die erste Mannschaft hat sich nach den drei Spielen gegen Wiler und GC gut auf den Gang zum Schlusslicht eingestellt. Bereits am kommenden Mittwoch wartet auswärts mit Waldkirch St. Gallen der nächste Gegner.

Das sagt Headcoach Oscar Lundin zum Spiel: „Wir wollten heute ein paar neue Formationen ausprobieren und auch an unseren Transitions, wenn wir den Ball gewinnen, arbeiten. Das sah ganz ok aus. Im Spiel ohne Ball lagen unsere Positionen etwas zu weit auseinander, so hatte Sarnen zu viel Zeit und Raum. Aber über 60 Minuten haben wir ein gutes Auswärtsspiel gezeigt.“

 

Ad Astra Sarnen – UHC Alligator Malans 5:9 (2:3, 1:4, 2:2)
Dreifachhalle, Sarnen. 503 Zuschauer. SR Geissbühler/Schmocker.

Tore: 9. K. Nylund (C. Camenisch) 0:1. 10. M. Schöni (J. von Wyl) 1:1. 14. C. von Wyl 2:1. 14. J. Schnell (J. Friolet) 2:2. 18. C. Flütsch (N. Obrecht) 2:3. 21. J. Schnell (F. Tromm) 2:4. 23. C. Camenisch (S. Nett) 2:5. 33. J. Schnell 2:6. 39. O. Eriksson-Elfsberg (K. Nylund) 2:7. 40. R. Schöni (M. Schöni) 3:7. 45. C. Camenisch (N. Obrecht) 3:8. 46. K. Berry (J. Schnell) 3:9. 50. K. Savinainen (B. von Wyl) 4:9. 56. C. von Wyl (B. von Wyl) 5:9.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ad Astra Sarnen. 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans

Alligator Malans: Wittwer; Berry, Tromm; Obrecht, Flütsch; Veltsmid, Camenisch; Friolet, Nurmela, Schnell; Buchli, Tarnutzer, Vetsch; Eriksson-Elfsberg, Nylund, Nett.

Ersatz: Vogt, Meiler, Schmid, Gartmann.  Verletzt: Thöny, Holenstein, Capatt, Hartmann.

Wiler gelingt Cup-Revanche

Nachdem der SV Wiler-Ersigen vor zwei Wochen beim Cup-Viertelfinal gegen Alligator noch als Verlierer vom Feld musste, konnte der Meister die Malanser nun in der Meisterschaft mit 5:2 bezwingen.

Von UHC Alligator Malans, Bild: Erwin Keller

Die Malanser wirkten gegen den SV Wiler-Ersigen von Beginn weg konzentriert. Es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel mit zwei Teams, die sich der Stärke der Offensive des Gegenübers bewusst schienen und dementsprechend massiert standen. Die Alligatoren hielten in den ersten 20 Minuten gut mit dem Berner Spitzenteam mit. Wirklich gute Chancen waren auf beiden Seiten nur knapp eine Hand voll zu verzeichnen, wobei sich die Alligatoren dabei auch auf einen starken Jonas Wittwer verlassen konnten. So resultierte dank einem Treffer von Joel Friolet ein 1:0 nach 20 Minuten. Vorangegangen war dem Treffer ein toller Querpass von Simon Nett, der mit einem Seitenwechsel auf Nino Vetsch das Tor einleitete. Vetsch fand in der Folge den Stock von Friolet. Das Resultat nach 20 Minuten ging in Ordnung, ein 1:1 wäre wohl aber zu diesem Zeitpunkt das gerechte Resultat gewesen. Das Schussverhältnis nach 20 Minuten lautete 7:6 (nur Schüsse aufs Tor). Gar 11:6 lautete das Verdikt zugunsten der Malanser bei der Anzahl an geblockten Schüssen.

