ALLIGATOR MALANS

Keine Punkte trotz fünf-Tore-Führung

Alligator Malans verliert auswärts gegen den HC Rychenberg Winterthur mit 7:8. Es war eine Partie, die man eigentlich nicht mehr verlieren darf.

Autor: UHC Alligator Malans, Bild: Erwin Keller

Zuerst zum positiven Teil des Spiels Rychenberg gegen Alligator: Die Malanser starteten vor über 1000 Zuschauern in Winterthur ausgezeichnet in die Partie. Die Alligatoren wirkten wacher, zielstrebiger und effizienter. Der Gastgeber schien in den ersten 20 Minuten Mühe zu haben mit der Tempo-Umstellung, spielten die Winterthurer doch bereits am Freitag gegen den NLB-Verein Floorball Thurgau. So stand nach 20 Minuten ein auch in dieser Höhe verdientes 6:1 für die Herrschäftler auf der Anzeigetafel. Bereits nach sieben Minuten führten die Alligatoren mit 4:1.

Die Partie schien zur ersten Pause bereits entschieden. Umso mehr, weil die Malanser auch in der Folge bissig blieben und im ersten Teil des Mittelabschnittes weitere Chancen hatten, das Verdikt zu erhöhen. Doch mit zunehmender Spieldauer kamen auch die Winterthurer besser in die Partie. Und da die Malanser ihre Chancen nicht nutzen, gelang es Rychenberg zu verkürzen. Ausgerechnet der auf diese Saison hin zum Gegner gewechselte Harry Braillard bezwang Yannick Vogt im Tor der Alligatoren mit einem schönen Drehschuss in der 29. Minute. Zwischen der 32. und der 33. Minute konnten die Fans gleich drei weitere Treffer bestaunen. Zwei davon für das Team in Gelb. Beide Male hatte Braillard auch hier den Stock im Spiel. Zuerst spielte Braillard nach einem schlechten Wechsel den entscheidenden Pass zu Tobias Studer zum 6:3, danach brillierte er, nachdem zwischenzeitlich Malans noch einmal erhöht hatte, mit einer Ballabnahme aus der Luft und erzielte so das 7:4.

Spätestens nachdem die Winterthurer mit zwei Powerplaytoren kurz vor und nach der zweiten Pause auf 7:6 verkürzten, war das Spiel neu lanciert. Und die Winterthurer wirkten inzwischen wacher als die Alligatoren, die zwar weiter zu Chancen kamen, in einigen Situation aber auch zu nonchalant agierten. So kam es, wie es kommen musste. Michel Wöcke glich die Partie nach 50. Minuten nach einem Freistoss zum 7:7 aus. Es kam aber sogar noch schlimmer, die Winterthurer nutzten in Person von Patrik Doza eine Powerplay-Situation zum 8:7. Kurz darauf reagierte Jonas Lutz nach einem erfolgreichen Malanser Block am schnellsten und erhöhte auf 9:7.

Danach waren nur noch etwas mehr als 2,5 Minuten zu spielen. Die Alligatoren setzten alles auf eine Karte, agierten aber zu ungestüm und wurden mit zwei weiteren Strafen bestraft. Trotz eines Shorthanders von Dan Hartmann trug die Aufholjagd deshalb keine Früchte mehr. Mit 9:8 ging ein Spiel verloren, in dem man zwischenzeitlich 6:1 geführt hatte.

Trotzdem gilt es die Partie nun zu vergessen, denn bereits am Sonntagnachmittag geht es für Malans weiter, dann kommt es zum Klassiker. Im Cup-Viertelfinal wartet auswärts der SV Wiler-Ersigen

 

HC Rychenberg Winterthur – UHC Alligator Malans 9:8 (1:6, 4:1, 4:1)

AXA Arena, Winterthur. 1223 Zuschauer. SR Britschgi/Gasser.

Tore: 1. R. Buchli (J. Friolet) 0:1. 4. P. Doza (T. Iiskola) 1:1. 4. D. Hartmann (J. Nurmela) 1:2. 5. J. Schnell (D. Hartmann) 1:3. 7. K. Berry (O. Eriksson-Elfsberg) 1:4. 10. O. Eriksson-Elfsberg (K. Nylund) 1:5. 20. K. Berry (L. Veltsmid) 1:6. 29. H. Braillard 2:6. 32. T. Studer (H. Braillard) 3:6. 33. J. Schnell (J. Nurmela) 3:7. 33. H. Braillard (D. Keller) 4:7. 39. M. Schaub (T. Studer) 5:7. 44. M. Schaub 6:7. 50. M. Wöcke (N. Conrad) 7:7. 55. P. Doza (N. Conrad) 8:7. 58. J. Lutz (H. Braillard) 9:7. 60. D. Hartmann (N. Vetsch) 9:8.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur. 5mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Alligator Malans: Vogt; Berry, Obrecht; Gartmann, Tromm; Camenisch, Veltsmid; Friolet, Tarnutzer, Buchli; Hartmann, Nurmela, Schnell; Vetsch, Nylund, Eriksson-Elfsberg;

Ersatz: Wittwer, Flütsch, Meiler

Bemerkungen: Alligator ohne Capatt, Thöny, Holenstein, Nett

Beste Spieler: Harry Braillard für Rychenberg Winterthur, Kevin Berry für Alligator Malans

 

 

Malans festigt Rang 3 in der Tabelle gegen Uster

In einem spielerisch attraktiven und ausgeglichenen Match schaffen es die Alligatoren, Mittelfeld-Konkurrent Uster punktemässig auf Distanz zu halten. Im Gegensatz zum gestrigen Sieg in Chur gab es innerhalb der Mannschaft kaum qualitatives Gefälle – und vor allem nur wenige Stockfehler.

von Thomas Rentsch

Acht Minuten vor Spielende erzielte Kevin Nylund nach Vorarbeit von Christoph Camenisch und Simon Nett den 5:4 Siegtreffer für Malans. Der grossgewachsene Finne hatte bereits zum zweiten Mal an diesem Abend genügend Platz, um seinen gewaltigen Drehschuss anzusetzen und liess Janik Feiner im Ustermer Tor von Halblinks keine Chance. Darauf schienen die Bündner gewartet zu haben, sie liessen Ball und Gegner nun geduldig und routiniert laufen, mit der Folge, dass Uster mehr riskieren musste. Als der Raum in der Zürcher Defensive offener wurde, fand Nylund, wieder von Halblinks, Topskorer Oskar Eriksson-Elfsberg mit einem Querpass durch den gesamten Slot. Der Schwede krönte die tolle Leistung seiner Formation mit dem Treffer zum 6:4 in der 59. Minute.

In Uster wird man vielleicht dem vergebenen ersten Drittel nachsinnen, als den Bündnern das Feld mit harmloser und halbherziger Attitüde überlassen wurde. Schmid und Nylund trafen für Malans, Janick Vogt musste kaum zweimal eingreifen. Nach diesem seichten Aufgalopp ging es im zweiten Abschnitt zur Sache. Viel schneller als den Alligatoren lieb war, lag nämlich Uster in Führung, das den Spirit fürs Spiel nun gefunden hatte. Vogt im Malanser Tor wurde nun gefordert, zeigte einige glanzvolle Rettungsaktionen. Im munteren Hin und Her des zweiten Drittels reagierten die Alligatoren ihrerseits mit Ausgleichs-(32′) und Führungstreffer (33′). Dan Hartmann und Remo Buchli hatten nach schönen Kombinationen jeweils nur noch das leere Ustermer Tor vor sich. Uster hatte aber mit seinem starken Kollektiv und technisch versierten Spielern wieder eine Antwort parat: Nach einem weiten Pass aus der Zürcher Verteidigung erwischte Stürmer Schubiger Vogt wuchtig in der nahen Ecke zum Ausgleich (35′). Der umstrittene Spielstand sorgte nun auch für emotionales Feuer, allerdings konnte der Fokus von beiden Teams gehalten werden. Im letzten Abschnitt wurde beidseits das Tempo etwas gedrosselt, wohl im Wissen, dass der nächste Treffer der Entscheidende sein könnte. Eine Weisheit, die sich dann durch Nylund und Elfsberg zu Bündner Gunsten bewahrheiten sollte.

Vor der Nationalmannschaftspause dürfen sich die Alligatoren punktemässig also nach vorne ausrichten, Tabellenführer GC und Wiler sind in Sichtweite. Das nächste Spiel findet am 16.11. auswärts gegen Rychenberg Winterthur statt.

Das sagt Headcoach Oscar Lundin zum Spiel: „Ich bin mit 50 Minuten dieses Spiels zufrieden. In der ersten Hälfte des zweiten Drittels waren wir zu passiv und versuchten den Ball zu sehr zu schützen, während Uster in dieser Phase sehr effizient war. Danach spielten wir wie gegen Chur im Schlussdrittel richtig gut. Wir bewegten den Ball gut und übten dadurch Druck auf den Gegner aus, genauso, wie wir es wollen.“

 

UHC Uster – UHC Alligator Malans 5:6 (0:2, 4:2, 1:2)
Buchholz, Uster. 329 Zuschauer. SR Brunner/Büschlen.

Tore: 7. D. Schmid (R. Buchli) 0:1. 9. K. Nylund (N. Vetsch) 0:2. 22. R. Berweger (R. Schubiger) 1:2. 25. M. Klauenbösch (N. Heierli) 2:2. 28. M. Kulmala 3:2. 32. D. Hartmann (S. Nett) 3:3. 33. R. Buchli (D. Schmid) 3:4. 35. R. Schubiger (N. Heierli) 4:4. 52. K. Nylund (S. Nett) 4:5. 59. O. Eriksson-Elfsberg (K. Nylund) 4:6. 60. T. Stäubli (N. Juhola) 5:6.

Strafen: keine Strafen. 1mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Beste Spieler: Simon Nett für Alligator Malans, Markus Kulmala für Uster.

Alligator Malans: Vogt; Obrecht, Flütsch; Gartmann; Tromm; Veltsmid, Camenisch; Friolet, Schmid, Buchli; Hartmann, Nurmela, Nett; Eriksson-Elfsberg, Nylund, Vetsch.

Ersatz: Wittwer, Meiler, Schnell, Schubiger.  Verletzt: Thöny, Holenstein, Capatt, Tarnutzer, Berry.

Malans gewinnt umkämpftes Cupspiel gegen Chur

In echter Derby-Atmosphäre setzten sich die Herrschäftler dank vier Toren von Jarkko Nurmela und einem geschlossenen Aufbäumen im Schlussdrittel verdient durch. Vierzig Minuten lang war die Qualifikation für den Viertelfinal alles andere als gesichert – Chur liess mit einer starken Defensive und viel Leidenschaft die unkonzentriert wirkenden Malanser Bemühungen verpuffen.

In der 46. Spielminute erzielte Verteidiger Claudio Flütsch im Churer Slot freistehend den Ausgleich zum 4:4. Es war dies die Torpremiere in der ersten Mannschaft für den jungen Verteidiger und gleichzeitig eine Art Erlösung für die zuvor fahrigen Malanser. Endlich konnte der Ball in den eigenen Reihen behauptet und Chur spielerisch unter Druck gesetzt werden. Eine Folge davon war, dass sich Kevin Nylund in der Offensive energisch durchsetzen konnte und nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Das zwingende Powerplay bot einen Lattenknaller von Lukas Veltsmid und anschliessend das Game-winning-Goal durch Jarkko Nurmela. „Wir sind im letzten Drittel mental ins Spiel gewachsen, zuvor hatten wir Mühe, Ball und Gegner zu kontrollieren“, meinte der vierfache Torschütze nach dem Spiel.