Leider konnte Alligator diese Werte aber im Mittelabschnitt nicht bestätigen. Wie schon im Cup vor zwei Wochen wurde man in diesem von den Berner schlicht überfahren. Bereits nach zehn Sekunden war der Ausgleich Tatsache. Joonas Pylsy nutzte eine Unordnung in der Malanser Hintermannschaft aus. Zwar wurde Wiler in der Folge nicht im Minutentakt gefährlich, doch die Berner drückten die Alligatoren je länger das Drittel dauerte desto mehr in die Defensivzone. Und so durften sich die Malanser auch nicht beklagen, als nach 28 Minuten das zweite Tor für Wiler Tatsache wurde. Das Tor kam aber trotz Dominanz etwas aus dem Nichts. Marco Louis erwischte Wittwer mit einem schönplatzierten Sonntagsschuss. Die Malanser machten sich das Leben dann auch selbst etwas schwer. So führte ein Auslösungsfehler zu einem schnellen Konter und einer Wiler-Überzahl. Der Meister liess sich nicht zwei Mal bitten und erhöhte in der 32. Minute auf 3:1. Ein Powerplaytreffer von Pylsy noch vor Drittelsende für eine drei-Tore-Führung für die Gäste.

Die Hoffnungen auf Punkte erloschen bei den Malanser Fans aber trotz klarem Verdikt im Mitteldrittel noch nicht. Auch im Cup lag man schliesslich nach 40 Minuten zurück. Und tatsächlich, die Umstellung auf zwei Formationen zeigte Wirkung. Allligator war nun wieder deutlich öfter in der Vorwärtsbewegung und kam auch zur einen oder anderen gefährlichen Chance und schliesslich im Powerplay auch zu einem zweiten Treffer. Jarkko Nurmela bediente in der 45. Minute mit einem geschickten halbhohen Pass im Slot Topskorer Oscar Eriksson-Elfsberg. Doch mehr lag für die Alligatoren am Sonntagabend nicht mehr drin. Wiler agierte zu abgeklärt und machte die Schotten dicht. Ausserdem nutzten die Berner die sich aufgrund der offensiven Bemühungen der Malanser vermehrt bietenden Räume bereits in der 50. Minute zum 5:2. Matthias Hofbauer traf. Diese Führung liess sich Wiler nicht mehr nehmen und gewann so aufgrund des Mitteldrittels nicht unverdient mit 5:2.

UHC Alligator Malans – SV Wiler-Ersigen 2:5 (1:0, 0:4, 1:1)
Sporthalle Lust, Maienfeld. 614 Zuschauer. SR Wehinger/Zurbuchen.
Tore:
19. J. Friolet (N. Vetsch) 1:0. 21. J. Pylsy 1:1. 28. M. Louis (M. Hofbauer) 1:2. 32. R. Sikora (M. Rentsch) 1:3. 36. J. Pylsy (M. Hofbauer) 1:4. 45. O. Eriksson-Elfsberg (J. Nurmela) 2:4. 50. M. Hofbauer (M. Louis) 2:5.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 4mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen.

Alligator Malans: Wittwer; Tromm, Gartmann; Veltsmid, Camenisch; Berry, Obrecht; Nurmela Schmid, Schnell; Nylund, Eriksson-Elfsberg, Buchli; Friolet, Nett, Vetsch.

Ersatz: Vogt, Flütsch, Meiler, Tarnutzer, Schubiger

Verletzt: Thöny, Hartmann, Capatt, Holenstein

Malans fügt GC die erste Niederlage in der Meisterschaft zu

Es wurde die erwartet hochstehende Partie gegen einen Gegner, der in der laufenden Saison noch nie verloren hatte. Der Tabellenleader reiste mit einer grossen Portion Selbstvertrauen nach Maienfeld, doch auch Alligator Malans hatte aus der letzten Saison noch eine Rechnung offen und hielt spielstark dagegen.

von Jörg Rutz

Beide Mannschaften begannen äusserst diszipliniert und hielten sich an die taktischen Vorgaben ihrer Trainer. Durch das abwartende Pressing auf beiden Seiten entwickelte sich ein erstes Drittel, das geprägt war mit dem Ziel, möglichst keine Fehler zu machen. Es dauerte dann auch bis zur vierten Spielminute, ehe Joshua Schnell auf Pass von Christian Gartmann vor dem Zürcher Tor auftauchte und gleich die erste Top-Chance zum 1:0 verwerten konnte. GC übernahm ab dann das Spieldiktat, konnte sich aber wegen der gutstehenden Hintermannschaft von Alligator keine zwingenden Torchancen herausspielen. Dem 1:1 in der zehnten Minute ging eine kurze Druckphase der Zürcher voraus. Paolo Riedi wurde vor dem Malanser Tor vergessen und konnte auf Pass von Christoph Meier ausgleichen. In der zwölften Minute setzte Kevin Berry den Ball an das Lattenkreuz und in der fünfzehnten Minute verzog der bis dahin auffälligste Spieler von Alligator, Joel Friolet in aussichtsreicher Position. In der neunzehnten Minute luchste Remo Buchli einem Zürcher Verteidiger den Ball ab und zog darauf allein vors Tor, doch Pascal Meier verhinderte mit einer Parade das 2:1.