Das Spiel begann für Malans schlecht, Chur startete mit viel Elan und konnte rasch durch Hyrkkönen in Führung gehen. Die Alligatoren blieben bis zur ersten zusammenhängenden Aktion in der 5. Minute zahm und berechenbar. Dem ersten Tor von Nurmela folgte sogleich das Zweite – die Herrschäftler schienen in der achten Minute im Spiel angekommen zu sein. Schienen, weil sowohl die erste wie auch die dritte Formation keine Mittel gegen die hart und organisiert spielende Churer Defensive fand. Viele Stockfehler und Fehlpässe luden die Hauptstädter immer wieder zu Gegenstössen ein. Torhüter Jonas Wittwer war gefordert. Der Churer Ausgleich fiel in Malanser Unterzahl durch Blomberg und nach der ersten Pause profitierte Stucki von gravierenden Fehlern in der Malanser Defensive. 3:2 stand es nach 24. Minuten, das Momentum lag bei Chur, das die Räume und Passoptionen für die Alligatoren nun noch enger machte. Einzelne Chancen wurden durch den starken Christoph Reich im Churer Tor vereitelt. Als das starke Churer Powerplay in der 29. Minute erneut reüssierte und Malans erstmals mit zwei Toren ins Hintertreffen geriet, war ein Weckruf gefordert. Und dann erwachte das Publikum auch auf Malanser Seite und es entstand ein tolle Derby-Atmosphäre. Als Berry im Powerplay für Nurmelas Anschlusstreffer auflegte war die zweite Pause nicht mehr weit. Und dort wurden offenbar die rechten Worte gefunden. Jarkko Nurmela: „Es war ein hartes Spiel, ein Derby eben. Wir mussten nach 40 Minuten auf die widrigen Umstände reagieren, geduldiger mit dem Ball umgehen. Morgen fahren wir nach Uster – mit einer gestärkten Mentalität nach dem heutigen Sieg.“

Das Spiel in Uster beginnt um 17.00 Uhr und kann im Livestream auf swissunihockey.tv verfolgt werden.

Das sagt Oscar Lundin zum umkämpften Sieg: „Chur hat gut angefangen und uns etwas unbehaglich gemacht. Aber nach 30 Minuten bekamen wir die Kontrolle über das Spiel. In den letzten 20 Minuten hatte ich das Gefühl, dass Chur zu passiv war und wir über den Ausgang des Spiels entscheiden konnten.“

 

Chur Unihockey – UHC Alligator Malans 4:6 (2:2, 2:1, 0:3)
Gewerbliche Berufsschule, Chur. 538 Zuschauer. SR Hohler/Koch.
Tore: 1. K. Hyrkkönen (D. Blomberg) 1:0. 5. J. Nurmela (D. Hartmann) 1:1. 8. J. Nurmela (J. Schnell) 1:2. 16. D. Blomberg (K. Hyrkkönen) 2:2. 24. M. Stucki (M. Rieder) 3:2. 29. M. Lehtinen (M. Stucki) 4:2. 35. J. Nurmela (K. Berry) 4:3. 46. C. Flütsch (J. Friolet) 4:4. 48. J. Nurmela (K. Berry) 4:5. 60. D. Hartmann 4:6.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Chur Unihockey. 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans.

Beste Spieler: Jarkko Nurmela für Alligator Malans, Daniel Sesulka für Chur Unihockey.

Chur Unihockey: Reich; Beeler, Stucki; Sesulka, Jung; Weber, Mettier; Decasper, Bischofberger; Mani, Cavelti, Rieder; Hyrkkönen, Blomberg, Lehtinen; Schlegel, Villiger, Mauro Stingelin; Nico Stingelin, Torri, Amato; Breu.

Alligator Malans: Wittwer; Obrecht, Berry; Gartmann; Tromm; Veltsmid, Camenisch; Friolet, Vetsch, Buchli; Hartmann, Nurmela, Schnell; Eriksson-Elfsberg, Nylund, Nett.

Ersatz: Vogt, Meiler, Schmid, Flütsch, Tarnutzer.  Verletzt: Thöny, Holenstein, Capatt.

Offensivspektakel mit gutem Ende für Alligator

Alligator Malans entscheidet einen spektakulären offensiven Schlagabtausch gegen Köniz mit 8:7 für sich und revanchiert sich somit erfolgreich für die Hinspiel-Niederlage in der dritten Runde.

Alligator Malans gegen Floorball Köniz verspricht stets viele Tore und eine enge und temporeiche Partie. Diese Erwartungen erfüllte das Spiel in der Sporthalle Lust am Samstagabend. Anders als noch im Derby gegen Chur Unihockey gab es zwischen Köniz und Malans keinerlei Abtasten. Bereits nach acht Sekunden vergab Joshua Schnell auf Malanser Seite die erste Grosschance. Die Alligatoren wirkten anders als im Hinspiel in Köniz, als man schnell mit 4:1 ins Hintertreffen geriet, wach und bereit fürs Spiel.

In den Startminuten hatten beide Teams immer wieder gute Chancen zur Führung. Trotzdem ging es 13 Minuten bis tatsächlich der erste Ball den Weg in eines der Tore fand. Topskorer Oscar Eriksson-Elfsberg war es, der die Malanser nach schönem Pass von Verteidiger Lukas Veltsmid mit 1:0 in Front brachte. Veltsmid leitete auch den zweiten Treffer der Malanser ein, indem er in der 16. Minute auf der rechten Seite Simon Nett bediente, der den Ball unter die Latte haute. Und nur 15 Sekunden später lag der Ball bereits wieder hinter Köniz-Torhüter Patrick Eder im Kasten. Florian Tromm traf nach einem weiteren temporeichen Angriff auf Zuspiel von Jarkko Nurmela. Diese Führung entsprach sicherlich nicht ganz dem Gezeigten. Denn das Spiel war ein Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. So überraschte es auch nicht, dass auch Köniz vor der Pause noch zwei Treffer gelangen. Wie schnell aus einer Führung ein Rückstand werden kann, zeigte sich an diesem Abend gleich mehrmals eindrücklich. Erst knapp zwei Minuten im Mitteldrittel waren gespielt, als Köniz plötzlich mit 4:3 führte. Pascal Michel nach einem Fehler in der Malanser Abwehr und Reto Baumann sorgten innerhalb von 23 Sekunden für die vorläufige Wende. Vorläufig deshalb, weil die Malanser sich gegen Ende des zweiten Abschnitts eindrücklich zurückmeldeten. Bis in die 37. Minute lag Köniz 5:3 vorne, in der 39. Minute stand auf der Anzeigetafel ein 6:5 für das Heimteam. Es war ein Spiel für die Zuschauer. Ein Spiel, das viel Unterhaltung bot. Beide Teams leisteten sich aber doch auch den einen oder anderen Fehler zu viel.

Die Partie blieb bis zum Schluss spannend. In der 56. Minute lautete der Spielstand noch immer 7:7. Dann fasste sich ein überragender Lukas Veltsmid ein Herz, ging einmal mehr mit in den Angriff, spielte von der rechten Seite auf Höhe der Mittellinie einen halbhohen Pass diagonal in den Slot zu Joel Friolet und dieser verwertete souverän und brachte die Halle zum Beben.