Das zweite Drittel begann GC mit viel Druck und die Zürcher standen nun auch höher in der Verteidigungszone der Malanser. Diese Umstellung brachte sofort mehr Härte ins Spiel, was in der 23. Spielminute die erste Strafe gegen GC zur Folge hatte. Daniel Johnsson musste für ein Stockschlag auf die Strafbank. Das Powerplay war erst ein paar Sekunden alt, da fasste sich Kevin Berry ein Herz und schlenzte den Ball aus der Distanz zwischen Freund und Feind zum 2:1 in die Maschen. In der 25. Minute wanderte Gian-Andrin Meiler von Alligator für zwei Minuten auf die Strafbank, doch Jonas Wittwer hielt hinten dicht und musste sich dann doch in der 29. Minute durch einen blitzschnell ausgetragenen Konter der Zürcher zum 2:2 geschlagen geben. Kevin Nylund verpasste in der Spielhälfte den erneuerten Führungstreffer und beim schnell ausgeführten Konter traf Joel Rüegger von GC nur den Innenpfosten. Nun war Pfeffer Spiel und nachdem Fabrice Göldi den Malanser Nino Vetsch gefoult hatte, gab es ein grosses Gerangel vor der Spielerbank der Zürcher. Die drauf folgende zwei Minutenstrafe nutze Kevin Nylund in der 34. Minute auf Querpass von Lukas Veltsmid zur erneuten 3:2 Führung. Diese Führung verwaltete Alligator bis zur Drittelspause routiniert und hätte gar höher ausfallen können, da Florian Tromm in der 36. Minute nur die Latte traf.

GC drückte nun im letzten Drittel vehement auf den Ausgleich, doch Alligator stand hinten in der Verteidigung weiterhin sehr sicher und liess keine gefährlichen Abschlüsse der Zürcher zu. Es wurde ein Nervenspiel und bis auf einen Lattenschuss von GC in der 46. Minute liess Alligator den Gegner Mal für Mal auflaufen. Joshua Schnell setzte in der 48. Minute mit einem Abschluss endlich mal wieder ein Lebenszeichen für Alligator und läutete damit die hektische Schlussphase ein. Erneut war es Kevin Nylund, der durch ein starkes Zuspiel vors Tor von Eriksson-Elfsberg in der 49. Minute auf 4:2 erhöhen konnte. Eine kleinlich gepfiffene Zweiminuten Strafe gegen Kevin Berry nutzte Roger Graf in der 56. Minute zum Anschlusstreffer und nun schien der Ausgleich wieder möglich. Jarrko Nurmela konnte eine Minute später nach einem Konter auf 5:3 erhöhen und nachdem GC sein Time-Out genommen hatte, verkürzte Claudio Lealy und das mittlerweile ohne Torhüter, erneut auf 5:4. Nach einem Foul in der 59. Minute reagierte Kevin Berry am schnellsten und hob den Ball von hinter der Mittelinie in das verwaiste GC-Tor zum 6:4. Das war zu viel für den Zürcher Trainer Luan Misini. Dieser beschwerte sich lauthals über den Schiedsrichter, was ihm wiederum viele Pfiffe vom Heimpublikum einbrachte. Das viel umjubelte 7:4 von Jarrko Nurmela in der 60. Minute war dann der Schlusspunkt. Aus Sicht der Malanser resultierte schlussendlich ein hoch verdienter Sieg, welchen sie sich durch eine geschlossene und starke Mannschaftsleitung erkämpften.