Malans brachte diesen Vorsprung über die Zeit und feierte somit seinen dritten Sieg in Folge.

UHC Alligator Malans – Floorball Köniz 8:7 (3:2, 3:3, 2:2)

Sporthalle Lust, Maienfeld. 465 Zuschauer. SR Fässler/Schläpfer.

Tore: 13. O. Eriksson-Elfsberg (L. Veltsmid) 1:0. 16. S. Nett (L. Veltsmid) 2:0. 17. F. Tromm (J. Nurmela) 3:0. 19. P. Michel (Y. Ruh) 3:1. 20. A. Nordh (S. Bolliger) 3:2. 22. P. Michel 3:3. 22. R. Baumann (Ce. Haldemann) 3:4. 33. J. Ledergerber (J. Junkkarinen) 3:5. 37. K. Nylund (C. Camenisch) 4:5. 37. D. Hartmann (F. Tromm) 5:5. 39. J. Schnell (D. Hartmann) 6:5. 43. S. Bolliger (S. Hutzli) 6:6. 46. L. Veltsmid (K. Berry) 7:6. 51. S. Hutzli (A. Nordh) 7:7. 56. J. Friolet (L. Veltsmid) 8:7.

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 1mal 2 Minuten, 1mal 5 Minuten (Y. Ruh) gegen Floorball Köniz

Alligator Malans: Wittwer; Tromm, Gartmann; Berry, Obrecht; Camenisch, Veltsmid; Hartmann, Nurmela, Schnell; Friolet, Buchli (ab 30. Schmid), Vetsch; Erikssson-Elfsberg, Tarnutzer (ab 30. Nylund), Nett; Ersatz: Vogt, Flütsch, Meiler

Verletzt: Thöny, Capatt, Holenstein

Bemerkungen: 58.10 Timeout Köniz, danach mehrheitlich ohne Torhüter

Beste Spieler: L. Veltsmid (Malans), S. Hutzli (Köniz)

 

Ein emotionsloses Derby mit Malans als Sieger

Das erste NLA-Unihockey-Derby der noch jungen Saison zwischen Chur Unihockey und dem UHC Alligator Malans versprach viele Emotionen, Tore und Spannung. Zu sehen bekamen die Zuschauer jedoch ein animiertes und taktisch geprägtes Spiel.

von Jörg Rutz

Die Ausganglage beim ersten Aufeinandertreffen der Kantonsrivalen versprach einiges. Würde das sehr erfolgreich in die Saison gestartete Chur Unihockey auch im 7. Saisonspiel punkten oder würde der UHC Alligator Malans den Schwung aus dem Heimsieg gegen die Langnau Tigers mitnehmen?

Bereits in der 5. Minute wurde von den beiden Schiedsrichterinnen die erste Zweiminutenstrafe gegen den Topscorer von Malans, Oscar Eriksson-Elfsberg, wegen überhartem Körpereinsatz ausgesprochen. Im darauffolgenden Powerplay blockte Dan Hartmann erfolgreich einen Schuss von Marcel Stucki. Hartmann konnte den Ball jedoch nicht unter Kontrolle bringen und die Churer erkämpften sich den Ball zurück. Dennis Blomberg passte erneut auf Marcel Stucki und ein zweites Mal liess sich der Verteidiger nicht bitten und bezwang in der 5. Minute Jonas Wittwer in der oberen rechten Ecke zum 1:0. Wer nun dachte, die Malanser würden nach diesem frühen Rückstand vehement den Ausgleich suchen, der sah sich getäuscht. Beide Mannschaften spielten weiterhin konzentriert und versuchten in der Defensive die Fehlerquote möglichst klein zu halten. Dadurch entwickelte sich ein taktisch geprägtes Spiel, mit mehr Spielanteilen für die Malanser. Eine weitere Strafe in der in der 13. Minute erneut gegen Oscar Eriksson-Elfsberg wegen eines Stockschlages liess Chur Unihockey dann ungenutzt verstreichen.

Auch im zweiten Drittel änderte sich nichts am Spielgeschehen, Alligator mit mehr Ballbesitz und ein Chur Unihockey, das auf Konter lauerte. Und wenn dann mal ein Ball den Weg aufs Tor fand, dann stoppten ihn die beiden stark aufspielenden Torhüter. Ein Geduldspiel, welches nun von der Spannung lebte, sehr zur Freude der 723 Zuschauer. In der 36. Minute wurde der Churer Sandro Mani für einen Stockschlag auf die Strafbank geschickt und das folgende Powerplay nutzte Jarkko Nurmela nach einem Doppelpass mit Kevin Berry zum verdienten 1:1. Erneut sass Sandro Mani wegen eines hart gepfiffenen Stockschlages auf der Strafbank, als 10 Sekunden vor Drittelsende Luzi Weber für die Churer den Shorthander auf dem Stock hatte, den Ball aber am Tor vorbei schoss.

Im letzten Drittel agierten beide Mannschaften äusserst diszipliniert und das Spiel hätte nun auf beide Seiten kippen können. Ausgerechnet nach einer ungenutzten Grosschance von Chur Unihockey in der 50. Spielminute missglückte beim Gegenangriff der Malanser die Abwehraktion mit dem rechten Fuss des bis dahin sehr sicher aufspielenden Churer Goali Christoph Reich. Der Ball fand nach einem Weitschuss von Remo Buchli unglücklich den Weg zum 1:2 ins Tor. Chur musste jetzt mehr riskieren und lief in der 55. Minute prompt in einen Konter, den Jarkko Nurmela mit einer sehenswerten Passstafette ausgelöst hatte und Simon Nett via Helm des Torhüters zur 1:3 Führung für Alligator Malans abschliessen konnte. Chur Unihockey stemmte sich nun gegen die drohende Niederlage und nahm in der 57. Minute das Time-Out und den Torhüter aus dem Spiel. In der 60. Minute passierte dann, was meistens passiert. Joel Friolet markierte das 1:4 Endresultat ins leere Tor.

Der UHC Alligator Malans hat sich diesen Sieg verdient. Sie waren mehr im Ballbesitz als der Gegner, standen sehr sicher in der Defensive und gewannen mehr Zweikämpfe. Es sieht so aus, dass Alligator Malans allmählich den Tritt in die Saison findet und mit 6 Punkten dieses Wochenende erfolgreich abschliessen konnte.