Das sagt Oscar Lunin zum Spiel: „Wir haben in diesem Spiel einen guten Charakter gezeigt. Unsere Qualität war nicht top, aber wie haben es geschafft, zusammen mit unseren grossartigen Fans einen Weg zu finden, um zu gewinnen. Schön zu sehen, dass unsere neuen Jungs zum Sieg beitragen – und die Spieler mit Erfahrung, um ihnen zu helfen. Nun geht es weiter, Wiler kommt nächstes Wochenende. Ein weiterer guter Test für uns.“

 

UHC Alligator Malans vs. Grasshopper Club Zürich 7:4

Sporthalle Lust Maienfeld. 592 Zuschauer SR Pascal Koch / Benjamin Hohler

Tore: 4.Josuha Schnell (Christian Gartmann) 1:0, 10. Paolo Riedi (Christoph Meier) 1:1, 24. Kevin Berry (Kevin Nylund) 2.1, 29. Christoph Meier (Joel Rüegger) 2:2, 34 Kevin Nylund (Lukas Veltsmid) 3:2, 49. Kevin Nylund (Eriksson-Elfsberg) 4:2, 56. Roger Graf (Paolo Riedi) 4:3, 57. Jarrko Nurmela (Joshua Schnell) 5:3, 58. Claudio Lealy (Paolo Riedi) 5:4, 59. Kevin Berry 6:4, 60. Jarrko Nurmela (Florian Tromm) 7:4

Strafen: UHC Alligator Malans 2x4Min / Grasshopper Club Zürich 2x4Min

UHC Alligator Malans: Wittwer, Tromm (C), Nurmela, Camenisch, Veltsmid, Eriksson-Elfsberg (Topscorer), Nylund, Nett, Berry, Vetsch, Buchli, Obrecht, Schnell, Tarnutzer, Meiler, Friolet, Gartmann, Schmid, Flütsch, Schubiger

Ersatz: Vogt

Grasshopper Club Zürich: Pa. Meier, Bier, Kindler, Dürler, Zürcher, Graf (C), Laely, Johnsson, Zolliker, Laubscher, Steiger, Riedi (Topscorer), Göldi, Chr. Meier, Wenk, Rüegger, Nussle, Odermatt, Volkart

Bemerkungen: Alligator ohne Hartmann, Thöny, Capatt, Holenstein (alle verletzt), 12. Lattenschuss Alligator, 30. Pfostenschuss GC, 36. Lattenschuss Alligator, 46. Lattenschuss GC, 58. Time-Out GC, 58. GC ohne Torhüter

Bester Spieler: GC: Paolo Riedi, Alligator: Joshua Schnell

Malans ringt den Meister nieder!

Im Cup- Viertelfinal gegen Wiler-Ersigen manövrieren sich die Alligatoren aus einer brenzligen Situation und feiern erstmals seit über zwei Jahren einen Sieg gegen die Berner Weltklasseauswahl. Eine sich in Topform befindende erste Linie – Hattrick von Joshua Schnell – und ein grandios rettender Jonas Wittwer im Tor ragen aus dem Malanser Kollektiv heraus.

von Thomas Rentsch

Zur zweiten Drittelspause bot sich ein Rückblick des Grauens für die Alligatoren: eine Zweitore-Führung wurde in den Spielminuten 20-40 innert Kürze hergegeben und verspielt. An sich sah das Resultat zu diesem Zeitpunkt nicht schlecht aus (2:4) – die Art und Weise wie der Mittelabschnitt spielerisch verlief, musste den Bündnern hingegen zu denken geben. Der Wiler-Express nahm in bekannter Manier Fahrt auf und überrollte den Gegner. Malans wehrte sich mit allem, was zur Verfügung stand und kam trotzdem dauernd zu spät. Besonders der finnische Topskorer Joonas Pylsy wirbelte mit Speed und Torhunger die Malanser Defensive Mal für Mal durcheinander.

Nach dem vorabendlichen Debakel gegen Rychenberg Winterthur (6:1 Führung verspielt) war der Trainerstaff um Oscar Lundin also gefordert. Und offensichtlich konnte der Pausen-Input das Feuer in den Spielern wieder entfachen und mit der erwartbaren Umstellung auf zwei Formationen gelang es zudem, die Berner nun vor schwierige Aufgaben zu stellen. Mit einem raschen Turnover schickte Dan Hartmann in der 43. Minute Joshua Schnell in die Tiefe, der Jarkko Nurmela vor dem Tor zum Anschlusstreffer bediente. Und plötzlich häuften sich die Erträge für die Alligatoren beim nun etwas höheren Pressing, es ergaben sich gute Torchancen. Insbesondere der ersten Linie um Center Dan Hartmann gelang es nun oft, die sehr erfahrene Defensive des Schweizermeisters zu Fehlern zu zwingen. Veltsmid und Schnell vergaben daraus hervorgehend hochkarätige Möglichkeiten. Wiler hatte bis zu diesem Zeitpunkt eine ungewohnte Vielzahl Abschlüsse neben das Gehäuse von Jonas Wittwer zu verzeichnen, dessen Glanztaten später im Spiel noch sehr erforderlich sein sollten. In der 51. Spielminute reagierte Joshua Schnell nach einem Freistoss am raschesten und bezwang Wiler-Goalie Menetrey aus kurzer Distanz. Als nur kurze Zeit später Nationalverteidiger Bischofberger für ein Bodenspiel auf die Strafbank geschickt wurde, erzielte Kevin Nylund im Powerplay auf Halblinks geduldig und präzis den Führungstreffer. Mit dieser Ausgangslage in der 55. Minute kippte das Momentum auf Bündner Seite und für eine kurze Zeit schien der Meister von einer lähmenden Blockade befallen: Remo Buchli luchste Tatu Vänänen den Ball ab und bediente Joshua Schnell für den Doppelschlag zur Zweitoreführung innert 18 Sekunden. Der Einbruch im Berner Spiel war indes nur von kurzer Dauer, mit gebündelten Kräften forcierten die Mannen von Thomas Berger nun ihre Offensive. In den letzten vier Spielminuten wurde das Malanser Tor unter Beschuss genommen und anders als zuvor, fanden die Schüsse nun den Weg aufs Tor. Pylsy erzielte erst im Powerplay den Treffer zum 5:6 (56`) und zwei Minuten vor Spielende setzte Wiler zum wohl gefürchtetsten 6 gegen 5 Überzahlspiel der Liga an. Jonas Wittwer rettete gegen das Spielende mit tollen Fuss- und Handreflexen den Sieg für die Alligatoren über die reguläre Spielzeit.

Die Alligatoren haben sich mit diesem Sieg eine hervorragende Ausgangslage im Schweizer Cup verschafft. Nach dem Ausscheiden der Spitzenteams Wiler-Ersigen und GC kommen als Halbfinalgegner mit dem HC Rychenberg, Zug United und den Titelverteidigern aus Langnau nominell lösbare Aufgaben auf die Malanser zu. Überheblichkeit ist aber nach den zwei Spielen dieses Wochenendes mit gesamthaft drei enttäuschenden Dritteln nicht angezeigt. Der Sieg gegen Wiler zeugt jedoch von den Möglichkeiten der Herrschäftler, wenn mit wenig Fehlern und absolutem Siegeswillen agiert wird.

Das sagt Headcoach Oscar Lundin zum Spiel: „Es war ein Spiel zwischen zwei guten Mannschaften. Im ersten Drittel haben wir gut gekontert und Jonas Witter geholfen. Das zweite Drittel war von uns zu passiv – Wiler agierte da sehr stark, setzte uns mit Ballbesitz unter Druck. Aber mit dem letzten Abschnitt bin ich sehr zufrieden. Das war ein `Alligator-Drittel`. Wir spielten entschlossener und provozierten Wiler zu Fehlern.“

 

SV Wiler-Ersigen – UHC Alligator Malans 5:6 (0:2, 4:0, 1:4)
Sportanlage Grossmatt, Kirchberg BE. 451 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer.
Tore: 5. J. Schnell 0:1. 5. K. Nylund (R. Buchli) 0:2. 22. R. Sikora (N. Bischofberger) 1:2. 23. N. Mutter (P. Affolter) 2:2. 30. J. Pylsy 3:2. 40. J. Pylsy (M. Louis) 4:2. 43. J. Nurmela (J. Schnell) 4:3. 51. J. Schnell (J. Nurmela) 4:4. 55. K. Nylund (J. Nurmela) 4:5. 55. J. Schnell (R. Buchli) 4:6. 56. J. Pylsy (T. Väänänen) 5:6.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Alligator Malans:Wittwer; Tromm, Gartmann; Veltsmid, Camenisch; Berry, Obrecht; Nurmela. Hartmann, Schnell; Nylund, Eriksson-Elfsberg, Buchli; Friolet, Schmid, Vetsch.

Ersatz: Vogt, Flütsch, Meiler, Tarnutzer.

Verletzt: Thöny, Nett, Capatt, Holenstein

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