 

Chur Unihockey vs. UHC Alligator Malans 1:4 (Drittelergebnisse 1:0 / 0:1 / 0:3)
Gewerbliche Berufsschule Chur. 723 Zuschauer SR Sandra Zurbuchen/Corina Wehinger

Tore: 5. Marcel Stucki (Dennis Blomberg) 1:0, 37. Jarkko Nurmela (Kevin Berry), 50. Remo Buchli (Dan Hartmann), 55. Simon Nett (Jarkko Nurmela), 60. Joel Friolet (ins leere Tor)

Strafen: Chur Unihockey 2x2Min / UHC Alligator Malans 2x2Min

UHC Alligator Malans: Wittwer, Tromm, Hartmann, Nurmela, Capatt, Camenisch, Veltsmid, Erikson-Elfsberg, Nett, Berry, Vetsch, Buchli, Thöny, Obrecht, Schnell, Tarnutzer, Meiler, Friolet, Gartmann, Schmid, Flütsch

Ersatz: Vogt

Chur Unihockey: Reich, Mettier, Jung, Sesulka, Bischofberger, Decasper, Stucki, Blomberg, Lehtinen, Schlegel, N. Stingelin, Amato, M. Stingelin, Rieder, Mani, Villiger, Torri, Hyrkkönen, Beeler. Weber, Cavelti

Bemerkungen: Alligator ohne Nylund, Thöny, Capatt, Holenstein (alle verletzt), 29. Chur Unihockey wird ein Tor wegen hohem Stock aberkannt. 57. Time-Out Chur Unihockey. Chur Unihockey ab der 57.ohne Torhüter

Bester Spieler: Joel Friolet (UHC Alligator Malans), Mario Jung (Chur Unihockey)

Alligator lässt gegen die Tigers nichts anbrennen

Alligator Malans kantert Tigers Langnau gleich mit 8:2 nieder. Der Sieg gegen die Emmentaler war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr.

Tigers Langnau war in den letzten Jahren so etwas wie ein Angstgegner der Alligatoren. Die letzten fünf Duelle gegen die Emmentaler gingen allesamt verloren. Nicht so das Spiel am Samstagabend in der Maienfelder Sporthalle Lust. Die erneut mächtig durcheinander gewirbelten Malanser Formation gingen von Beginn an konzentriert zu Werke und lenkten das Spiel bereits früh in die richtigen Bahnen. Bereits in der zweiten Minute wurde Oscar Eriksson-Elfsberg auf der rechten Seite toll von Riccardo Tarnutzer freigespielt und schoss zur frühen Führung ein. In der sechsten Minute doppelte Kevin Berry nach. Der Verteidiger schaltete sich in bekannter Manier in einen Malanser Angriff ein und nutzte den freien Platz auf der linken Seite für die frühe zwei-Tore-Führung.

Die Alligatoren hatten auch in der Folge das Spiel mehrheitlich im Griff. Die Langnauer wurden nur nach Fehlern der Malanser in der Vorwärtsbewegung richtig gefährlich. Aber Yannick Vogt im Tor der Alligatoren löste die ihm gestellten Aufgaben souverän. So schraubten die Alligatoren bis Spielhälfte das Resultat auf 5:0 in die Höhe. Gar ein Unterzahltor gelang den Alligatoren. Dan Hartmann lancierte in der 13. Minute Florian Tromm, der souverän zum zwischenzeitlichen 3:0 einschob.

Die drei Punkte waren damit bereits früh im Spiel in trockenen Tüchern. Zumindest wäre das normalerweise das Fazit bei einer fünf-Tore-Führung. Doch gegen die Tigers vergab man in der Vorsaison bereits einmal ein 4:0-Vorsprung und verlor schliesslich mit 4:6. Und zumindest kurze Zeit musste dieser erneute Einbruch befürchtet werden. Den Tigers gelang in der 38. Minute nach nachlässiger Malanser Defensivarbeit ein Doppelschlag zum 5:2.

Doch kurz darauf war Pause und Cheftrainer Oscar Lundin konnte seine Mannschaft noch einmal neu einschwören. Dies wirkte, die Herrschäftler wirkten im Schlussabschnitt wieder gleich abgeklärt wie im Grossteil des restlichen Spiels. Eriksson-Elfsberg sorgte mit dem 6:2 in der 46. Minute wieder für eine komfortable vier-Tore-Führung. Jarkko Nurmela im Powerplay und Remo Buchli sorgten für ein verdienten 8:2-Schlussstand und eine gelungene Hauptprobe für das Bündner Derby am Sonntag.

 

UHC Alligator Malans vs. Tigers Langnau 8:2 (3:0, 2:2, 3:0)

Sporthalle Lust, Maienfeld, 410 Zuschauer, SR Stäheli/Zähnler

Tore: 2. Eriksson-Elfsberg (Tarnutzer) 1:0, 6. Berry (Obrecht) 2:0, 13. Tromm (Hartmann) 3:0, 23. Friolet (Nurmela) 4:0 29. Hartmann 5:0, 38. Kropf (Guggisberg) 5:1, 38. Lauber (Steiner) 5:2, 45. Eriksson-Elfsberg (Tarnutzer) 6:2, 54. Camenisch (Nurmela) 7:2, 56 Buchli (Nurmela) 8:2

Strafen: Alligator Malans 5×2 Minuten, Tigers Langnau 2×2 Minuten

Alligator Malans: Vogt; Berry, Obrecht; Camenisch, Veltsmid; Tromm, Gartmann; Friolet, Nurmela, Buchli; Eriksson-Elfsberg, Tarnutzer, Schnell; Vetsch, Schmid, Hartmann;

Ersatz: Wittwer, Flütsch, Meiler, Nett

Bemerkungen: Alligator ohne Nylund, Capatt, Holenstein, Thöny,

Beste Spieler: Oscar Eriksson-Elfsberg für Alligator Malans, Kevin Kropf Tigers Langnau

In einem packenden Spiel verliert Alligator Malans gegen Zug United in der Verlängerung

Eine ansprechende Leistung in der Defensive reichte nicht für drei Punkte, da in der Offensive zu viele Chancen vergeben wurden und bei Malans nur die erste Linie überzeugen konnte.

von  Thomas Rentsch

Zug United reiste mit drei kompetitiven Linien ins Bündnerland und agierte während des gesamten Spiels variantenreich, zweikampfstark und willig, die drei Punkte aus Maienfeld zu entführen. Mit einer provokanten Körpersprache sorgten sie für zusätzlichen Pfeffer in der Partie. Malans nahm die Herausforderung an, und so entwickelte sich ein dynamisches Spiel auf Messers Schneide. Angeführt von Center Dan Hartmann erzielten die wirbligen Flügelstürmer Nino Vetsch (2) und David Schmid drei der fünf Bündner Tore. Für den jungen Schmid war es die Premiere im Dress der NLA. Zufrieden und gleichzeitig kritisch äusserte er sich nach dem Spiel: „Für mich persönlich lief das Spiel gut, ich freue mich ab meinem ersten Tor. Leider haben wir als Team aber zu viele Chancen vergeben.“ Schmids Tor fiel nach einem raschen Konter und wurde von Florian Tromm und Nino Vetsch pfannenfertig vorbereitet. Es bedeutete die 5:4 Führung für Malans in der 51. Minute, in einer Phase des Spiels, wo der Zuger Widerstand etwas zu bröckeln schien. Nur kurz zuvor gelang nämlich Eriksson-Elfsberg nach einem Doppelpass mit Joshua Schnell der Ausgleich. Man wähnte Malans auf der Siegerstrasse, das Spiel wurde von den Herrschäftlern nun auch in Unterzahl kontrolliert. Zug riskierte aber in der Schlussphase viel und in der 57. Minute blieb ein Schuss für einmal nicht in der heute ausgezeichnet blockenden Malanser Verteidigung hängen: Dahlqvist erwischte den tadellosen Wittwer in der hohen Ecke. Die schwedische Fraktion von Zug United war auch für die Entscheidung im Spiel besorgt. In der 69. Minute verwertete Alexander Larsson einen Querpass von Dahlqvist mit einem Schuss durch die Beine von Jonas Wittwer.

Das Spiel in den ersten 40 Minuten bot wilde Phasen mit extrem schnellem Umschaltspiel auf beiden Seiten. Als Zuschauer blieb kaum Zeit, die Aktionen zu erfassen und gedanklich zu verarbeiten. Auffallend wenig Tore fielen gemessen an der Anzahl der Aktionen. Zu Beginn des zweiten Drittels war dies aber anders: als erst Vetsch für Malans und nur kurz darauf Marco Laely, der Bündner in Zuger Diensten, trafen und Captain Mock seine Farben kurz darauf in Führung brachte. David Schmid zu dieser Phase: „Die Coaches mussten uns einige Male zur Besinnung bringen und unseren Fokus auf ein kontrolliertes Spiel lenken.“ Über alles gesehen ist dies Malans zwar etwas besser gelungen, leider fehlte aber der zählbare Ertrag. Dazu blieben die zweite und dritte Malanser Formation ungewohnt blass, mit recht vielen Stockfehlern. „Wir dürfen auch auf die vielen kreierten Chancen schauen, wie wir unseren Torhüter abgeschirmt haben. An der Abstimmung gibt es einiges zu verbessern, aber es gibt auch positive Dinge mitzunehmen“, meinte Schmid nach der Niederlage.

Die erstmals gut gefüllte Halle in Maienfeld bekam also Spektakel mit unerwünschtem Ausgang geboten. Zug war ein Gradmesser für die zweifellos höheren Ansprüche der Alligatoren, die scheinbar noch etwas an Konstanz und Zusammenspiel feilen müssen. Kommendes Wochenende gibt es in der Doppelrunde sechs Punkte zu vergeben, die nächsten Herausforderungen heissen Unihockey Tiger und Chur Unihockey.

Das sagt Cheftrainier Oscar Lundin zum Spiel: „Es war ein hartes Spiel für uns mit einem höheren Tempo als in den letzten Partien. Wir waren im letzten Drittel auf einem guten Weg, leider konnten wir das Spiel nicht übernehmen, wie es unserem Plan entsprochen hat. In der Verlängerung haben wir den Druck nicht wie gewünscht hochhalten können.“

 

UHC Alligator Malans – Zug United 5:6 n.V. (1:1, 1:2, 3:2, 0:1)
Sporthalle Lust, Maienfeld. 410 Zuschauer. SR Brunner/Büschlen.

Tore: 7. N. Vetsch (D. Hartmann) 1:0. 16. M. Staub (A. Larsson) 1:1. 21. N. Vetsch (F. Tromm) 2:1. 22. M. Laely (S. Fiechter) 2:2. 23. T. Mock (S. Nigg) 2:3. 41. R. Buchli (J. Nurmela) 3:3. 48. J. Schelbert (M. Laely) 3:4. 49. O. Eriksson-Elfsberg (J. Schnell) 4:4. 51. D. Schmid (N. Vetsch) 5:4. 57. A. Dahlqvist (A. Larsson) 5:5. 69. A. Larsson (A. Dahlqvist) 5:6.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen UHC Alligator Malans. 2mal 2 Minuten gegen Zug United

Zug United: Nilsson; Kostov-Bredberg, Menon; Furger, Staub;Y. Schelbert, A. Uhr; Mock, Nigg, Julkunen; Larsson, Dahlqvist, D. Uhr; Laely, Fiechter, J. Schelbert
Ersatz: Flütsch, Grüter, Rubi, Mück

Alligator Malans: Wittwer; Gartmann, Tromm; Camenisch, Veltsmid; Berry, Obrecht. Schmid, Hartmann, Vetsch; Nylund, Erikson-Elfsberg, Nett; Buchli, Nurmela, Friolet
Ersatz: Vogt, Tarnutzer, Schnell
Verletzt: Flütsch, Capatt, Meiler, Holenstein, Thöny

Beste Spieler: Jonas Wittwer für Alligator Malans, Marco Laely für Zug United

 

Starke Reaktion gegen den UHC Thun

Am Sonntagnachmittag standen sich in Maienfeld zwei Mannschaften gegenüber, die beide ihre Samstagsspiele verloren hatten. Alligator Malans unterlag Floorball Köniz nach einer grossen Aufholjagd im letzten Drittel, in diesem man vier Tore geschossen und keines mehr erhalten hatte, knapp mit 7:6. Von den Alligatoren durfte man eine Reaktion erwarten, besonders weil mit dem bisher in dieser Saison noch sieglosen UHC Thun ein schlagbarerer Gegner in die Bündner Herrschaft angereist war.

von Jörg Rutz

Das erste Drittel hatte noch gar nicht recht begonnen, da lag der Ball bereits nach 19 Sekunden einschussbereit vor dem Thuner Tor. Doch der Topscorer von Alligator Malans, Jarkko Nurmela schoss knapp am linken Pfosten vorbei. Dann nach einer 1:04 setzte Lukas Veltsmid auf Pass von Kevin Nylund den Ball ein erstes Mal hinter die Torlinie. Und in diesem Stiel sollte es weitergehen. Alligator und insbesondere der erste Block mit der Ausländer-Linie schlug ein enorm hohes Tempo an und setzte die nach drei Niederlagen verunsicherte Thuner-Abwehr Mal für Mal unter Druck. In der 8. Minute erhöhte Kevin Nylund auf Pass von Oscar Erikson-Elfsberg auf 2:0. Hätte zuvor Maurice Weber im Thuner Tor nicht mit einigen Glanzparaden sämtliche Abschlussversuche von Alligator zu Nichte gemacht, so wäre das Spiel bereits zu diesem Zeitpunkt entscheiden gewesen. Kevin Nylund sollte dem Spiel weiter den Stempel aufdrücken. In der 10 Minute stand Nylund alleine vor dem Tor und musste nur noch auf Pass von Christoph Camenisch zum 3:0 einschieben. In der 17. Minute zog Remo Buchli ungehindert ums Thuner Gehäuse und passte Backhand vors Tor zu Ursin Thöny, der zum 4:0 einnetzen konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt besass der UHC Thun kaum nennenswerte Torchancen und trotzdem fand eine dieser wenigen Abschlussversuche in der 17. Minute den Weg ins Tor. Nicolas Ammann nutzte eine kurze Unkonzentriertheit in der Alligator-Abwehr aus und verkürzte auf 4:1. Doch dies sollte noch nicht der Schlusspunkt in diesem Drittel gewesen sein. Kevin Nylund erhöhte 17 Sekunden vor der Sirene mit einem sehenswerten Weitschuss direkt unter die Latte zum 5:1.

Das 2. Drittel begann, wie das erste Aufgehört hatte. Alligator versuchte weiterhin mit einem aufsässigen Pressing die Thuner früh beim Spielaufbau zu stören und dies blieb nicht ohne Folgen. In der 22. Minute erhielt der Torhüter vom UHC Thun, Maurice Weber eine Zweiminuten Strafe wegen übertriebenem Körpereinsatz. Diese Überzahl nutze Kevin Berry mit einem platzierten Weitschuss zum 6:1. Ab diesem Zeitpunkt war der Thuner Widerstand gebrochen und Alligator Malans kontrollierte das Spiel nach Belieben. Erneut Kevin Nylund in der 28. und Oscar Erkisson-Elfsberg in der 34. erhöhten auf 8:1. In der 37. Minute scorte Lukas Veltsmid nach einer schnellen Passkombination zum 9:1. Das zweite Thuner Tor in der 38. Minute erzielte Nicolas Ammann und in der 48. Minute schloss David Simek einen mustergültig vorgetragenen Konter zum 9:3 ab. Aber zu diesem Zeitpunkt war das bloss noch Resultatkosmetik.

Im letzten Drittel hatte Alligator Malans merklich Tempo aus dem Spiel genommen und gewährte den Berner Oberländer etwas mehr Raum. Dadurch glich sich das Spielgeschehen etwas aus und auch die Thuner kamen nun zu Torchancen. In der 55. Minute erhielt der Thuner Nicolas Ammann für einen Stockschlag eine Zweiminuten Strafe und im daraus folgenden Powerplay lenkte in der 57. Minute ein Verteidiger den Ball unglücklich zum 10:3 ins eigene Tor ab. Sven Körner, der im letzten Drittel anstelle von Maurice Weber das Thuner Tor gehütet hatte, sah bei dieser Aktion etwas unglücklich aus. Den Schlusspunkt zum 11:3 in der 59. Minute markierte Simon Nett auf Zuspiel von Oscar Eriksson-Elfsberg.

Alligator Malans war von der ersten Sekunde an bereit und lief nie in Gefahr, das Spiel aus der Hand zu geben. Der UHC Thun konnte mit dem Tempo-Unihockey von Alligator Malans nicht mithalten und muss somit, aus ihrer Sicht mit einem ernüchternden Spielresultat und weiterhin ohne Punkte nach Hause reisen.

 

UHC Alligator Malans vs. UHC Thun 11:3 (Drittelergebnisse 5:1 / 4:1 / 3:1)

Turnhalle Lust Maienfeld. 370 Zuschauer SR Raffael/Anderegg

Tore: 1. Veltsmid (Nylund) 1:0, 8. Nylund (Eriksson-Elfsberg) 2:0, 10. Nylund (Camenisch) 3:0, 17. Thöny (Buchli) 4:0, 18. Y. Bärtschi (Ammann) 4:1, 20. Nylund (Veltsmid) 5:1, 23. Berry (Veltsmid) 6:1, 28. Nylund (Eriksson-Elfsberg) 7:1, 34. Erkisson-Elfsberg (Nylund) 8:1, 37. Veltsmid (Nett) 9:1, 38.  Ammann (Mendrek) 9:2, 48.Simek (Widmer) 9:3, 57. Eigentor von Thun (Nylund) 10:3, 59. Eriksson-Elfsberg (Nett) 11:3

Strafen: UHC Thun 2x 2Min / UHC Alligator Malans 0x2Min

UHC Alligator Malans: Wittwer, Tromm, Hartmann, Nurmela, Capatt, Camenisch, Veltsmid, Erikson-Elfsberg, Nylund, Nett, Berry, Vetsch, Buchli, Thöny, Obrecht, Schnell, Tarnutzer, MeilerErsatz: Vogt, Gartmann, Flütsch

UHC Thun: Weber, Körner, Götti, Feiner, Rehor, Widmer, Simek, Fankhauser, Kummer, Zimmermann, Bach, L. Bärtschi, Y. Bärtschi, Wüthrich, Scheuner, Decasper, Ammann, Saurer, Graber, Bühler, Mendrek, Baumann

Bemerkungen: Alligator ohne Friolet und Holenstein (beide verletzt), 50:41 Lattenschuss UHC Thun, 54:18 Pfostenschuss Alligator, 50:06 Time Out UHC Thun

Beste Spieler: Nicolas Ammann UHC Thun, Kevin Nylund UHC Alligator Malans

Aufholjagd kommt zu spät

 Alligator Malans verliert auch das zweite Auswärtsspiel. Gegen Floorball Köniz erwachten die Alligatoren zu spät, sodass man sich mit 7:6 geschlagen geben musste.

7:2 lautete das Resultat zwischen Floorball Köniz und Alligator Malans nach 40 Minuten in der Berner Sporthalle Weissenstein. Die Könizer führten zu diesem Zeitpunkt verdient, allerdings vielleicht ein wenig zu hoch. Trotzdem konnte man sich auch über dieses Resultat nicht beklagen. Die Malanser wirkten in vielen Situationen nicht ganz anwesend und liessen das Heimteam immer wieder wirbeln. Für die Zuschauer war die Partie schön anzusehen. Beide Teams überzeugten im Verlaufe des Spiels immer wieder mit schönen Angriffen.

Und so etwas wie ein Abtasten gab es in diesem Spiel auch nicht. Bereits nach 55 Sekunden hatte es zwei Tore zu bestaunen gegeben. Zuerst traf Yves Pillichody nach 20 Sekunden mit dem ersten richtigen Angriff zum 1:0. 35 Sekunden später legte Simon Nett auf der anderen Seite quer auf Jarkko Nurmela. Schon hiess es 1:1.

Das Spiel war lanciert und ging im gleichen Stil weiter. Bereits in der dritten Minute konnte der Köniz-Rückkehrer Manuel Maurer zu einem Penalty antreten, nachdem er alleine vor Torhüter Yannick Vogt gelegt wurde. Doch Maurer verschoss und so blieb es vorerst bei diesem 1:1. Doch in der Folge übernahm Köniz das Spieldiktat und bekam immer wieder die nötigen Freiheiten von der Malanser Verteidigung eingeräumt. Zusammen mit etwas Pech führten diese Freiheiten zu einem Pausenresultat von 4:1. Bestes Beispiel für die Schläfrigkeit in der Malanser Hintermannschaft das 4:1 in der 17. Minute. Maurer geht bei einem Freistoss auf der rechten Seite völlig vergessen und hat keine Mühe einzuschieben. In ähnlichem Stil ging es bis Spielhälfte weiter, sodass Köniz zu diesem Zeitpunkt bereits mit 6:1 führte.

Danach waren auch die Malanser im Spiel angekommen und zeigten, dass sie den Könizer durchaus auch Paroli bieten können. Vor allem im dritten Drittel und mit neuen Formationen trafen die Malanser in regelmässigen Abständen und zeigten dabei mehrmals tolle Kombinationen. Da gäbe es wohl gleich mehrere Kandidaten für das Tor der Woche. Spätestens mit dem 7:6 von Remo Buchli, welches auf ein gutes Pressing von Jarkko Nurmela und Kevin Berry in der 55. Minute folgte, war das Spiel wieder offen. Doch danach zerrannen die Sekunden ohne weiteres Tor. Auch mit einem sechsten Feldspieler konnten die Alligatoren nicht mehr reüssieren. Und so reisen die Alligatoren erneut ohne Punkte im Gepäck zurück aus Bern.

Morgen geht es für Malans bereits weiter, dann wartet der UHC Thun in der heimischen Turnhalle Lust in Maienfeld auf die Herrschäftler.

 

Floorball Köniz vs. UHC Alligator Malans 7:6 (4:1, 3:1, 0:4)

Sporthallen Weissenstein, Bern, 306 Zuschauer, SR Gasser/Britschgi

Tore: 1. Pillichody (Hirschi) 1:0, 1. Nurmela (Nett) 1:1 9. Baumann (Schmocker) 2:1, 15. Nordh (3:1, 17. Maurer (Hutzli) 4:1 23. Pillichody (Maurer) 5:1, 25. Baumann (Ce.Haldemann) 6:1, 31. Tromm (Berry) 6:2, 37. Maurer (Ledergerber) 7:2, 42. Eriksson-Elfsberg (Thöny) 7:3, 45. Eriksson-Elfsberg (Nett) 7:4, 48 Tromm (Berry) 7:5, 55. Buchli (Nurmela) 7:6

Strafen: Floorball Köniz 0x2 Minuten, Alligator Malans 1×2 Minuten

Floorball Köniz: Eder; Michel, Hirschi;; Müller, Junkkarinen; Herzog, Haldemann; Pillichody, Maurer, Ledergerber; Nordh, Hutzli, Bolliger; Saner, Schmocker, Baumann

Alligator Malans: Vogt; Berry, Veltsmid; Camenisch, Tromm; Flütsch, Gartmann; Eriksson-Elfsberg, Nylund, Buchli; Hartmann, Nurmela, Nett; Vetsch, Schnell, Capatt;

Ersatz: Wittwer, Tarnutzer, Obrecht, Meiler, Schmid, Thöny

Bemerkungen: Alligator ohne Friolet, Holenstein (beide verletzt), 3. Maurer verschiesst Penalty, 59. Timeout Malans und danach ohne Torhüter

Beste Spieler: Reto Baumann für Floorball Köniz, Florian Tromm für Alligator Malans

 

 

Übergabe Mobiliar Topscorer Spezialdress

Seit der Saison 2013/14 unterstützt die Mobiliar die vier Indoor Sportarten Basketball, Handball, Unihockey und Volleyball. Die besten Punktesammler pro NLA-Team (Frauen und Männer) spielen in jedem NLA-Spiel im Spezialdress des Mobiliar Topscorer. So fliessen jährlich über 400 000 Franken an die Nachwuchsabteilungen der knapp 80 NLA-Teams.

Beim gestrigen Heimspiel überreichte Reto Hemmi von der Genaralagentur der Mobiliar in Chur unserem Topscorer nach der ersten Meisterschaftsrunde, Oscar Eriksson-Elfsberg, das Spezialdress.

Wir danken der Mobiliar herzlich für die Unterstützung des Nachwuchses und für ihr Engagement zu Gunsten unserer Sportart.

 

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